Rudersberg

Was wünscht sich Rudersbergs Jugend? Gemeinde befragt jetzt alle zwischen 11 und 18

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Das Projekt soll dabei helfen, Jugendliche für die Mitgestaltung der Gemeinde zu gewinnen. Symbolfoto. © Pixabay

Was beschäftigt die Kinder und Jugendlichen in Rudersberg? Was läuft aus ihrer Sicht gut in der Gemeinde? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Und vor allem: Was wünschen sie sich von der Verwaltung? Um diese Fragen geht es bei „Jung sein in der Kommune“ (PJuK), einem Beteiligungsprojekt, das jetzt gestartet ist.

Im Rahmen des Projekts sollen die Bedarfe der jungen Bürger erfasst werden. In Zusammenarbeit mit den wichtigen Akteuren der Jugendarbeit soll auch eine Plattform zur dauerhaften Beteiligung entstehen.

Das Projekt PJuK wird mit 15 000 Euro gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration, geleitet vom Diakonischen Werk und fachlich begleitet von Petra Nonnenmacher und Benedikt Seybel vom Kreisjugendamt. Im Gemeinderat hat Nonnenmacher das Projekt kürzlich vorgestellt.

Das Projekt ist „eine Investition in die Jugend“

Bei der Jugendbeteiligung, sagte sie aus ihrer Erfahrung, seien Geduld und Mut gefragt. Wichtig dabei sei es, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und deren Themen nicht nur zu hören, sondern sich mit ihnen auch auseinanderzusetzen. Angesichts der Corona-Pandemie sei es „aktuell mehr denn je wichtig, sich für die Jugend starkzumachen“, so Nonnenmacher. Die Beteiligung sei in diesem Sinne „eine Investition in die Jugend.“

Ein wichtiges Ziel dieses Projekts sei es außerdem, bei den Jugendlichen eine positive Bindung zu Demokratie zu fördern. Dabei gehe es um die Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Also darum, dass die jungen Menschen erfahren, dass sich durch ihr eigenes Handeln Dinge ändern können. Deshalb sollten die Beteiligten auch „keine Angst vor einem Wunschkonzert der Jugendlichen“ haben. Erfahrungsgemäß gebe es dafür keinen Grund.

Briefe an alle jungen Rudersberger verschickt

Doch wie läuft dieses Projekt konkret ab? Im Moment werden Briefe an alle Menschen zwischen elf und 18 Jahren in der Gemeinde verschickt. Rund 850 sind dies an der Zahl. Darin werden sie grundsätzlich zu ihren Bedürfnissen und Wünschen befragt. „Basierend auf diesen Ergebnissen werden wir eine Ergebniswerkstatt durchführen im Juli“, sagte Nonnenmacher. Voraussichtlich wird diese hybrid, also in einer Mischung aus Präsenz- und Digitalveranstaltung, ausgerichtet werden. Im Herbst werden die dabei erarbeiteten Ideen umgesetzt und in den Wintermonaten dann bewertet und konzeptionell aufgearbeitet.

Bürgermeister Raimon Ahrens bezeichnete „Jung sein in der Kommune“ als wichtiges Projekt. „Ich bin froh und dankbar, dass wir in das Förderprogramm reingekommen sind.“ Worum geht es der Gemeinde dabei? Zum einen sollen die Bedarfe systematisch erfasst werden. PJuK soll der Kommunalpolitik dabei helfen, Entscheidungen für die Jugend zielegerichteter zu treffen. Zum anderen sollen die wichtigen Akteure vernetzt werden. Dazu zählen das Jugendhaus, Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, aber auch die Schulsozialarbeit, die Jugendarbeit bei örtlichen Kirchen und Vereinen sowie Runde Tische, lokale Fachkräftetreffen und natürlich Verwaltung und Gemeinderat.

Ein regelmäßiges Gesprächsforum ist geplant

Ahrens würde gerne eine Art „Jugendhearing“ etablieren, bei dem in regelmäßigen Abständen Kommunalpolitik, Verwaltung und Jugend miteinander ins Gespräch kommen. Davon könnten auch die Gemeinderatsfraktionen profitieren, die dadurch möglicherweise junge Bewerber für die Arbeit im Gremium finden, meinte Ahrens. Und wenn breite Schichten der Gesellschaft im Gemeinderat vertreten sind, profitierten davon letztlich alle.

Wolfgang Bogusch (Rudersberger Bürger) sagte, er freue sich auf dieses Projekt – und auf das von Nonnenmacher erwähnte Wunschkonzert. Schließlich gehe es ja darum, das herauszukitzeln, was die Jugendlichen wollen.

Chance, über Kommunalpolitik zu informieren

Frank Bossert (SPD) fragte noch nach Beispielen für Projekte, die sich aus so einer Beteiligung ergeben könnten. Nonnenmacher nannte Treffpunkte im öffentlichen Raum, Bolz- und Grillplätze oder den öffentlichen Nahverkehr. „Oft geht es aber auch lediglich um eine Information“. Nur wenige junge Menschen wüssten schließlich, an welchen Themen Verwaltung und Gemeinderat gerade dran seien.

Was beschäftigt die Kinder und Jugendlichen in Rudersberg? Was läuft aus ihrer Sicht gut in der Gemeinde? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Und vor allem: Was wünschen sie sich von der Verwaltung? Um diese Fragen geht es bei „Jung sein in der Kommune“ (PJuK), einem Beteiligungsprojekt, das jetzt gestartet ist.

Im Rahmen des Projekts sollen die Bedarfe der jungen Bürger erfasst werden. In Zusammenarbeit mit den wichtigen Akteuren der Jugendarbeit soll auch eine Plattform zur

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