Rudersberg

Nach Lockdown-Pause: Erste Chorprobe des Liederkranz Steinenberg mit weitem Alb-Blick

Chorprobe  Liederkranz
Chorprobe auf der Terrasse des Berghofs in Obersteinenberg mit fantastischer Weitsicht. Am E-Piano Chorleiterin Katrin Schwarz. © Benjamin Büttner

Nicht ganz, aber doch fast wie in Reinhard Meys Chanson „Über den Wolken“ kann man sich auf der Terrasse des Berghofs in Obersteinenberg fühlen. Hier fällt das Atmen, also auch das Singen leichter. Der grandiose Ausblick bis auf die Alb beschwingt und erhebt. Ganz der richtige Ort also für den gemischten Chor des Liederkranzes Steinenberg, um seine Proben wieder aufzunehmen.

„Acht Monate haben wir nicht mehr zusammen geprobt“, erzählt Chorleiterin Katrin Schwarz. Seit Jahresbeginn wurde wenigstens mit Online-Proben Kontakt gehalten und die Stimmbildungsarbeit so gut wie möglich fortgeführt. Aber es ist eben doch nicht dasselbe wie live. Ein Chor ist ein lebendiger, ja empfindlicher Klangkörper, in dem die Sängerinnen und Sänger sich gegenseitig hören und spüren müssen. Vibrations also, Schwingungen, die nur im geteilten Raum in der gleichen Zeit für alle erfahrbar sind.

Arbeit am inspirierten Klangbild

Und da gehört auch das Lachen dazu, das Scherzen und die aufmunternd fordernde Chorleiterin Katrin Schwarz, die das Beste aus jedem Einzelnen - stressfrei - herauszuholen sucht und mit allen gemeinsam an einem belebten, inspirierten, vollen Klangbild des Gesamtchors modelliert. Und ganz offensichtlich genießen die Mitglieder des Liederkranzes genau diese Herausforderung. Was einmal vor Publikum in einem Konzert vorgetragen werden möchte und dort ganz mühelos erscheint: Es macht halt Arbeit. Auf dem Probenprogramm steht „Love shine a Light“.

Gut, gut. Geht aber besser. „Ihr müsst strahlen“, ruft die Chorleiterin, „die Sonne macht es euch vor!“ Tatsächlich ändert sich dann was. Und der Probenbesucher stellt fest, wie sehr Gesang nicht nur von Können, sondern von einer inneren Einstellung und Ausstrahlung lebt. Und ja, auch die Abendsonne scheint über die Terrasse der Sänger als zustimmenden Beifall die Finger ihrer langen Schatten zusammenzuschlagen.

Singen tut den Menschen gut

Wie soll es weitergehen? „Wir kehren ganz demütig zu dem zurück, warum man singt: Weil es den Menschen guttut.“ So Katrin Schwarz, die als Musiklehrerin in Geradstetten auch erfahren hat: „Wenn Kinder nicht singen dürfen, fehlt ihnen ein wichtiger Teil ihres Lebens.“

Schwarz traut der gegenwärtigen Corona-Entspannung nicht so ganz. Auftritte sind deshalb erst mal nicht fest geplant. „Was sich gezeigt hat“, sagt sie, „es geht nicht nur um die Aufführung, sondern dass die Leute wirklich zum Singen kommen.“

Mobiles Chorkonzert im Winter?

Vielleicht aber gibt es zu Weihnachten ein mobiles Chorkonzert in Steinenberg. Mal sehen. „Lean on me“ probt der Liederkranz in luftiger Höhe: „Du kannst dich an mich anlehnen.“ Musik: Immer auch ein Trost. Und sei’s beim Pfeifen im Walde.

Ach ja: Bitte melden! Ein paar mehr kräftige Männerstimmen würden sich gut in den Klang des Liederkranzes einfügen.

Nicht ganz, aber doch fast wie in Reinhard Meys Chanson „Über den Wolken“ kann man sich auf der Terrasse des Berghofs in Obersteinenberg fühlen. Hier fällt das Atmen, also auch das Singen leichter. Der grandiose Ausblick bis auf die Alb beschwingt und erhebt. Ganz der richtige Ort also für den gemischten Chor des Liederkranzes Steinenberg, um seine Proben wieder aufzunehmen.

„Acht Monate haben wir nicht mehr zusammen geprobt“, erzählt Chorleiterin Katrin Schwarz. Seit Jahresbeginn

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