Schorndorf

1,66 Millionen Euro gesammelt: Schorndorfer Kirchbauverein schreibt Erfolgsgeschichte

Kirchbauverein
Christof Wolfmaier und Dekanin Juliane Baur im Turm der Stadtkirche. © Gaby Schneider

Eine mehr als 500 Jahre alte spätgotische Stadtkirche mitten im Stadtzentrum: Das ist nicht nur ein naher Ort der Einkehr und ein wunderschöner Anblick, sondern auch eine große Aufgabe. Denn die Kirche muss erhalten und fortlaufend saniert werden – und das kostet viel Geld. Aus diesem Grund wurde vor 26 Jahren der Kirchbauverein gegründet. Seitdem hat er mit großem Engagement eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geschrieben. 1,66 Millionen Euro hat der Verein seinem Vorsitzenden Christof Wolfmaier zufolge in den vergangenen Jahren für die Sanierung der Stadtkirche gesammelt.

Größtes Projekt Innensanierung

1995 war der Kirchbauverein von Karl-Heinz Votteler und dem damaligen Stadtpfarrer Rolf Ulmer gegründet worden. Der Renovierungsstau war gewaltig. „Sie haben sich deshalb darüber Gedanken gemacht, wie man die Stadtkirche modernisieren kann“, sagt Christof Wolfmaier. Meilensteine der Kirchensanierung waren dann die Sanierung des Kirchturms – das Dach des Turms musste sogar zweimal renoviert werden –, die Außensanierung, die in mehreren Abschnitten über die Bühne ging, und als größtes Projekt die Innensanierung der altehrwürdigen Stadtkirche. 2015 wurde die Innenrenovierung abgeschlossen, in deren Folge sich das Ambiente der Kirche deutlich veränderte: Viel heller wirke der Innenraum seitdem, erklärt Dekanin Juliane Baur. Und weil die Kirche nun auch von außen eindrucksvoll illuminiert wird, werde sie viel mehr wahrgenommen als vorher.

Stadtkirche soll eine Bürgerkirche sein

Das passt zum Anspruch, den die Verantwortlichen der Stadtkirche verfolgen: „Die Stadtkirche soll eine Bürgerkirche und damit eine Kirche für alle sein“, sagt Juliane Baur. So kommen die Menschen nicht nur zu Gottesdiensten in der Stadtkirche zusammen. Geöffnet ist sie auch für Konzerte, Kunst- und Kulturprojekte von Schulen und anderen Veranstaltern von außen und zudem jeden Tag von 10 bis 17 Uhr für Menschen, die dort beten oder auch nur im Alltag innehalten wollen. Genau das ist für Juliane Baur ein Teil des Grundgedankens der offenen Kirche.

Tafeln mit den Namen der Geldgeber vor der Kirche

Mit zahlreichen Aktionen hat der Verein mit derzeit 168 Mitgliedern immer wieder Spenden gesammelt. Für die Kirchensanierung wurden Tassen verkauft, Weihnachtsmarktstände bespielt, Konzerte veranstaltet, Wein verkauft und Spendentafeln vergeben. Diese Tafeln im Boden außerhalb der Kirche mit den Namen von Geldgebern seien „ein dezenter Beleg für die Spende“, so Juliane Baur. Spenden werden auch weiterhin nötig sein, denn das nächste große Projekt steht schon fest: Der Verein hat sich die Anschubfinanzierung für die Sanierung des Chordachstuhls vorgenommen, erklärt Christof Wolfmaier. Rund 135.000 Euro der 700.000 Euro teuren Baumaßnahme sollen gespendet werden.

Jetzt wird das wegen der Pandemie verschobene Jubiläumsfest gefeiert

Im Zuge der Pandemie musste die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen ausfallen, nun wird die Feier im Rahmen einer öffentlichen Mitgliederversammlung am kommenden Freitag, 12. November, 19.30 Uhr, in der Stadtkirche nachgeholt. Neben den Regularien, die nur kurz abgehandelt werden sollen, stehen Grußworte aus dem Vorstand und des damaligen Stadtpfarrers Rolf Ulmer auf dem Programm. Zudem gibt es einen Rückblick in Form einer Bilderschau über die Kirchenrenovierungsprojekte der vergangenen 26 Jahre, die der Verein unterstützt hat. Kirchenmusikdirektorin Hannelore Hinderer wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen. Für die Teilnahme an der Versammlung gelten die aktuellen Corona-Regeln. Die Nachweise werden kontrolliert.

Eine mehr als 500 Jahre alte spätgotische Stadtkirche mitten im Stadtzentrum: Das ist nicht nur ein naher Ort der Einkehr und ein wunderschöner Anblick, sondern auch eine große Aufgabe. Denn die Kirche muss erhalten und fortlaufend saniert werden – und das kostet viel Geld. Aus diesem Grund wurde vor 26 Jahren der Kirchbauverein gegründet. Seitdem hat er mit großem Engagement eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geschrieben. 1,66 Millionen Euro hat der Verein seinem Vorsitzenden Christof

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper