Rudersberg

Rudersberg, Berglen und Althütte investieren in mehr Trinkwasser-Sicherheit

Zweckverband
Der erste Schritt ist getan: Vertreter der Gemeinden, des Zweckverbands, des Forstreviers sowie des ausführenden Ingenieurbüros beim Spatenstich im Königsbronnwald. © Ralph Steinemann Pressefoto

Im trocken-heißen Sommer 2018 sank das Thermometer wochenlang kaum unter die 30 Grad Celsius, obendrein blieb der Regen aus. So groß war der Wasserbedarf in diesen Wochen, dass Rudersberg zeitweise seine Wassermenge aufstocken musste. Gefährdet war die Trinkwasserversorgung zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, aber die Kommune war gewarnt. Denn trocken-heiße Sommer sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Und auch der trockene April und Mai in diesem Jahr sorgten wieder für eine „ordentliche Abnahmemenge“ in der Gemeinde, so Thomas Krapf, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasserversorgung Berglen-Wieslauftal.

Wegen des Klimawandels nimmt die Trockenheit zu

Rund 30 Prozent des Trinkwassers bezieht Rudersberg aus eigenen Quellen, 70 Prozent über den Zweckverband, dem außer Rudersberg auch Berglen, Althütte, Remshalden, Schorndorf und Winnenden angehören. Der Verband ist ein reiner Fernwasserverteiler, transportiert also das Trinkwasser der Landeswasserversorgung in die Gemeinden. Bislang stehen dafür drei Hochbehälter zur Verfügung.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit steigt deren Bedeutung. Können die Gemeinden doch, wenn der Grundwasserspiegel sinkt, weniger auf Eigenwasser zurückgreifen. Wegen dieser dem Klimawandel geschuldeten Trockenheit investiert der Zweckverband jetzt in einen Neubau. Die bestehenden Behälter sollen ergänzt, genauer: der Hochbehälter Königsbronnwald erweitert werden.

Der Wasserspeicher versorgt Rudersberg, Berglen und Althütte

Dieser liegt geografisch in der Mitte zwischen Rudersberg und Althütte und versorgt neben Teilen der beiden Gemeinden auch Berglen – bislang mit einer Kapazität von bis zu 1000 Kubikmetern Wasser.

Künftig soll eine neue Wasserkammer dieses Volumen um weitere 1400 Kubikmeter aufstocken. Insgesamt wird die Anlage dann also 2400 Kubikmeter Wasser speichern können.

„Die Erweiterung war schon länger ein Thema“, sagt Raimon Ahrens, Bürgermeister von Rudersberg und Vorsitzender des Zweckverbands. Der Behälter sei nicht nur für die drei direkt damit versorgten Kommunen wichtig, er habe auch eine Zwischenspeicherfunktion, erläutert Ahrens. Je mehr Wasser dort gespeichert sei, desto schneller könne im gesamten Netz nachgeliefert und nachgefüllt werden. Aufgrund dieser Pufferfunktion sei die Maßnahme auch für die nicht direkt damit versorgten Kommunen von Vorteil.

Seit 2019 sorgt eine Pumpe für schnellere Wasserförderung

1,65 Millionen Euro wird die Erweiterung voraussichtlich kosten. Mit diesem Betrag ist auch die Sanierung des bestehenden Behälters abgedeckt, der bereits seit 49 Jahren im Einsatz ist. „Nach fast 50 Jahren kann er nicht mehr alle Bedürfnisse voll erfüllen“, so Ahrens. Auch deshalb sei die Baumaßnahme schon länger im Gespräch. Der trocken-heiße Sommer 2018 habe dann die Dringlichkeit noch einmal verdeutlicht. Bereits im vergangenen Jahr seien deshalb Pumpen installiert worden, um schneller Wasser nachfördern zu können.

Die nun begonnene Baumaßnahme wird voraussichtlich ein Jahr andauern und im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Beim Spatenstich für den Neubau unterstrich der Berglener Bürgermeister und stellvertretende Verbandsvorsitzende Maximilian Friedrich die Bedeutung des Hochbehälters für die Gemeinde Berglen - und nutzte die Gelegenheit, den Wassermeistern der Gemeinde Rudersberg für die langjährige und zuverlässige Betreuung der Zweckverbandsanlagen im Namen seiner Gemeinde zu danken.

Für den Verbands-Vorsitzenden Raimon Ahrens ist die Baumaßnahme im Königsbronnwald ein Beispiel für die gute interkommunale Zusammenarbeit. Und ein notwendiger Schritt hin zu mehr Sicherheit bei der Trinkwasserversorgung.

Im trocken-heißen Sommer 2018 sank das Thermometer wochenlang kaum unter die 30 Grad Celsius, obendrein blieb der Regen aus. So groß war der Wasserbedarf in diesen Wochen, dass Rudersberg zeitweise seine Wassermenge aufstocken musste. Gefährdet war die Trinkwasserversorgung zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, aber die Kommune war gewarnt. Denn trocken-heiße Sommer sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Und auch der trockene April und Mai in diesem Jahr sorgten wieder für eine

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