Rudersberg

Rudersberg will sich 2021 weiterentwickeln: Gemeinde bewirbt sich für Projekt "Der Ländliche Raum für Zukunft"

Rathaus Rudersberg
Das Rudersberger Rathaus. © Gabriel Habermann

Wohnortsnahe Gesundheits- und Pflegeversorgung, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Digitalisierung und der Klimawandel – ländliche Kommunen stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Um ebendiese Gemeinde bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen, hat das Bündnis „Ländlicher Raum“, dem neben dem Gemeindetag Baden-Württemberg weitere 16 Bündnispartner angehören, das Projekt „Der Ländliche Raum für Zukunft“ ins Leben gerufen. Der Rudersbeger Gemeinderat hat beschlossen, sich um eine Teilnahme an dem Projekt zu bewerben.

Das Projekt beinhaltet folgende Bausteine: In der ersten Phase findet ein Auftaktdialog „Zukunft vor Ort“ statt. Bei der moderierten Mitmachveranstaltung sollen verschiedene Akteure über alle möglichen Themen diskutieren und die Potenziale der Gemeinde erarbeiten. Teilnehmen könnten zum Beispiel Vereine, Schulen, Kirchen, Unternehmen, die Verwaltung und der Gemeinderat.

In der zweiten Phase sollen Zukunftslösungen gefunden werden. Vier Schwerpunktthemen, die sich in der ersten Phase herauskristallisiert haben, werden in Workshops weiterbearbeitet und fachlich begleitet. In den Workshops werden die Teilnehmer bei der Formulierung von Lösungsansätzen und der Entwicklung von Umsetzungskonzepten unterstützt.

In der dritten Phase sollen die erarbeiteten Konzepte dann tatsächlich umgesetzt werden. Die erste und zweite Phase sollen innerhalb von acht bis zehn Wochen stattfinden. Sollte die Pandemie Präsenzveranstaltungen einen Strich durch die Rechnung machen, könnten digitale Veranstaltungsformate zum Zug kommen.

Mit dem Projekt will die Gemeindeverwaltung einen Bürgerdialog anstoßen, der sich nicht auf ein spezifisches Projekt bezieht, sondern die Gemeindeentwicklung generell zum Fokus hat. Damit will sie auch der Politikverdrossenheit entgegenwirken. Der finanzielle Aufwand für die Gemeinde beläuft sich nach Angaben der Verwaltung auf höchstens 4000 Euro.

„Mir fällt es schwer, in der derzeitigen Situation über Themen, die in der Gruppe in großen Veranstaltungen beraten werden, positiv abzustimmen“, sagte CDU-Gemeinderat Robert Schuler bei der Beratung des Themas im Gremium. Er sei nicht grundsätzlich dagegen, sehe aber keinen zwingenden Bedarf, das Projekt im nächsten Jahr durchzuführen. „Ich denke, wir sind in Rudersberg sehr dynamisch unterwegs und haben viele Projekte am Laufen“, gab er zu Bedenken. „Da müssen wir nicht noch etwas Zusätzliches machen.“

„Wir müssen uns jetzt bewerben“, entgegnete Wolfgang Bogusch von der Fraktion der Rudersberger Bürger, der am Sitzungsabend als stellvertretender Bürgermeister agierte. „Das Projekt unterstützt die Anstrengungen, die wir in der Gemeinde vorgenommen haben, sehr gut. Wenn Veranstaltungen wegen Corona nicht machbar sind, werden sie verschoben.“ Er merkte außerdem an, dass die Kosten für das Projekt sich hauptsächlich auf den personellen Aufwand belaufen - und dass das Projekt langfristig wahrscheinlich eher Geld spare. Der Gemeinderat entschied sich nach kurzer Diskussion mehrheitlich für die Bewerbung zur Teilnahme an dem Projekt.

Wohnortsnahe Gesundheits- und Pflegeversorgung, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Digitalisierung und der Klimawandel – ländliche Kommunen stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Um ebendiese Gemeinde bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen, hat das Bündnis „Ländlicher Raum“, dem neben dem Gemeindetag Baden-Württemberg weitere 16 Bündnispartner angehören, das Projekt „Der Ländliche Raum für Zukunft“ ins Leben gerufen. Der Rudersbeger Gemeinderat hat beschlossen,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper