Schorndorf

160 neue Flüchtlinge kommen

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Stockbetten in der Flüchtlingsunterkunft in Urbach (Archivbild). Zwei weitere Gemeinschaftsunterkünfte sollen nun auch in Remshalden entstehen und 160 Flüchtlingen Platz bieten. © Ramona Adolf

Remshalden. Es hat sich schon länger angedeutet, spätestens seit auf einer Übersichtskarte im letzten Monatsbericht des Landratsamts 160 neu geplante Plätze für Flüchtlinge in Remshalden verzeichnet waren. Jetzt hat das Landratsamt auf Anfrage unserer Zeitung die Karten auf den Tisch gelegt: Noch in diesem Jahr werden in Remshalden zwei neue Gemeinschaftsunterkünfte mit Plätzen für bis zu 160 Menschen eröffnet. Dazu mietet der Landkreis sich an zwei Standorten ein.

Die erste Unterkunft entsteht in einem ehemaligen Bürogebäude in der Alfred-Klingele-Straße. Dieses wird umgebaut und soll dann 60 Bewohnern Platz bieten. Die Büros können laut Landratsamt zu großen Zimmern für bis zu acht Personen umgebaut werden. Die vorhandenen Sanitär-Einrichtungen werden ergänzt um einen Container mit Duschen und Toiletten. Einziehen könnten hier die Bewohner schon im August.

Der zweite Standort liegt in der Straße Oberer Wasen. Auf einer 3500 Quadratmeter großen Teilfläche eines gewerblich genutzten Geländes soll dort eine zweistöckige Containeranlage von Kärcher Futuretech entstehen, wie sie seit einiger Zeit schon beim F3 in Fellbach steht. Die Anlage soll im Spätherbst bezugsfertig sein und bis zu 100 Personen Platz bieten. Das System sei praxiserprobt, so das Landratsamt, man habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die Container werden verschiedenen Anforderungen gerecht: So können etwa zwei Zimmer zusammengelegt werden, um einer Familie mit Kindern ausreichend Platz zu bieten.

Bisher gibt es in Remshalden schon eine Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in Räumlichkeiten der Firma Imle in der Alfred-Klingele-Straße. Sie war beim Bezug im Dezember 2015 mit 150 Personen belegt. Mittlerweile leben laut Auskunft des Landratsamts dort noch etwa 120 Menschen. Das sei zu begrüßen, da es dadurch mehr Privatsphäre für die Bewohner gebe, so Pressesprecherin Martina Nicklaus. Vor einigen Monaten habe man noch mehr Plätze gebraucht. „Jetzt sind wir in der glücklichen Lage, dass wir nicht mehr in der drängendsten Not sind und das dünner belegen können.“ Einige der bisherigen Bewohner aus der Klingele-Straße seien umgezogen in andere Unterkünfte oder hätten Wohnungen gefunden.

Mitglieder des Remshaldener AK Asyl hatten immer wieder die Lebensbedingungen in der Unterkunft kritisiert, die sie für zu beengt hielten. Nicht alle Zimmer haben dort Zugang zu Frischluft.