Rudersberg

Pedelec-Verleih: Rudersberg bekommt eine Regiorad-Station

Regio-Rad
Per App kann das Regiorad vorab reserviert werden. © ALEXANDRA PALMIZI

Wer am Schorndorfer Karlsplatz unterwegs ist, dem dürften die blauen Pedelecs schon aufgefallen sein. Der ein oder andere wird sie auch schon genutzt haben: Die Regioräder der Deutschen Bahn, die sich gegen eine geringe Gebühr ausleihen lassen. Mehrere hundert Mal pro Jahr wird dieses Angebot in der Daimlerstadt genutzt.

Nicht nur in Schorndorf gibt es diese seit drei Jahren angebotenen Regioräder. An mittlerweile 205 Stationen stehen in 43 Kommunen der Region Stuttgart 1500 Fahrräder, Pedelecs und Lastenräder zur Verfügung. Und bald bekommt auch Rudersberg eine solche Regiorad-Station. Sie soll ein weiterer Baustein der Klimaschutz-Strategie der Kommune sein. Das hat der Gemeinderat kürzlich einstimmig beschlossen.

Doch wie funktioniert das Regiorad? An wen richtet sich das Angebot? Und was kostet es die Kommune und die Nutzer? Ralf Maier-Geißer, Gesamtkoordinator für das Projekt, stellt das Konzept dahinter vor.

Wer ist die Zielgruppe für das Regiorad?

Die Räder sollen, so Maier-Geißer, ein umweltfreundliches Mobilitätsangebot sein, das sich an Berufspendler, Studierende oder Freizeitradler richtet. Zum einen soll es kürzere spontane Fahrten innerhalb der Stadt ermöglichen. Es soll aber auch Tagesausflügler und Touristen ansprechen. „Je weiter man in die Region rauskommt, umso länger werden die Ausleihen.“ Die Erfahrung zeige aber auch, dass sie als „privates Erprobungsangebot für den möglichen späteren Kauf eines E-Bikes“dienen. Weil die Region so hügelig ist und das Einsatzgebiet mittlerweile sehr ausgedehnt ist, verfügen die meisten Regioräder nämlich über einen elektrischen Antrieb.

Wie funktioniert die Ausleihe?

Wer das Regiorad nutzen möchte, zahlt dafür einen Euro für jede halbe Stunde. Der Tageshöchstsatz beläuft sich auf sieben Euro bei reinen Fahrrädern.

Pedelecs kosten etwas mehr. Hier sind die ersten 15 Minuten kostenlos, alle weiteren zehn Minuten kosten zehn Cent. Der Tageshöchstsatz liegt hier bei zehn Euro.

Bei Lastenrädern gibt es keine Freiminuten. Hier liegt der Preis pro Minute bei zwölf Cent, der Tageshöchstsatz bei zwölf Euro.

Wer möchte, kann die Räder auch mit nach Hause nehmen. Der Übernachttarif beträgt 1,50 Euro.

Die Räder lassen sich auch im Voraus über die Regiorad-App für 45 Minuten reservieren. Für die Ausleihe empfiehlt sich die Nutzung der Polygo-Card. Der Jahresbeitrag dafür beläuft sich auf drei Euro. Denn wer ohne diese Karte ausleiht, muss ein wenig mehr für die Ausleihe bezahlen.

Das Rad kann an jeder beliebigen anderen Station in der Region wieder abgegeben werden. Und auch Jugendliche ab 14 Jahren können mittlerweile das Regiorad nutzen.

Was ist in Rudersberg konkret geplant?

Am Bahnhof in der Gemeinde soll eine Entleihstation mit fünf Pedelec-Regiorädern entstehen. Dazu muss die Kommune eine befestigte, überdachte Fläche mit Stromanschluss schaffen. Die Gemeinde erhält für das Regiorad eine Förderung des Verbands Region Stuttgart in Höhe von 50 Prozent, die bei maximal 50 000 Euro liegt. Weil normalerweise bei einer Neuaufnahme der Bau von zwei Stationen vorgesehen ist, hat Rudersberg den Antrag gemeinsam mit der Stadt Welzheim gestellt, wo auch noch eine Regiorad-Station geplant ist.

Der Vertrag mit der Bahn läuft bis 2026. Über sie sind die Räder auch versichert. Kommt es zu Schäden, übernimmt die Bahn die Reparatur. Sie kümmert sich auch darum, dass genügend Räder an der Station vorhanden sind und wird im Fall einer Panne tätig. „Wenn Sie wider Erwarten liegenbleiben (das Regiorad hat unplattbare Räder), schließen Sie das Rad ab und melden das per App“, rät Ralf Maier-Geißer.

Die Gemeinde schätzt die jährlichen Kosten für die Station, sofern die Förderung gewährt wird, auf rund 5000 Euro. Hinzu kommen noch einmalig rund 2000 Euro für die Schaffung der Station.

Was sagt der Gemeinderat dazu?

„Das ist ein Angebot, das wächst. Und es ist erfolgversprechend, deshalb freut mich auch die Kombination mit Welzheim.“ Mit einem Pedelec falle der Weg hoch zur Limesstadt schließlich leichter. Wilfried Hägele, Ortsvorsteher von Steinenberg, regte an, auch in Steinenberg eine Regiorad-Station anzulegen. Schließlich seien es von dort zur Station der Wieslauftalbahn mit dem Rad lediglich fünf bis sieben Minuten. „Ich denke, wir errichten erst mal eine Station“, antwortete Bürgermeister Ahrens. Und Alexander Beck (Rudersberger Bürger) berichtete zum Regiorad: „Wenn man viel mit dem Rad unterwegs ist, merkt man, das wird von jungen Leuten gut angenommen.“

Wer am Schorndorfer Karlsplatz unterwegs ist, dem dürften die blauen Pedelecs schon aufgefallen sein. Der ein oder andere wird sie auch schon genutzt haben: Die Regioräder der Deutschen Bahn, die sich gegen eine geringe Gebühr ausleihen lassen. Mehrere hundert Mal pro Jahr wird dieses Angebot in der Daimlerstadt genutzt.

Nicht nur in Schorndorf gibt es diese seit drei Jahren angebotenen Regioräder. An mittlerweile 205 Stationen stehen in 43 Kommunen der Region Stuttgart 1500

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper