Rudersberg

Rudersberg investiert 350 000 Euro in seine Wasserversorgung

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Symbolbild. © ZVW/Hardy Zürn

Mit einer Menge von 1500 Kubikmetern ist der Wasserhochbehälter Mittelberg die zentrale Versorgungseinrichtung der Gemeinde. Von den insgesamt 14 Trinkwasserspeichern ist er der größte und versorgt den Hauptort Rudersberg sowie den Teilort Oberndorf. Der Hochbehälter bezieht Wasser vom Tiefbrunnen der Gemeinde und kann außerdem Fernwasser vom Zweckverband Wasserversorgung Berglen-Wieslauf beziehen und an die Gemeinde Althütte weiterleiten. Außerdem wird in dem Hochbehälter das Quellwasser der Jux- und Weberriedquellen eingespeist.

Seit 1964 keine grundlegenden Sanierungsmaßnahmen

Doch der 1964 gebaute Hochbehälter, an dem seitdem keine grundlegenden Modernisierungen stattgefunden haben, ist sanierungsbedürftig. Nachdem im vergangenen Jahr Schäden aufgetreten sind, hat die Gemeinde eine Untersuchung durch ein Ingenieurbüro durchführen lassen. Handlungsbedarf, so das Ergebnis der Bauzustandsbewertung, besteht demnach insbesondere bei den Wasserkammern.

„Die Kammersanierung soll ein erster Schritt sein“, sagte Kämmerer Thomas Krapf in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. „Wir werden in den kommenden Jahren weitere Behälter auf Vordermann bringen.“

Weitere Wasserhochbehälter sollen noch saniert werden

In einem Strukturgutachten für die Wasserversorgung wurden einzelne Bedarfe bereits konkret benannt. In der mittelfristigen Finanzplanung sind entsprechende Mittel verplant. Dringender Sanierungsbedarf besteht vor allem auch beim Hochbehälter Haube. Dort sind im Frühsommer bei der Behälterreinigung Schäden entdeckt worden. Die Verwaltung wird gemeinsam mit einem Ingenieurbüro nach Lösungen suchen und diese dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen. Geplant ist, die Maßnahme im Jahr 2022 umzusetzen. Die weiteren Kammersanierungen werden dann schrittweise erfolgen.

Für die Baumaßnahme am Mittelberg sind im Haushalt des laufenden Jahres bereits 350 000 Euro veranschlagt. Das sei „ein Batzen Geld“, so Krapf. Aber der Behälter würde dann auch wieder 40 Jahre halten. Insofern sei diese Investition durchaus sinnvoll.

Der Gemeinderat entschied sich einstimmig dafür, die Sanierungsmaßnahme jetzt auszuschreiben.