Rudersberg

Wieslauftalbahn soll ab Montag (10.05.) wieder ohne Notfallplan verkehren

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Symbolfoto. © Hardy Zürn

Seit Dienstag, 27. April verkehrt die Wieslauftalbahn nur eingeschränkt zwischen Schorndorf und Oberndorf. Als Grund dafür nennt die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft (WEG), Betreiber der Bahnstrecke, eine ungewöhnlich hohe Zahl von Krankheitsfällen. Ursprünglich angekündigt war deshalb ein zweitägiger Notfallfahrplan.

Schienenersatzverkehr ist eingerichtet

Seit einer Woche verkehrt das Wiesel zumindest vormittags wieder normal, nachmittags jedoch nach wie vor im Stundentakt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen, ebenfalls im Stundentakt, ist ergänzend im Einsatz.

Aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten für Busse kann die Haltestelle Oberndorf von den Ersatzbussen jedoch nicht bedient werden. Wer von oder nach Oberndorf reisen möchte, muss auf die Busse der Linien 228 und 330 ausweichen. Außerdem fahren die Busse ab Rudersberg Nord etwas zeitversetzt zu den Fahrtzeiten der Züge.

  • Von Oberndorf verkehren die Züge ab Minute 19 Richtung Schorndorf. Der Ersatzbus startet um Minute 44 ab Rudersberg Nord.
  • Von Schorndorf verkehren die Züge Richtung Oberndorf ab Minute 50, die Busse starten um Minute 20.

Ursprünglich sollte dann ab Dienstag, 4. Mai wieder der reguläre Fahrplan gelten. Doch aktuell fährt die Bahn immer noch vormittags im Notfallmodus. Woran liegt das? Nach wie vor, so WEG-Geschäftsführer Jens-Ulrich Beck, sei die Personalsituation in den Stellwerken durch die Krankenstände angespannt. Mit dem in den vergangenen Tagen erprobten Notfallfahrplan könne man die höchste Planungsstabilität erreichen. „Die Gesundheitssituation stabilisiert sich aber gerade wieder. Deshalb gehen wir davon aus, dass das Wiesel ab Montag wieder normal verkehrt – sofern nicht noch etwas ganz Unvorhergesehenes passiert.“

Kaum Reaktionen der Kunden bislang

Die Kunden hätten übrigens mehrheitlich verständnisvoll reagiert, berichtet Beck. Lediglich am Anfang habe es vereinzelte Anrufe gegeben. Das seien aber eher Nachfragen gewesen, etwa zu den Fahrtzeiten der Ersatzbusse.

Der nach wie vor geltende Lockdown mag dazu beigetragen haben, dass es keine großen Reaktionen gab. „Es herrscht deutlich weniger Verkehr gerade. Es fehlen zum Großteil die Schüler und man merkt sehr stark den Home-Office-Effekt. Das macht so eine Notmaßnahme natürlich leichter als unter Normalzuständen“, so Beck.

Unter www.weg-bahn.de und in der Online-Auskunft des VVS ist der aktuelle Notfahrplan hinterlegt.