Rudersberg

Hegwer: Antworten zu Sport und Wirtschaft

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Bernd Hegwer lebt seit vielen Jahren in Rudersberg und möchte hier Bürgermeister werden. © Habermann/ZVW

Rudersberg. Bernd Hegwer hat sich als Kandidat für die Bürgermeisterwahl beworben, als unsere Serie „Wahl-Check“ bereits begonnen hatte. Wir haben ihm deshalb angeboten, die in den ersten beiden Folgen gestellten Fragen nachträglich zu beantworten, und drucken Fragen und Antworten im Folgenden ab.

Die Fragen in Folge eins des „Wahl-Checks“ lauteten: Zur Sportstätten-Konzeption hatte Bürgermeister Martin Kaufmann bei seiner Verabschiedung geraten, diese noch einmal anzugehen, „wenn die Zeit reif ist“. Dabei geht es um ein Zusammenlegen von Sportstätten des TSV Rudersberg und des TSV Schlechtbach, das seinerzeit mehrheitlich abgelehnt worden war. Wie positionieren Sie sich dazu, und warum? Wie kann die Gemeinde das Ehrenamt im Sport fördern, auch bei Sachfragen und Infrastrukturen?

Intensivere Zusammenarbeit

Bernd Hegwer schreibt zu Frage eins: Sportvereine sind ein starkes Bindeglied der Bürger zu ihrer Gemeinde und fördern auch den Zusammenhalt. Sport ist in der heutigen medialen Zeit sehr wichtig für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen. Das Zusammenlegen von Sportstätten würde die Wege verlängern und Eltern stärker belasten. Eine Sportstätte in der Nähe kann von Kindern besser erreicht werden und fördert deren Selbstständigkeit. Daher ist es zu bevorzugen, dass die vorhandenen Sportstätten erhalten bleiben.

Bernd Hegwer schreibt zu Frage zwei: Vereine funktionieren nur durch die Mithilfe der vielen ehrenamtlichen Helfer. Diesen gebührt unsere volle Aufmerksamkeit. Daher müssen entstehende Fragen und Probleme möglichst schnell und gemeinsam gelöst werden. Die Zusammenarbeit muss intensiver und zielorientierter werden. Entstandene Fragen müssen beantwortet werden, auch wenn die Antwort nicht in jedem Fall einen Freudentaumel auslösen wird.

Kaufkraft anziehen

Die in Folge zwei gestellten Fragen an die Kandidaten lauteten: Wie kann sich Rudersberg in wirtschaftlicher Hinsicht ein attraktiveres Profil geben, damit Kaufkraft angezogen wird? Wie soll die Gemeinde in zehn Jahren aussehen, und welche Stärken sollen besonders hervorgehoben werden?

Bernd Hegwer schreibt zu Frage eins: Um Kaufkraft auch aus umliegenden Gegenden anzuziehen, ist ein breitgefächertes Angebot notwendig. Dies ist jedoch recht schwierig zu realisieren, da Rudersberg von den größeren und gut zu erreichenden Orten Schorndorf und Backnang eingegrenzt ist. In diesem Spannungsfeld neue Geschäfte anzusiedeln dürfte nicht leichtfallen. In manchen Fällen steht auch das Konkurrenzdenken der angesiedelten Gewerbe einer Neuansiedlung im Weg. Siehe „Markthalle“ im Neubau „Rathausquartier“.

Wohnqualität soll nicht leiden

Aufgabe der Verwaltung kann es nur sein, die guten Bedingungen für das Gewerbe zu schaffen und mit diesen zu werben. Bei der Vergrößerung von Gewerbegebieten ist zu beachten, dass die Wohnqualität nicht darunter leidet. Auch ist zu bedenken, dass dadurch der Verkehr unweigerlich zunimmt.

Bernd Hegwer schreibt zu Frage zwei: Die Gemeinde ist zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen. Die Ortsteile fühlen sich nicht mehr nur als Ortsteil, sondern als „Rudersberger“. Die Bürger beteiligen sich rege an der Weiterentwicklung und Erhaltung ihrer Gemeinde, da sie mit ihren Problemen, Sorgen und Vorschlägen ernst genommen werden. Die Gemeinde ist lebenswert für alle Altersklassen und Schichten. Der ursprüngliche Charakter bleibt erhalten und wird nicht durch ein aufgesetztes Image verfälscht.

Bernd Hegwer verzichtete darauf, die in unserer Weihnachtsausgabe gestellte Frage zum Thema Versöhnung zu beantworten.