Rudersberg

Hoffen auf Abschaffung der Testpflicht fürs Freibad - und auf wärmeres Wasser

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Endlich ab ins Wasser! Ein Schwimmer beim Sprung ins derzeit mit 17 Grad ziemlich kühle Nass bei der Saisoneröffnung in Rudersberg. © Ralph Steinemann Pressefoto

Die meisten Freibäder öffnen erst an diesem Dienstag oder im Lauf der Woche, die Rudersberger haben an diesem Montag gleich den ersten Tag zum Saisonstart genutzt, an dem das Absinken der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle im Kreis unter 100 es möglich gemacht hat. Die Ehrenamtlichen vom Freibadverein gehen mit viel Vorfreude in die Saison – trotz des Unverständnisses über die Testpflicht für die Besucher, die besonders für Familien mit Kindern eine Hürde darstellt und einen spontanen Freibadbesuch erschwert.

Ein Selbsttest zählt nicht als Eintrittskarte

„Den Besuch sollte man derzeit schon zwei Tage im Voraus planen“, sagt Uli Netzer, der stellvertretende Vorsitzende des Rudersberger Freibadvereins. Der Vorlauf ist nötig, um einen Termin in einem Testzentrum zu buchen, denn nur mit einem negativen Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist, kommt man derzeit ins Bad. Das legt die gültige Corona-Verordnung so fest. Nur Kinder unter sechs Jahren, Geimpfte (vierzehn Tage nach der Zweitimpfung) und Genesene, das heißt, Personen, die einen ärztlichen Nachweis haben, dass sie mit Corona infiziert waren, kommen ohne Test ins Bad. Was aber heißt, dass alle Kinder ab sechs Jahren einen brauchen, denn sie konnten ja bisher nicht geimpft werden. Dabei zählt kein Selbsttest, sondern nur einer aus einem Testzentrum.

Dieser Umstand sorgt derzeit für viel Ärger und Unverständnis, gerade bei Familien mit Kindern. Warum brauche ich im Freibad, mit stark gedeckelter Besucherzahl und viel Platz auf der Wiese und im Wasser unter freiem Himmel einen Test, wenn ich doch zum Beispiel ungetestet in den vollen Supermarkt darf? „Es ist schon ein bisschen unerklärlich“, sagt Uli Netzer.

Noch unerklärlicher wäre es aber, hätte die Testpflicht fürs Freibad auch dann noch Bestand, wenn Ende der Woche der nächste Öffnungsschritt kommt. Das könne schon an diesem Freitag der Fall sein, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle im Kreis fünf Tage hintereinander unter 50 bleibt. Uli Netzer hat die berechtigte Hoffnung, dass die Testpflicht dadurch bald wegfällt. „Das wäre eine Riesenerleichterung“, sagt er.

Zum Saisonstart im Rudersberger Freibad an diesem Montag, um 10 Uhr, kamen nur einige hartgesottene Schwimmer – die Stammgäste, die man gut kenne, berichtet Uli Netzer. Er hielt eine kleine Ansprache zur Eröffnung, einen größeren Akt gab es allerdings nicht. Das Bäderpersonal der Gemeinde war da und einige der Helfer des Vereins, die in den vergangenen Tagen und Wochen mit angepackt haben, um Bad und Beete, Hecken und Kübelpflanzen, Rasen und Wasser, Kiosk und Umkleiden bereit für den Betrieb zu machen.

Spontan vormittags ins Freibad – wäre nur ohne Testpflicht möglich

Solange die Regel mit der Testpflicht noch besteht, glaubt Uli Netzer nicht, dass sehr viele Menschen ins Freibad strömen werden. Nötig ist für den Freibadbesuch zusätzlich eine vorherige Online-Buchung unter https://cm-access.de/rudersberg – zumindest, wenn man in die Nachmittagsschicht von 14.30 bis 19.30 Uhr will. In der Vormittagsschicht von 10 bis 13 Uhr kann man ohne vorherige Buchung auftauchen und an der Kasse bar zahlen, muss dann nur vor Ort seine Personendaten in einem Formular eintragen – das würde einem spontanen Freibadbesuch entgegenkommen, falls denn die Testpflicht fällt. Aber auch die Online-Ticket-Buchung kann man am Tag des Freibadbesuchs noch erledigen. Solange noch nicht die große Hitze ausbricht, sei nicht zu erwarten, dass die maximal erlaubte Besucherzahl in den beiden Schichten erreicht werde, sagt Uli Netzer.

Zum Saisonstart hatte das Wasser im Becken frische 17 Grad. Uli Netzer rechnet aber damit, dass bei dem sonnigen Wetter bis Ende der Woche 20 Grad erreicht werden. „Das kriegen wir hin“, verspricht er.

Die meisten Freibäder öffnen erst an diesem Dienstag oder im Lauf der Woche, die Rudersberger haben an diesem Montag gleich den ersten Tag zum Saisonstart genutzt, an dem das Absinken der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle im Kreis unter 100 es möglich gemacht hat. Die Ehrenamtlichen vom Freibadverein gehen mit viel Vorfreude in die Saison – trotz des Unverständnisses über die Testpflicht für die Besucher, die besonders für Familien mit Kindern eine Hürde darstellt und einen spontanen

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