Rudersberg

Warum die Burg Waldenstein nun doch nicht verkauft wird - und welche Änderungen trotzdem anstehen

Waldenstein
Momentan können auf der Burg Waldenstein keine Veranstaltungen stattfinden. Der Burgherr investiert aber schon einmal für die Zukunft. © Gaby Schneider

Seit Herbst 2018 stand die Burg Waldenstein oberhalb von Rudersberg zum Verkauf. Vor der Corona-Pandemie gab es dafür auch einige Interessenten, wie Reinhard Göppel, der Inhaber der Burg, unserer Zeitung vergangenes Jahr berichtete – dann hielten sich die potenziellen Käufer aber eher bedeckt. Nun ist klar: Die Burg steht erst einmal nicht mehr zum Verkauf. Stattdessen will Reinhard Göppel selbst noch einmal loslegen.

„Durch Umstrukturierungen und die Möglichkeit, erweitern zu können, haben wir uns entschieden, dass wir noch mal Gas geben“, so Göppel. Geplant sind einige Maßnahmen, die durch das Regionalentwicklungsprogramm „LEADER“ für den ländlichen Raum gefördert werden.

Eine davon ist laut Thomas Herb, dem zuständigen Rechtsanwalt, schon abgeschlossen: die Erneuerung des Daches über dem Rittersaal der Burg. „Das Dach war zwar noch dicht, aber vermoost und schon sehr unansehnlich“, so Herb. Ein Schaden habe gedroht. Das neue Dach war aber erst der Anfang von vielen Arbeiten, die bald an der Burg umgesetzt werden sollen.

Apartments werden gut nachgefragt – deshalb werden jetzt neue gebaut

„Es werden sechs neue Apartments gebaut“, gibt Thomas Herb Auskunft. Bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen auf der Burg werden diese Unterkunftsmöglichkeiten gut nachgefragt. Zwei der Apartments werden in einem schon bestehenden Apartmenthaus ausgebaut und vier weitere kommen in einem denkmalgeschützten Gebäude unter, einem früheren Wohnhaus mit Scheune das schon seit Jahrzehnten leersteht und momentan als Lager- und Abstellfläche benutzt wird.

Investiert werden soll auch in den Umbau eines Gewölbekellers, in dem dann in Zukunft wetterunabhängig Trauungen stattfinden können. Auch der Burggarten wird neu gestaltet und überdacht, um ihn wetterfester für Veranstaltungen zu machen. Zudem werden eine neue Theke und neue Fenster mit optimiertem Wärmeschutz installiert. Insgesamt kosten die geplanten Maßnahmen laut Thomas Herb voraussichtlich etwa eine halbe Millionen Euro brutto. Die Investitionen, die für das „LEADER“-Programm infrage kommen, werden mit 40 Prozent ihres endgültigen Nettobetrags gefördert.

Betrieb wurde erst umstrukturiert

„Die Maßnahmen sind noch nicht alle endgültig abgesichert, aber schon so weit gediehen, dass wir davon ausgehen können, dass es klappt“, sagt Thomas Herb. Die Förderbewilligung liege bereits vor, es gehe nun noch um Rückmeldungen zum Brand- und Denkmalschutz und von Handwerkern. An und um die Burg wird sich also voraussichtlich bald einiges ändern. Lange ist es aber noch gar nicht her, dass der Betrieb der Burg umstrukturiert wurde.

Bis 2019 betrieb Burgherr Reinhard Göppel auf dem Burggelände noch eine Gaststätte. Dann stellte er seinen Betrieb aber um und fokussierte sich hauptsächlich auf Veranstaltungen wie Krimi-Dinner, Whisky-Tastings, Theateraufführungen und natürlich Hochzeiten. Wie vielen anderen machte die Corona-Pandemie ihm seit dem Frühjahr 2020 einen Strich durch die Rechnung. Hat sich die Situation inzwischen verbessert?

„Aktuell können wir noch nicht öffnen, weil wir überwiegend größere Veranstaltungen wie Hochzeiten ausrichten“, sagt Burgherr Reinhard Göppel. Viele davon seien schon von diesem Jahr ins nächste verschoben worden, weil eine gewisse Planungssicherheit fehle. Es sei gerade für alle schwierig. „Aber nach der Corona-Zeit sind wir wieder tipptopp da und können loslegen“, so Göppel. Er geht davon aus, dass die Lage sich spätestens im nächsten Jahr wieder normalisiert.

Seit Herbst 2018 stand die Burg Waldenstein oberhalb von Rudersberg zum Verkauf. Vor der Corona-Pandemie gab es dafür auch einige Interessenten, wie Reinhard Göppel, der Inhaber der Burg, unserer Zeitung vergangenes Jahr berichtete – dann hielten sich die potenziellen Käufer aber eher bedeckt. Nun ist klar: Die Burg steht erst einmal nicht mehr zum Verkauf. Stattdessen will Reinhard Göppel selbst noch einmal loslegen.

„Durch Umstrukturierungen und die Möglichkeit, erweitern zu können,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper