Schorndorf

13. Europäisches Filmfestival der Generationen: Auch Schorndorf ist dabei

BAKS
Freuen sich auf tolle Filmvorführungen ab Oktober: Monica Lindenberg-Kaiser, Simone Halle-Bosch, Sarah Bartsch, Annika Roth, Isabel Munk und Lothar Poloczek (von links). © Ralph Steinemann Pressefoto

Vom 1. Oktober bis 30. November findet bundesweit das 13. Europäische Filmfestival der Generationen statt. Insbesondere Mehrgenerationenhäuser sind eingeladen, als Veranstalter am Filmfestival teilzunehmen: Auch Schorndorf ist dabei. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben kann das Schorndorfer Familienzentrum im Mehrgenerationenhaus damit ein weiteres Angebot auffahren. „Wir wollen eine weitere Möglichkeit schaffen, gemeinsam etwas zu erleben und sich zu begegnen“, sagt Simone Halle-Bosch, Leiterin des Familienzentrums und Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses. Im Rahmen des europäischen Filmfestivals könne jeder das Film-Angebot wahrnehmen und ein bisschen „Kinoatmosphäre der anderen Art“ genießen.

Erstmals ein Kinderfilm mit im Programm des Festivals

Das Filmfestival ist eine sozio-kulturelle Veranstaltungsreihe zu zukunftsrelevanten Themen wie Alter und demografischer Wandel, Migration, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie Klimawandel. Dabei werden zudem durch moderierte Filmgespräche Dialoge zwischen den Bürgern gefördert. Dieses Jahr umfasst das Gesamtprogramm 30 Filme, davon acht Festivalpremieren, die in vielen Städten gezeigt werden. Dabei wurde das thematische Spektrum erweitert, denn erstmals steht auch ein Kinderfilm im Programm: „Max und die wilde Sieben“.

Aus der vorgeschlagenen Liste des verantwortlichen Komitees haben sich die Schorndorfer Organisatoren acht Filme ausgewählt, die laut Simone Halle-Bosch zu den Angeboten des Familienzentrums passen (siehe Termine). Dazu gehören Klassiker der letzten Festivaljahre, wie beispielsweise „Ein Mann namens Ove“, „Romys Salon“ und „Monsieur Pierre geht online“.

Im vergangenen Jahr sei der Bezirksarbeitskreis Senioren schon mit der Organisation einiger Filmvorführungen befasst gewesen, berichtet Isabel Munk vom Bezirksarbeitskreis Senioren (Evangelische Kirche). „Jetzt in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus ist es etwas einfacher, weil die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden kann.“ Schließlich müssten passende Termine und Austragungsorte gefunden werden, damit man die Vorführungen einplanen könnte. „Das hat sich alles sehr gut ergänzt“, bestätigt Annika Roth vom Schorndorfer Fachbereich Sozialplanung und Bürgerschaftliches Engagement. Auch der Verein „Die Schatzkiste“ ist mit im Boot. Bekannt für Veranstaltungen und Aktionen, die sozialen Zwecken zugutekommen, wird bei der Schatzkiste der Film „Max und die wilde Sieben“ zu sehen sein. Dieser prämierte Film über einen Jungen, der gemeinsam mit einer Seniorenclique einen Dieb fangen möchte, bietet beste Unterhaltung für Jung und Alt. „Dieses Angebot passt bei uns super mit dem sozialen Aspekt zusammen“, sagt Sarah Bartsch von der Schatzkiste. Gerade für Familien sei ein Kinobesuch oft kein günstiges Vergnügen. „Da ist das eine tolle Sache mit dem Filmfestival.“

Es geht um Themen, die jeden treffen können

Auch Filme wie „Ein Mann namens Ove“ oder „Monsieur Pierre geht online“ passen in das Konzept des Familienzentrums, sagt Halle-Bosch. Monica Lindenberg-Kaiser vom Nachbarschaftsverein und Lothar Poloczek vom „Digital Kompass“ wissen um diese Art der Unterhaltung, die gerade das ältere Publikum schätzt. „Wir schauen häufiger beim Seniorennachmittag Filme an – das hat sich bisher immer bewährt“, erzählt Monica Lindenberg-Kaiser. Sie kenne den Film „Ein Mann namens Ove“ und sagt: „Der ist super. Er gehört zwar nicht zu den neuesten Filmen, ist aber vom Inhalt her für uns Ältere sehr ansprechend. Ebenso wie ‚Monsieur Pierre geht online’, bei dem der Umgang von Senioren mit dem Internet in den Fokus rückt.“ Es gehe um Themen, die jeden betreffen – oder auch um Krankheiten, die jeden treffen können – wie beispielsweise in dem Film „Song für Marion“, eine Tragikomödie, in der die Geschichte einer im Chor singenden todkranken Seniorin und ihres mürrischen Ehemanns erzählt wird. Und dass das Angebot nicht kommerziell sei, finde sie zudem klasse, fügt Lindenberger-Kaiser an. Bewusst habe man sich die Filme ausgesucht, die die unterschiedlichen Generationen ansprechen und somit das komplette Genre abbilden.

Annika Roth ergänzt: „Der Film ‚Sein letztes Rennen’ ist mit einem unserer Bewegungsangebote verknüpft – passend zu unserem Programmpunkt: die 5 Esslinger.“ So sei alles in allem „irgendwie miteinander verknüpft und habe einen Bezug“. Alle acht Filme sollen keine eintönigen Vorführungen werden, sagt Roth. Das Schöne an dieser Veranstaltungsreihe sei, dass man nach der Ausstrahlung noch zusammenbleiben, sich austauschen oder diskutieren kann. „Das ist aber kein Muss. Man kann auch nur kommen und den Film anschauen“, betonen Simone Halle-Bosch und Annika Roth. Was den beiden außerdem wichtig ist: „Es sind zwar zum Teil tiefgründige Inhalte, aber dennoch soll es ein leichtes, heiteres Kinoerlebnis sein. Und keinesfalls soll es lehrhaft erscheinen. Jeder soll einen schönen Nachmittag oder Abend erleben.“

Zum Hintergrund

Das Festival wurde im Jahr 2010 in Frankfurt/Main und Heidelberg gegründet und erhielt aufgrund des überzeugenden Konzepts 2013 den Deutschen Alterspreis der Robert-Bosch-Stiftung. Im vergangenen Jahr fand das Filmfestival in mehr als 100 Städten und Gemeinden statt und hatte etwa 10.000 Zuschauer – davon überwiegend Personen ab 60 Jahre. Nähere Infos auf der offiziellen Internetseite: das Festival - Europäisches Filmfestival der Generationen (festival-generationen.de).

Vom 1. Oktober bis 30. November findet bundesweit das 13. Europäische Filmfestival der Generationen statt. Insbesondere Mehrgenerationenhäuser sind eingeladen, als Veranstalter am Filmfestival teilzunehmen: Auch Schorndorf ist dabei. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben kann das Schorndorfer Familienzentrum im Mehrgenerationenhaus damit ein weiteres Angebot auffahren. „Wir wollen eine weitere Möglichkeit schaffen, gemeinsam etwas zu erleben und

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