Rudersberg

Sollen Apfelbäume auf dem Spielplatz aus Sorge vor Wespen-Stichen gefällt werden?

Wespe auf Apfel
Schrecken vieler Eltern: Wespen auf Fallobst in Sandkastennähe. © minka2507/Pixabay

Verschiedene, durchaus noch gesunde, im Saft stehende Apfelbäume hat der Bauhof Rudersberg zuletzt gefällt. Immer wieder hatten sich Eltern beschwert und ihre Sorgen geäußert, weil auf dem Spielplatz Baumhalde und vor allem auf dem Spielplatz Hohlgasse, aber auch im Freibad im Spätsommer und Herbst zunehmend Wespen und andere Insekten durch die fallenden Äpfel angelockt worden waren. Eine große Menge an Äpfeln sei, so berichtet es Ortsvorsteher Rudolf Scharer auf Nachfrage, in den Sandkasten gekullert und dort liegen geblieben, wo die Kinder spielten. Direkt bei der Eröffnung des Schlechtbacher Spielplatzes vor nicht allzu langer Zeit sollen sogar direkt drei Kinder gestochen worden sein. Auf dem Spielplatz Baumhalde hätten außerdem die fallenden Früchte immer wieder die dort befindliche Kugelbahn verstopft.

Nutzerwunsch wichtig: Spieli soll genutzt werden

Allerdings, die großen Bäume trugen nicht nur alljährlich reichlich Früchte. Sie spendeten des Sommers stets auch guten Schatten. Un?d so bedauerte Bürgermeister Raimon Ahrens in der jüngsten Sitzung des Rudersberger Gemeinderats durchaus, dass die schönen und gesunden Bäume hatten weichen müssen. Dennoch hielt er das Vorgehen für richtig, hätten doch die Nutzer der entsprechenden Plätze den Wunsch schon so häufig geäußert. Gemeinderat und Arzt Peter Höschele zeigte zwar Verständnis für die Sorgen der Eltern, stellte aber dennoch den Umgang der Gemeinde damit infrage. „So lernen die Kinder ja nicht, mit Gefahren umzugehen.“ Er ist der Meinung, dass die Eltern einfach zu viel Angst hätten, sich solchen Situationen zu stellen.

Der Ersatzbaum ohne Obst muss erst noch nachwachsen

Wenigstens ergibt sich auf dem Schlechtbacher Spielplatz Hohlgasse durch das Fällen des Baumes und einen beinahe zeitgleich stattfindenden Grundstückstausch mit einem anliegenden Landwirt nun die Möglichkeit, noch eine Schaukel aufzustellen - ein langgehegter Wunsch der dortigen kleinen Nutzer. Ersatz für die gefällten Bäume wird’s natürlich auch geben. Der Ortsvorsteher versichert, dass der natürlich auch so gesetzt werden soll, dass der Schatten in den heißen Sonnenstunden auf den Sandbereich fällt.

Welche Sorte Baum es werden soll, ist noch unklar. Ortsvorsteher Rudolf Scharer will sich mit dem Forstbeauftragten kurzschließen, welcher Laubbaum angesichts des Klimawandels eine nachhaltige Wahl darstellen könnte. Der Wunsch: Ein standfester, langlebiger Schattenspender, der nicht zu langsam wächst, beschreibt Scharer den perfekten Spielplatzbaum. Denn klar ist, stattlich wird der beblätterte Neuzugang auf dem Spieli anfangs nicht gerade sein.

Auch Eschen mussten weichen

Aber nicht nur Apfelbäume mussten in letzter Zeit dran glauben. Wegen einer Pilzkrankheit mussten jetzt auf Rudersberger Gemarkung zahlreiche Eschen gefällt werden. Insbesondere in Bereichen, in denen Menschen zu Schaden kommen können. So habe entlang von Straßen, Wegen, Parkplätzen und genutzten Grundstücken akuter Handlungsbedarf bestanden, berichtete Bauamtsleiter René Schaal jetzt dem Gemeinderat. Der Krankheitsverlauf der Pilzinfektion äußert sich durch das Verwelken und frühzeitige Abwerfen der Blätter sowie durch braune Rindenverfärbungen an den Trieben. Dies führt zu einer Verlichtung der Kronenspitzen.

Verschiedene, durchaus noch gesunde, im Saft stehende Apfelbäume hat der Bauhof Rudersberg zuletzt gefällt. Immer wieder hatten sich Eltern beschwert und ihre Sorgen geäußert, weil auf dem Spielplatz Baumhalde und vor allem auf dem Spielplatz Hohlgasse, aber auch im Freibad im Spätsommer und Herbst zunehmend Wespen und andere Insekten durch die fallenden Äpfel angelockt worden waren. Eine große Menge an Äpfeln sei, so berichtet es Ortsvorsteher Rudolf Scharer auf Nachfrage, in den Sandkasten

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