Rudersberg

Neuer Garten für die Kita Lummerland in Rudersberg

Kindergarten
Aktuell ist der Garten noch recht sachlich gestaltet, künftig sollen hier hölzerne Spielkonstruktionen den Kindern zu Erfahrungen von Selbstwirksamkeit verhelfen. © Benjamin Büttner

Kletterbogen aus Metall, die Schaukel ebenfalls und mitten in der Fläche, Wipptiere, die mehr Platz kosten als Gewinn bringen - so sieht derzeit noch der Garten der Kita Lummerland in Rudersberg aus. Immerhin 30 Jahre ist beides nun auch schon in Betrieb. Zeitgemäßeres soll her. Und zeitgemäß bedeutet, so erklärte es Landschaftsplanerin Margot Rieg-Zweig in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, den Bedürfnissen der Kinder Rechnung zu tragen. Sie sollen die Gelegenheiten bekommen, soziale Kompetenz zu erlernen, aber auch Selbstwirksamkeit zu erfahren.

Holzspieltürme und Brücken, Balancierholz und Matschkuhlen

Der Garten rund um den Kindergarten soll den Kleinen daher die Möglichkeit geben, die Vielfalt der Natur und sämtlicher Sinne zu erfahren. Ausreichend Freiflächen zum ungezwungenen Spiel schlägt die Planerin außerdem vor. Dazu Holzspieltürme und Brücken, teils mit buntem Plexiglas gestaltet, Kletternetze, eine Röhrenrutsche, verschieden ausgestaltete Beläge, Sonnenschutz, eine Nestschaukel für die Kleinen, eine lange Schaukel für die Großen, auf der gleich fünf Kinder gleichzeitig sitzen können. Dazu Balancierhölzer, Sandspielecken und Matschkuhlen.

Nachdem im Haushaltsplan für dieses Jahr bereits 60 000 Euro für die Erneuerung der Gartenanlagen eingestellt sind, sollte der Gemeinderat nun über Planungen, die Margot Rieg-Zweig in einer jüngsten Sitzung vorstellte, abstimmen. Gefallen fanden diese Pläne grundsätzlich schon. Konkret aber zeigten sich etliche der Gremiumsmitglieder entsetzt über die anvisierten Kosten. Mit 60 000 Euro kann man nämlich angesichts der aktuellen Preise nicht mehr als den Garten für die U-3-Gruppe herrichten. Das betrifft dann etwa rund 180 Quadratmeter am östlichen Rand der Kita.

Hohe Summe nötig, um die insgesamt fast 1200 Quadratmeter zu gestalten

Der größere Teil des Lummerland-Gartens mit beinahe 1000 Quadratmetern Fläche, zu dem vornehmlich die Ü-3-Gruppen Zutritt haben, soll nach den Plänen der Landschaftsarchitektin erst später ertüchtigt werden. Für die Umgestaltung des Ü-3- Bereichs müssten weitere Mittel in Höhe von etwa 127 000 Euro im Haushaltsplan fürs kommende Jahr bereitgestellt werden.

Etliche Gremiumsmitglieder machten sich zudem Sorgen, der Preis könne bis zur tatsächlichen Auftragsvergabe noch weiter ansteigen. So ganz konnte die Planerin diese Sorgen auch nicht zerstreuen. Zwar habe sie mit einem gewissen Aufschlag geplant. Gänzlich überblicken, wo die Preise im kommenden Frühjahr liegen werden, könne aber keiner in diesen Zeiten, in denen Material- und Lieferengpässe sowie Materialmangel die Preis in die Höhe treiben.

Alte Schaukel aus Metall wiederverwenden?

Sorgen wurden außerdem durchs Gremium hindurch dahingehend laut, dass die Gartengestaltung auch bei anderen Kindergärten für Begehrlichkeiten sorgen könnte. Und da die hohen Kosten etlichen Räten Bauchschmerzen bereiteten, regten sie an, weiterzuverwenden, was an Spielgeräten noch brauchbar ist. Immerhin könnten beispielsweise die Klettergeräte und die Schaukel aus Metall nicht wirklich schon abgängig sein.

Das stimme durchaus, erklärte Rieg-Zweig. Allerdings passe beispielsweise die Schaukel mit ihrer Gestaltung nicht ins Konzept. In ihrer enormen Breite durchtrenne sie die Bewegungsfläche äußerst ungünstig. Bürgermeister Raimon Ahrens schlug jenen Kritikern vor, dass noch gut erhaltene Geräte des Kindergartens, die aber nicht ins Konzept passen, an anderer Stelle weiterverwendet werden könnten.

Kann der Bauhof Arbeiten übernehmen?

Auch die Idee aus dem Gremium, Kosten einzusparen, indem der Bauhof manche Arbeiten übernehmen könnte, sorgte weder bei der Planerin noch auf der Verwaltungsbank für große Freude. Schließlich stehe die TÜV-Zertifizierung schon dann auf dem Spiel, wenn nicht die richtigen Schrauben beim Zusammenbau verwendet würden.

Am Ende entschied der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen mehrheitlich für die Maßnahme. Dies mit der dringenden Bitte an die Verwaltung, zu prüfen, welche der Geräte noch weiter Verwendung finden könnten, und den Ansatz der Barrierefreiheit in die Planungen aufzunehmen.

Kletterbogen aus Metall, die Schaukel ebenfalls und mitten in der Fläche, Wipptiere, die mehr Platz kosten als Gewinn bringen - so sieht derzeit noch der Garten der Kita Lummerland in Rudersberg aus. Immerhin 30 Jahre ist beides nun auch schon in Betrieb. Zeitgemäßeres soll her. Und zeitgemäß bedeutet, so erklärte es Landschaftsplanerin Margot Rieg-Zweig in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, den Bedürfnissen der Kinder Rechnung zu tragen. Sie sollen die Gelegenheiten bekommen, soziale

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