Rudersberg

Freibad Rudersberg startet gut in Saison und hat jetzt neue Spielgeräte

Spielgerät
Der neue Spielturm sorgt für Freude. © ALEXANDRA PALMIZI

Wie wichtig attraktive Freizeitangebote vor Ort sind, das hat sich während der Corona-Pandemie mehr als deutlich gezeigt. Viele Familien haben in dieser Zeit die Region und ihren Naherholungswert neu für sich entdeckt. Nicht zuletzt kommt auch den Freibädern eine wichtige Rolle zu, wenn mehr Leute den Sommerurlaub dieses Jahr zu Hause verbringen.

Das weiß man im Rudersberger Bad, das als eines der ersten im Kreis nach langer Corona-Pause vor gut zwei Wochen wieder öffnete. Zunächst mit Testpflicht, was zum Teil für Unverständnis und geringe Besucherzahlen sorgte.

Viele Besucher seit dem Ende der Testpflicht

Doch seit diese Testpflicht vergangenen Donnerstag aufgrund der sinkenenden Inzidenz entfiel, zieht es wieder viele Besucher in das Bad am Bronnwiesenweg. Waren es am Donnerstag noch 44 Gäste, stieg die Zahl auf 200 am Freitag, 420 am Samstag und 485 am Sonntag an. Damit waren wochenends fast alle der 500 Besucherplätze, die im Moment coronabedingt erlaubt sind, ausgebucht. Auch das Frühschwimmen für Mitglieder des Fördervereins ist jetzt montags und freitags wieder möglich.

Neuer Schwimmmeister sorgt für Verstärkung

„Endlich geht es wieder los“, freut sich Schwimmmeisterin Kathrin Willsch, die seit März nicht mehr alleine den Bäderbetrieb in Rudersberg leitet. Schwimmmeister Uwe Meyners ist jetzt an ihrer Seite, nachdem die zweite Stelle in Rudersberg ein Jahr lang unbesetzt war. Der Münsterländer kommt nach einer Zwischenstation in der Heimat wieder zurück in den Rems-Murr-Kreis. Dort hat er bis vor rund sieben Jahren im Freibad Burgstetten gearbeitet und dort unter anderem den Förderverein gegründet. Zurück kam er „weil es hier im Schwabenland so schön ist“ und wegen des Tipps eines Kollegen aus dem Kreis, der ihn auf die vakante Stelle im Wieslauftal aufmerksam machte.

Gemeinsam freuen sie sich jetzt darüber, dass es in dem idyllisch gelegenen Freibad für die kleinen Gäste Verbesserungen gibt. Nämlich zwei neue Spielgeräte im Kleinkindbereich. Möglich gemacht hat das eine Spende der Rudersberger Mipo-Stiftung. Michael Popowitsch, Vorstand der Stiftung, sei Ende vergangenen Jahres auf ihn zugekommen, berichtet Bürgermeister Raimon Ahrens. Der Stifter habe wissen wollen, wofür er denn 2021 in Rudersberg spenden könne. Dabei sei das Gespräch auf die in die Jahre gekommenen Spielgeräte im Freibad gekommen. Und schnell sei man sich dann auch einig geworden.

Seit 2015 rund 122 000 Euro für die Gemeinde gespendet

Insgesamt 11 500 Euro hat die Stiftung nun für die Neuanschaffung ausgegeben. Zum einen ist dies ein Spielturm mit Rutsche und Stangen, zum anderen ein Spielgerät, mit dem die Kinder Sand schöpfen, transportieren oder mit einem Seilzug hochziehen können. Ein Sonnensegel wird es auch noch geben. Die Pfähle dafür sind bereits befestigt, das Segel selbst soll demnächst folgen.

Die Gemeinde könne sich glücklich schätzen, solch eine Stiftung zu haben, findet Ahrens. Und es stimmt: Seit Michael Popowitsch die Stiftung im Jahr 2015 gegründet hat, spendete er rund 122 000 Euro an die Gemeinde. Insgesamt hat die Mipo-Stiftung Kinder und Jugendliche, aber auch den Naturschutz, Kunst oder bürgerschaftliches Engagement mit bereits rund 300 000 Euro gefördert.

Was die Mipo-Stiftung noch vorhat

In diesem Jahr hat die Stiftung in Rudersberg neben dem Freibad unter anderem die Sanierung des Backhauses in Lindental sowie die Kernzeitbetreuung in Schlechtbach finanziell unterstützt. Und Popowitsch hat schon neue Ideen für Spendenziele. So könnte er sich vorstellen, die bei einem Sturm im Frühjahr umgeworfene Linde in Michelau zu ersetzen. Und als erklärter Palmen-Fan würde er auch gerne welche im Gemeindegebiet aufstellen lassen.

Palmen gibt es im Freibad Rudersberg übrigens bereits, wie Uli Netzer, stellvertretender Vorstand des Fördervereins, berichtet. „Damit wollen wir Urlaubsfeeling für diejenigen schaffen, die in diesem Jahr zu Hause bleiben.“

Steinenberger Freibad ist bald wieder täglich geöffnet

Noch etwas gedulden müssen sich indes die Besucher des Steinenberger Freibads, das gemeinsam von der Gemeinde und einem Förderverein betrieben wird. Aktuell finden dort noch Arbeiten an den Fliesen des Beckens statt. „Im Mai war es zu kalt und regnerisch, deswegen konnten die Arbeiiten erst jetzt durchgeführt werden“, sagt Schwimmmeister Uwe Meyners, der für das Freibad in dem Rudersberger Ortsteil zuständig ist.

In etwa acht bis zehn Tagen dürfte es aber so weit sein, schätzt er. Dann soll der Betrieb auch an sieben Tagen die Woche stattfinden. Dank der wiederbesetzten Stelle ist das im Gegensatz zu 2020 möglich, wo das Bädle nur an zwei Wochentagen in den Sommerferien öffnen konnte. Ähnlich wie vergangenes Jahr werde es dann wieder eine Besucherbegrenzung pro Schicht geben, sagt Meyners.

Wie wichtig attraktive Freizeitangebote vor Ort sind, das hat sich während der Corona-Pandemie mehr als deutlich gezeigt. Viele Familien haben in dieser Zeit die Region und ihren Naherholungswert neu für sich entdeckt. Nicht zuletzt kommt auch den Freibädern eine wichtige Rolle zu, wenn mehr Leute den Sommerurlaub dieses Jahr zu Hause verbringen.

Das weiß man im Rudersberger Bad, das als eines der ersten im Kreis nach langer Corona-Pause vor gut zwei Wochen wieder öffnete. Zunächst

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