Rudersberg

Gemeinde hört sich Wünsche der Jugend an: Mountainbike-Trail auf der Liste

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Im Jugendhearing konnten die Rudersberger Jugendlichen sagen, was ihnen wichtig ist und was ihnen fehlt. © Ralph Steinemann Pressefoto

In Rudersberg nimmt man die Kinder und Jugendlichen nicht einfach nur wichtig, weil ihnen sowieso die Zukunft gehört, sondern man nimmt sie, ihre Wünsche und Bedürfnisse auch ernst. So lautet, kurz und bündig auf den Punkt gebracht, die Botschaft, die von der Auftaktveranstaltung zu dem Programm „Sommer. Rudersberg. Wir.“ ausging. Dazu, genauer zu einem offenen Spiel- und Aktionstag, hatte die Gemeinde am Freitagnachmittag die Kinder und Jugendlichen vors Rathaus eingeladen.

Der Rudersberger Bürgermeister Raimon Ahrens stellte bei dieser Gelegenheit nicht nur die ersten Ergebnisse einer groß angelegten Jugendbefragung vor, sondern nutzte auch die Gelegenheit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und mehr über deren Erwartungen gegenüber der Gemeinde zu erfahren.

92 Prozent halten Rudersberg für einen guten Ort zum Leben

Insgesamt 260 Fragebögen hatte die Gemeinde im Rahmen der vor einem Monat in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Sozialraumorientierte Jugendarbeit des Kreisjugendamtes abgehaltenen Befragung zurückbekommen. 92 Prozent der zehn- bis 19-jährigen Teilnehmer hätten versichert, dass Rudersberg ein guter Ort zum Leben sei, sie sehr gern hier seien und sich auch wohlfühlten, so Ahrens.

Die Themen, die den jungen Rudersbergern am meisten unter den Nägeln brannten, waren die Freizeitangebote von Seiten der Kirchen und Vereine, Plätze für junge Menschen, an denen sie einander begegnen und sich treffen könnten, der Skaterpark und die Einrichtung eines Bikertrails.

Zu jedem dieser Themenfelder war vor dem Rathaus bei der Auftaktveranstaltung eine Stellwand aufgebaut, vor der die Jugendlichen mit den in der Gemeinde dafür Verantwortlichen und „ihrem Bürgermeister“ diskutieren konnten.

Interessen unter einen Hut bringen

Ein Mountainbike-Trail, berichtete Raimon Ahrens, stand mit 76 Nennungen ganz oben auf der Wunschliste. Um das Gemeinderatsmitglied Robert Schuler habe sich bereits ein lockerer Kreis gebildet, der sich vorgenommen habe, das Thema, auch in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Forst, weiter zu bearbeiten. Nur gemeinsam, betonte Schuler, könnten dabei die Interessen von Bikern, Spaziergängern, Naturschutz und Forst unter einen Hut gebracht werden. Der Schorndorfer Bikepark sei bei den jugendlichen Bikern sehr beliebt, aber leider sonntags für sie schwer erreichbar, da dann kein „Wiesel“, das heißt, keine Züge der Wieslauftalbahn verkehrten, in den sie ihr Bike ohne großen Aufwand hineinpacken könnten.

Johannes Beer, seit 2009 als Leiter des „Jugendhauses A 6“ eine feste Größe in Rudersberg, zeigte sich überrascht von den Begegnungs- und Treffpunkten, die den jungen Leuten besonders wichtig seien. Natürlich sei er stolz, dass sich das Jugendhaus ganz oben auf der Beliebtheitsskala befinde, so Beer, interessant seien aber auch Nennungen, die von Schwimmbad über Spielplatz und Straße bis zu Dönerladen und Edeka reichten. Dies zeige, dass sich die Jugend als fester Bestandteil des Gemeinschaftslebens in allen seinen Aspekten verstehe und auch so angenommen werden möchte.

Mehr Mülleimer für den Skatepark als einfache Verbesserung

Bürgermeister Ahrens wiederum war es besonders wichtig, die Nachricht zu überbringen, dass der Bolzplatz in Oberdorf zu Beginn der Sommerferien bespielbar sei; die Tore würden demnächst aufgestellt. Aus den Gesprächsrunden mit den Jugendlichen nahm er wiederum die Information mit, dass für den Skaterpark zwar ein guter Standort gewählt wurde, dass seine Attraktivität aber durch relativ einfache Verbesserungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Mülleimer, noch erheblich gesteigert werden könnte.

Für die Vereine im Ort habe er eine lange Wunschliste mit weiteren Angeboten mitbekommen, zog er das Resümee. Das Wichtigste sei aber, so Ahrens, miteinander im Gespräch zu bleiben. Er bat die Jugendlichen, mitzuhelfen, „damit Rudersberg noch besser wird“.

In Rudersberg nimmt man die Kinder und Jugendlichen nicht einfach nur wichtig, weil ihnen sowieso die Zukunft gehört, sondern man nimmt sie, ihre Wünsche und Bedürfnisse auch ernst. So lautet, kurz und bündig auf den Punkt gebracht, die Botschaft, die von der Auftaktveranstaltung zu dem Programm „Sommer. Rudersberg. Wir.“ ausging. Dazu, genauer zu einem offenen Spiel- und Aktionstag, hatte die Gemeinde am Freitagnachmittag die Kinder und Jugendlichen vors Rathaus

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