Schorndorf

20 Jahre Barbara-Künkelin-Halle: Wie Hallenmanager Sven Pflug und Ute und Soran Assef vom Phoenix in Corona-Zeiten ein Theater-Festival auf die Beine gestellt haben

Kuenkelinhalle20a
Hallenmanager Sven Pflug (Barbara-Künkelin-Halle) und Ute Assef vom Figurentheater Phoenix. © Ralph Steinemann Pressefoto

Jubiläen haben es in diesem Jahr schwer. Sie fallen aus, finden in kleinem Rahmen statt oder werden gar verschoben. Umso erfreulicher ist das kleine, aber feine Theater-Festival, das Hallenmanager Sven Pflug zusammen mit dem Figurentheater Phoenix von Ute und Soran Assef zum 20. Jubiläum der Barbara-Künkelin-Halle da zusammengestellt haben. Insgesamt sechs Aufführungen zwischen dem 4. und 18. Oktober. Aber schon die eröffnende „Zauberflöte für Kinder“ musste ausfallen.

„Wir wollten ein Festival machen zusammen mit Halle, Phoenix und Courage“, erklärt Sven Pflug. „Das war über ein Jahr lang geplant, sehr ambitioniert, mit tollen Stücken. Schmerzlich, dass es uns so kalt erwischt hat. Nun kämpfen wir mit den reduzierten Besucherzahlen.“ Da „ziehe er den Hut vor den Assefs. Wir haben Ensembles eingeladen, die die Besten sind“.

„Festival ermöglicht Auftritte, damit wir nicht untergehen.“

Das Phoenix gehört der Kooperative Figurentheater Häuser (KOFI) in Baden-Württemberg an, die jährlich alternierend bei einem der 15 Mitglieder ein vom Land gefördertes Festival ausrichtet. Zum Hallenjubiläum diesmal in Schorndorf. Das ermöglicht in diesen Zeiten nun den kleinen Theatern, so die Assefs, „eine Möglichkeit, Auftritte zu haben, damit wir nicht untergehen. Es ist überall eine schwierige Situation. Für die kleinen Häuser ist das Spielen wichtig“. Da sei es schön, betont Sven Pflug, „Ermutigung von der Verwaltung zu haben: Macht es!“

Für Solidarität von Veranstaltern, Künstlern und Publikum

Zu den Misslichkeiten in dieser Situation gehört für Soran Assef der Zwang zur Jagd nach Fördergeldern. „Wir sind Produzenten und sollen zugleich Fördergelder akquirieren. Es ist zynisch, wie man mit den Kulturinstitutionen umspringt. Es geht nach dem Windhundprinzip: wer zuerst kommt ... Aber wir haben dazu nicht die Manpower.“ Dennoch gibt der Künstler zu: „Wir sind eigentlich in einer privilegierten Position. Man guckt, wie man sich unterstützen kann.“

Einen Gala-Abend zum Jubiläum der „Halle für alle“ wird es also nicht geben, erklärt Sven Pflug. Dazu ist ihm klar: „Ich muss auf die eine oder andere Veranstaltung verzichten." Dabei sei er ein Gegner davon, Sachen einfach ausfallen zu lassen. „Wir brauchen die Solidarität von Veranstaltern, Künstlern und Publikum!“

„Wir Künstler müssen arbeiten“, bekräftigen Ute und Soran Assef, „dann spielen wir auch für zehn Leute. Was du brauchst, ist der direkte Kontakt mit dem Publikum“.

Und am Sicherheits- und Hygiene-Konzept, das machen sowohl Pflug als auch die Assefs klar, soll diese abstandswahrende Nähe nicht scheitern.

„Unserem für Halle und Theater erarbeiteten Hygiene-Konzept kann man vertrauen: Es ist safe“, beteuert Sven Pflug. „Wir tun wirklich alles. Wir reinigen zehnmal am Tag die Geländer.“ Und Soran Assef ergänzt:  „Wir haben einen achtfachen Luftdurchsatz in der Halle. Besser kann’s gar nicht sein.“

„Dass man das Genießen in dieser Zeit nicht verliert!“

„Wir hoffen, dass, wenn wir uns an die Regeln halten, nichts schiefgehen kann. So, dass man das Genießen in dieser Zeit nicht verliert!“ Denn, so Pflug, „wir holen hier vor Ort Kultur auf einem Super-Niveau“.

Etwa mit dem bilderstarken Figurenspiel „Nix Perfekt - Der Charme des Makels“ aus Pforzheim. Oder mit den Stücken „Oh! Wo? Na da!“ (Mittwoch, 14. 10., um 10 und 14 Uhr), mit „Er ist wieder da“ (Freitag, 16.10, 20 Uhr) und schließlich mit „Jim Knopf und die Wilde 13“ (Sonntag, 18. 10., 15 Uhr).

Jubiläen haben es in diesem Jahr schwer. Sie fallen aus, finden in kleinem Rahmen statt oder werden gar verschoben. Umso erfreulicher ist das kleine, aber feine Theater-Festival, das Hallenmanager Sven Pflug zusammen mit dem Figurentheater Phoenix von Ute und Soran Assef zum 20. Jubiläum der Barbara-Künkelin-Halle da zusammengestellt haben. Insgesamt sechs Aufführungen zwischen dem 4. und 18. Oktober. Aber schon die eröffnende „Zauberflöte für Kinder“ musste ausfallen.

„Wir wollten

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper