Schorndorf

228 Mietwohnungen für Schorndorf: Bergfest im "Lederle" auf dem Breuninger-Areal

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Beim Bergfest im „Lederle“ waren nicht nur die Instone Real Estate, die R+V Lebensversicherung, die GWG-Gruppe und die Züblin AG vertreten, sondern auch OB Bernd Hornikel und EBM Thorsten Englert sowie eine ganze Reihe von Stadträten. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vor zweieinhalb Jahren waren die Abbruch-Bagger am Werk, seit November 2021 ist der Rohbau fertig, die Fenster sind eingebaut – jetzt hat der deutschlandweit tätige Wohnentwickler Instone Real Estate auf dem Breuninger-Areal zu einem verspäteten Richtfest geladen. Die Bauarbeiten liegen, darauf hat nicht zuletzt Geschäftsführerin Bianca Reinhardt Weith hingewiesen, trotz der schwierigen Corona-Jahre im Zeitplan. 60 Prozent der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro sind abgeschlossen. In der Hälfte der Häuser ist nicht nur der Estrich verlegt, sondern auch der Innenputz angebracht. Ein Teil der Klinkerfassade ist bereits zu sehen. Ende 2023 soll das Quartier fertiggestellt sein und 600 Menschen ein neues Zuhause bieten. Die 228 Mietwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 18 000 Quadratmetern in fünf so genannten Punkthäusern hat die R+V Lebensversicherung Ende 2019 gekauft. Auf den Wohnungsmarkt sollen bereits im Frühjahr 2023 Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Flächen von 25 bis 125 Quadratmetern, vier Townhäuser sowie 18-Loft-Wohnungen kommen.

„Urbanes Quartier“ und „Meilenstein in der Stadtentwicklung“

Schon jetzt ist gut zu erkennen, was hier entstehen wird: Für Oberbürgermeister Bernd Hornikel ist es ein urbanes Quartier, an das sich Schorndorf gewöhnen kann – „und auch sollte“. Für Hornikel ist es aber auch „ein Meilenstein der Stadtentwicklung in Richtung Zukunft“. In seiner Rede erinnerte er an die Geschichte der alten Lederfabrik, an die Diskussionen im Gemeinderat und in der Stadt, und an den Abbruch der alten Backsteingebäude. Wie schnell die Gebäude hochgezogen wurden, davon zeigte sich Hornikel „zutiefst beeindruckt“. Auf den Dächern könnte er sich jetzt gut PV-Anlagen vorstellen. Nach Gesprächen mit der Instone Real Estate und der für die Bestandsverwaltung und -vermietung zuständigen GWG-Gruppe Stuttgart ist er guter Dinge, dass das Projekt schnell Fahrt aufnimmt.

Die Instone Real Estate jedenfalls, das betonte Geschäftsführerin Bianca Reinhardt Weith, ist sich ihrer Verantwortung bewusst: Schließlich habe das Projekt große Bedeutung für die Stadt, für die Region und die Nachbarschaft. Darum wünscht sie sich, das sagte sie im Interview mit Moderator Michael Antwerpes, für die Zukunft „eine Quartiersgemeinschaft und dass Nachbarschaft eine Rolle spielen wird“.

Moderne Wohnungen im autofreien Quartier

Obwohl das Quartier selbst, auf einem Sahnestückchen in Bahnhofs- und Innenstadtnähe gelegen, autofrei werden soll, wird es 197 Tiefgaragenplätze geben, davon 16 mit einer Vorrüstung für Schnellladestationen, sowie 36 oberirdische Stellplätze. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind ebenfalls eingeplant. Die Wohnungen sind modern und hochwertig ausgestattet, haben Fußbodenheizung, Marken-Bäder, elektrische Rollläden und dank Glasfaseranschluss schnelles Internet.

Bei 28 Wohnungen handelt es sich um Sozialmietwohnungen, bei 21 um preisreduzierte Mietwohnungen, öffentlich gefördert nach dem Wohnraumversorgungsmodell Schorndorf. Um eine Inselbildung zu vermeiden, sollen diese übers ganze Areal verteilt werden. Geplant sind auf dem Grundstück außerdem fünf Spielplätze.

Auch ökologische Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: Für die Wärmeversorgung gibt es ein quartierseigenes Blockheizkraftwerk. Außerdem werden – auf Anregung aus dem Gemeinderat – 30 Fledermauskästen in die Fassade integriert. Für die Bauzeit gibt es Übergangskästen am Rande der Neubebauung, da Zwergfledermäuse schon in den alten Fabrikgebäuden heimisch waren.

Entlang der Heinkelstraße, von wo die neue Wohnbebauung besonders hoch und massiv wirkt, werden auf 1200 Quadratmetern mehrere Gewerbeeinheiten geschaffen. Nach hinten, Richtung Hahn’sche Mühle, sind die Gebäude niedriger und haben – statt fünf Geschossen – nur drei plus Dachgeschoss. Veränderungen gibt es auch im Vorbereich der Bahn-Unterführung: Hier entsteht ein Aufzug, über den die Mieterinnen und Mieter die Innenstadt barrierefrei erreichen können, sowie eine Freitreppe und ein Platz, der nach dem Firmengründer Christian Breuninger benannt werden soll.

Vor zweieinhalb Jahren waren die Abbruch-Bagger am Werk, seit November 2021 ist der Rohbau fertig, die Fenster sind eingebaut – jetzt hat der deutschlandweit tätige Wohnentwickler Instone Real Estate auf dem Breuninger-Areal zu einem verspäteten Richtfest geladen. Die Bauarbeiten liegen, darauf hat nicht zuletzt Geschäftsführerin Bianca Reinhardt Weith hingewiesen, trotz der schwierigen Corona-Jahre im Zeitplan. 60 Prozent der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro sind abgeschlossen.

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