Rudersberg

Volksbank investiert in den Standort Steinenberg und plant mobile Filialen

Volksbank Steinenberg
Wird auch künftig in Steinenberg präsent sein: Die Volksbank Stuttgart. © Mathias Ellwanger

Vor drei Monaten hat die Kreissparkasse ihre Filiale in Steinenberg aufgegeben. In dem Rudersberger Ortsteil hatte dies für Unmut gesorgt. Doch trotz einer Initiative des Ortsvorstehers Wilfried Hägele und des Bürgermeisters Raimon Ahrens sowie eines Appells aus der Bürgerschaft blieb die Bank bei ihrem Entschluss.

Sparkassen-Filiale ist seit Ende März dicht

Sie begründete das mit der rückläufigen Zahl der Kundenbesuche und der Tendenz zum Online-Banking. Anstelle der kleinen Filialen will die Kreissparkasse gezielt in Standorte investieren, die ohnehin von vielen Kunden besucht werden. Deshalb wurde im Zuge der Filialschließung in Steinenberg die Rudersberger Filiale zu einem „Beratungscenter“ aufgebaut.

Droht mit der SB-Filiale der Volksbank jetzt die nächste Schließung – und damit die letzte Möglichkeit, Bargeld abzuheben, wegzufallen?

Manche Steinenberger befürchteten das. Uns wurde berichtet, dass in den vergangenen Wochen häufiger kein Geld aus dem Automat kam.

Zuletzt wurden zahlreiche Volksbank-Filialen geschlossen

Vor fünf Jahren wurde die Filiale in eine SB-Filiale umgewandelt, seitdem gibt es keine Mitarbeiter mehr vor Ort. An sieben weiteren Standorten im Rems-Murr-Kreis hat die Volksbank Stuttgart das geplant – und in den drei kleineren Orten Weinstadt-Schnait, Waiblingen-Beinstein und Winnenden-Birkmannsweiler auch die Automaten abgebaut.

In Steinenberg wird das aber nicht passieren, teilt Prokurist und Regionaldirektor Uwe Butsch auf Nachfrage mit: „Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt keine Pläne, den Geldautomaten in Steinenberg zu entfernen.“ Stattdessen wird diese Woche das Gerät durch ein neues ausgetauscht. Die Volksbank investiert also in den Standort.

Ab Mitte August soll es mobile Filialen im ganzen Gebiet der Bank geben

„Ob ein Geldautomat dauerhaft an einem Standort ist, hängt stark vom Nutzungsverhalten der Kunden ab“, so Butsch weiter. Die Volksbank setzt auch weiterhin auf unterschiedliche Wege für den Kundenkontakt. Neben der Filiale und den Geldautomaten seien dies die Kundendialogcenter, sprich: der Kontakt per Telefon und E-Mail.

Ab Mitte August plant die Bank zudem die Einrichtung eines „Volksbank-Stuttgart-Mobils“. Diese mobile Filiale, so Butsch, „fährt vor allem kleinere Orte an und bietet neben Selbstbedienungsgeräten auch kleine persönliche Beratungen und Servicedienstleistungen an“.

Das Angebot befinde sich gerade noch in der Planung. Die Standorte würden in Abstimmung mit den Gemeinden im Moment geprüft.

Wilfried Hägele, Ortsvorsteher von Steinenberg, freut sich über diese Nachricht. „Ich erhoffe mir für Steinenberg, dass die Aufstellung eines neuen Automaten einen dauerhaften Bestand bedeutet.“ Für ihn ist es wichtig, dass der Rudersberger Teilort nicht von der Infrastruktur abgeschnitten wird. Gerade für die älteren Mitbürger sei es wichtig, Erledigungen nach wie vor im Ort tätigen zu können.

Der Eindruck trügt: Steinenberg wird nicht abgehängt

Der Ortsvorsteher will aber auch dem Eindruck, Steinenberg werde allmählich abgehängt, ein wenig entgegentreten. Denn nach wie vor gebe es ein für seine Größe durchaus breites Einzelhandelsangebot.

Hägele zählt auf: ein Geschäft, das Backwaren, Lebensmittel und Postdienstleistungen anbietet, ein Frisör, ein Geschäft für Wohnaccessoires und Floristik, eine Gärtnerei, eine Metzgerei, Marktstände auf dem Kirchplatz, ein Geschäft für Näh- und Strickwaren sowie ein Kunst-Atelier in Fockenberg.

Und zum Glück jetzt auch weiterhin eine Möglichkeit, Bargeld abzuheben.

Vor drei Monaten hat die Kreissparkasse ihre Filiale in Steinenberg aufgegeben. In dem Rudersberger Ortsteil hatte dies für Unmut gesorgt. Doch trotz einer Initiative des Ortsvorstehers Wilfried Hägele und des Bürgermeisters Raimon Ahrens sowie eines Appells aus der Bürgerschaft blieb die Bank bei ihrem Entschluss.

Sparkassen-Filiale ist seit Ende März dicht

Sie begründete das mit der rückläufigen Zahl der Kundenbesuche und der Tendenz zum Online-Banking. Anstelle der kleinen

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