Schorndorf

25 000 Euro für die Jubiläums-SchoWo

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Auch in diesem Jahr ist der Marktplatz abends ganz bestimmt wieder brechend voll während der SchoWo. Archivbild: Habermann © Habermann / ZVW

Schorndorf. Eigentlich findet 2018 die 50. SchoWo statt. Bekanntlich wurde das Jubiläum aber auf das Gartenschaujahr 2019 verschoben. Der Gemeinderat hat jetzt schon einstimmig beschlossen, dass die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro für die Jubiläums-SchoWo gibt. Ebenfalls beschlossene Sache ist der Alternativstandort Arnold-Brücke für die Jugendlichen in diesem und im kommenden Jahr.

Wegen der Umbauarbeiten für die Remstal-Gartenschau in den Schlosswallgütern und weil es 2019 dort einen zahlungspflichtigen Bereich geben wird, fällt das Gelände ums Schloss bei der SchoWo 2018 weg. Nicht ersatzlos, denn die Stadtverwaltung hat zusammen mit der Jugendinitiative Schorndorf (JIS) und einer Gruppe von 20 Jugendlichen, die sich beim Jugendforum 2017 zusammengeschlossen haben, ein Alternativangebot zusammengestellt.

Es findet Platz unter der Arnold-Brücke, die Autostellplätze dort werden als Veranstaltungsfläche zur Verfügung gestellt. Es ist geplant, Teile des Areals mit Rollrasen und Sandaufschüttungen in einen Chill-Bereich für Jugendliche zu verwandeln. Am SchoWo-Freitag und -Samstag sollen dort Schülerbands auf einer kleinen Bühne auftreten können. An den restlichen Tagen soll der Bereich als Treffpunkt für Begegnungen dienen. Wie die Stadtverwaltung in der Gemeinderatssitzung mitteilte, möchten die Jugendlichen sich selbst aktiv einbringen und gerne einige Aufgaben für die Chill-Arena übernehmen. Die Jugendarbeiter der Stadt wollen dies unterstützen und werden jeden Tag vor Ort sein.

Probelauf in diesem Jahr

Die Kosten für Bühne, Einrichtung der Chill-Area, Abschrankungen, entgangene Parkgebühren sowie Security belaufen sich auf jährlich 27 500 Euro, die die Stadt übernimmt. Es wird unter der Arnold-Brücke keine Essens- oder Getränkestände geben. Das alles ist mit der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine so abgestimmt.

In diesem Jahr findet unter der Arnold-Brücke eine Art Probelauf statt. Sollte er erfolgreich sein, sollten also die Jugendlichen diesen Standort gut annehmen, stellt die Stadt für 2019 wieder 27 500 Euro zur Verfügung. Bei der SchoWo 2020 dürften dann die Schlosswallgüter wieder eine große Anziehungskraft auf Jugendliche haben.

Kulturforum und Manufaktur haben auch 25 000 Euro bekommen

Beim Zuschuss fürs SchoWo-Jubiläum verfährt die Stadt Schorndorf gleich wie bei den runden Geburtstagen von Kulturforum und Manufaktur. Hier gab es jeweils auch 25 000 Euro als Präsent. „Das halten wir auch bei der SchoWo für richtig“, sagte Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich in der Gemeinderatssitzung. Gleichzeitig gelte es, Ausweichplätze für die Jugendlichen zu bestimmen, nachdem die Schlosswallgüter in den kommenden zwei Jahren ja nicht zur Verfügung stünden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Berger nannte die SchoWo ein „zentrales Fest unserer Stadt“. Selbstverständlich stimme die SPD für den Zuschuss. Das große Stadtfest sei im letzten Jahr „zu Unrecht in Misskredit gekommen“, dieser „Wermutstropfen von 2017“ könne „vielleicht wieder gutgemacht werden“. Wichtig sei, dass die Jugend einen Platz habe, gut sei, dass sie ihn für die gesamt SchoWo haben.

Fraktionen signalisieren grünes Licht

Die CDU begrüßt nach den Worten von Stadträtin Iris Greiner den Vorschlag der Verwaltung und „lobt die Planungen der SchoWo-Macher“. Auch die CDU-Fraktion spreche sich für den Zuschuss aus. Der Platz unter der Arnold-Brücke sei ein „denkbar guter Standort für die Jugendlichen“. Es bleibe nur zu hoffen, dass sie ihn auch „gut annehmen“. Die CDU hoffe auf einen „entspannten und friedlichen Verlauf“ der SchoWo 2018.

Zustimmung der FDP/FW-Fraktion signalisierte auch Stadtrat Kurt Mächtlen. Der Standort für die Jugendlichen sei ebenfalls gut. Er plädierte aber dafür, auch in diesem Jahr den Schlosspark zu kontrollieren, denn es kämen viele Jugendliche von auswärts und die wüssten vielleicht nicht, dass dort in diesem Jahr nichts stattfindet.

Grünen-Sprecherin Nadia Pagano sagte, auch ihre Fraktion stimme zu. Sie sprach JIS den Dank aus. Das mit dem Alternativstandort Arnold-Brücke sei schließlich ihr erstes Projekt gewesen. Oberbürgermeister Matthias Klopfer meinte, die Jubiläums-SchoWo „50+1“ werde im kommenden Jahr gefeiert. Er appellierte an die Erwachsenen, 2018 „nicht immer an der Arnold-Brücke vorbeizulaufen“. Ansonsten „freuen wir uns auf eine schöne SchoWo 2018 und auf den schöne Jubiläums-SchoWo 2019“.

Jubiläumsevent

Für das Jubiläumsevent der SchoWo 2019, das am Donnerstag nach der SchoWo stattfinden wird, gibt es schon eine ganze Reihe von Ideen: Ab dem späten Nachmittag könnte ein gemeinschaftliches Rockkonzert der Blasorchester stattfinden. Anschließend ist eine Pink-Floyd-Show geplant.

Wunsch der VG Schorndorfer Vereine wäre hierzu, dass ein extra für dieses Event eingerichteter Schorndorfer Chor die Chorpassagen, zum Beispiel bei „another brick in the wall“, übernimmt. Die Pink-Floyd-Show wird ein attraktives Highlight werden.

Den VG-Vereinen und allen, die sich seit Jahrzehnten für das Schorndorfer Stadtfest einsetzen, soll an diesem Abend Gelegenheit gegeben werden, sich und die SchoWo gemeinsam mit allen Schorndorferinnen und Schorndorfern zu feiern. Die SchoWo ist mit viel ehrenamtlichem Engagement verbunden, viele nehmen Urlaub, um die Schorndorfer Woche auf die Beine zu stellen.

Auf dem Marktplatz sollen Stehtische und Sitzsäcke aufgestellt werden, das Catering wird an Fremdfirmen vergeben.

Zusätzlich zur Veranstaltungsplanung soll die Bevölkerung schon im Jahr 2018 aufgerufen werden, ein Logo für das Jubiläumsevent zu gestalten. Während der SchoWo 2018 soll der/die Gewinner/in prämiert werden. Außerdem soll die Bevölkerung gebeten werden, Erinnerungsstücke und Fotos beizusteuern. Daraus soll eine SchoWo-Chronik in Buchform und Schaufenster-Dekoration entstehen.