Rudersberg

Freizeit-Areal an der Ölmühle: Beim Thema Verkehr sind noch viele Fragen offen

Kiosk Ölmühle
Das Areal um die Ölmühle soll attraktiver gestaltet werden. © Joachim Mogck

Zur Umgestaltung des Geländes bei der Ölmühle zu einem Freizeit-Areal gibt es bislang nur eine Ideenskizze. Bei den zwei Bürgerinformationen, die bislang zu dem Projekt stattfanden, konnten die Michelauer trotzdem schon einmal Kritik und Vorschläge äußern, die zum Teil schon in die weitere Planung einflossen. Den aktuellen Sachstand stellte die Planerin Simone Weingärtner nun dem Ortschaftsrat Schlechtbach vor. Obwohl dieser den Entwurf grundsätzlich befürwortet, stellte sich dabei heraus, dass es noch viel Diskussionsbedarf gibt, besonders beim Thema Parkplätze und Verkehr.

Ein Areal mit vielen Spiel- und Entspannungsorten an der Ölmühle

Zur Erinnerung noch einmal der aktuelle Stand der Planungen: Planerin Simone Weingärtner hat zwei Ideenskizzen vorbereitet. Sie unterscheiden sich in wenigen Punkten, in der zweiten Variante sind zum Beispiel keine Wohnmobilstellplätze vorgesehen. Parkplätze sind in verschiedenen Varianten am Dorfgemeinschaftshaus eingeplant, um den Pkw-Verkehr im eigentlichen Freizeit-Areal zu reduzieren. Insgesamt soll der naturnahe Charakter des Geländes erhalten werden. Auf dem Gelände soll es unter anderem Hängematten, ein Sitzrondell, einen Pfad mit essbaren Pflanzen sowie einige Spielmöglichkeiten für kleine und große Kinder und Rastplätze für Familien geben. In den verschiedenen Varianten wären zudem eine Wieslauf-Überquerung, Boule-Bahnen und ein Wassertretbereich denkbar. Auch eine E-Bike-Ladestation soll es nach den neuesten Planungen geben.

Sportgeräte im Freien und Wasserspielplatz

Von den Ortschaftsräten und Ortschaftsrätinnen gab es viel Lob für die Planungen, sie hatten aber auch einige Anregungen. Samuel Klöpfer wünschte sich zum Beispiel Sportgeräte im Freien, Oliver Schaal einen Spielplatz, der das nahe gelegene Wasser mit einbindet. „Wasser ist eine tolle Sache, das wäre für Kinder sehr attraktiv“, sagte auch Bernhard Dittl. Die Wohnmobilstellplätze bräuchte er hingegen nicht. Er sprach sich zudem dafür aus, nur einige wenige Parkplätze für Menschen, die nicht mobil sind, direkt am Areal auszuweisen. „Den anderen würde ich ein Stück Weg zumuten“, so Dittl. Als Radfahrer habe er zudem großes Unbehagen bei Parkplätzen, die rechtwinklig zum Weg angeordnet seien.

Ortschaftsrätin Kathrin Schrag sprach sich ebenso gegen die geplanten Parkplätze aus. Sie erwartet einen großen „Hype“ nach der Eröffnung des neuen Areals und fürchtete eine Lärmbelastung der Anwohner, die bei den Bürgerinformationen und im Ortschaftsrat entsprechende Sorgen geäußert hatten. Sie erkundigte sich ebenso, ob Hunde in dem neuen Areal erlaubt sein werden. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass Familien ihre Hunde bei ähnlichen Ausflügen oft zu Hause lassen müssten.

Werden Hunde in dem neuen Freizeit-Areal erlaubt sein?

„Das ist ein guter Punkt, das wurde noch nicht angesprochen“, antwortete Ortsvorsteher Rudolf Scharer. „Das ist meine private Meinung, aber ich würde die Hunde nicht ausschließen. Sicher ist aber, dass sie dort nicht frei herumlaufen könnten.“ Zu den Parkplätzen, die mehrere Gremiumsmitglieder infrage stellten, merkte er an, dass auch jetzt schon aufgrund fehlender Regelungen an Wochenenden viel in dem Gebiet geparkt werde, auch an Stellen, wo das nicht erwünscht sei. „Wenn man Parkmöglichkeiten sichtbar anbietet und andere Flächen anders gestaltet, dann hat man quantitativ weniger Autos.“ Zudem verbessere sich die Situation, wenn die Autos am Beginn des Gebiets abgestellt würden. Außerdem könnte ein Mangel von Parkplätzen beim Freizeit-Areal dazu führen, dass Besucherinnen und Besucher ihre Autos in Zukunft andernorts in Michelau abstellen.

„Es kann auch passieren, dass die Leute dann Michelau vollparken“, sagte Kathrin Schrag. Sie würde es vorziehen, wenn die Menschen stattdessen beim Bahnhof oder auf dem Rewe-Parkplatz parken würden, wenn dieser komme. „Das Parkplatzproblem müssen wir angehen“, sagte auch Sylke Klein, die sich danach erkundigte, ob es für die Kontrolle des neuen Areals mehr Personal im Ordnungsamt geben soll. Ulrich Maier wollte außerdem wissen, ob de Bauhof genug Kapazitäten habe, das neue Areal zu pflegen.

Bürger-Patenschaften für das Gelände?

„Natürlich wird man den künftigen Kioskbesitzer in irgendeiner Form einbinden, aber auch nicht zu sehr“, antwortete Rudolf Scharer. Das Areal werde in die reguläre Mülltour des Bauhofs einbezogen, der zugegebenermaßen in der Vergangenheit überlastet gewesen sei, das habe aber auch mit Personalausfällen zusammengehangen. Denkbar seien auch Bürger-Patenschaften für das Gelände.

Zur Kontrolle durch das Ordnungsamt oder zu einem eventuellen Sicherheitskonzept könne er noch nichts sagen, da das Konzept noch nicht weit genug fortgeschritten sei. Die Gemeinde werde sich aber überlegen müssen, wie eventuellen Problemen von Beginn an begegnet werden könnte.

Obwohl das Gremium noch Verbesserungs- und Diskussionsbedarf bei einigen Punkten sah, schloss sich der Ortschaftsrat einstimmig den Ideenskizzen der Planerin als Empfehlung für den Gemeinderat an. Was aber nicht bedeute, dass alles dann auch so komme, wie es in dem Konzept eingezeichnet ist.

Zur Umgestaltung des Geländes bei der Ölmühle zu einem Freizeit-Areal gibt es bislang nur eine Ideenskizze. Bei den zwei Bürgerinformationen, die bislang zu dem Projekt stattfanden, konnten die Michelauer trotzdem schon einmal Kritik und Vorschläge äußern, die zum Teil schon in die weitere Planung einflossen. Den aktuellen Sachstand stellte die Planerin Simone Weingärtner nun dem Ortschaftsrat Schlechtbach vor. Obwohl dieser den Entwurf grundsätzlich befürwortet, stellte sich dabei heraus,

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