Schorndorf

30 Minuten kostenlos Parken wird eingeführt

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Symbolbild. © pixabay.com/CC0 Public Domain

Schorndorf.
Die sogenannte "Brötchentaste" wird in Schorndorf eingeführt. Das bedeutet: Die ersten 30 Minuten Parken sind gebührenfrei. Wer eben nur schnell Brötchen holen möchte, muss also nichts bezahlen. Der Nachttarif, denn die Verwaltung zunächst ins Auge gefasst hatte, ist vom Tisch.

Bei der Entscheidung ist der Gemeinderat mit großer Mehrheit dem Antrag der CDU-Fraktion gefolgt. Die Brötchentaste soll nun nicht wie zunächst vorgesehen nur für 15, sondern stattdessen für 30 Minuten gelten. Außerdem soll sie auch auf die Parkplätze zutreffen, die künftigt mit einer Schranke versehen sind. Das sind dann die Parkplätze Unterer Markplatz. Archivplatz. An der Mauer und Maier am Tor.

Nicht alle Mitglieder des Gemeinderats waren jedoch mit der Neuregelung einverstanden. Gerhard Nickel (FDP/FW) hatte darauf hingewiesen, dass die Brötchentaste das Ziel, den Parksuchverkehr für die Premiumparkplätze in der Innenstadt zu reduzieren, „schon etwas konterkariert“. Grünen-Stadtrat Wilhelm Pesch hat eine 30-minütige Brötchentaste als „schlechten Aprilscherz und einen Schritt in die falsche Richtung“ kritisiert. 

OB Klopfer wunderte sich, „wie lange die Menschen brauchen, um Brötchen zu kaufen“. Begründet wurde die Forderung nach einer 30-Minuten-Regelung damit, dass 15 Minuten vor allem für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen eine zu knappe Zeitspanne seien. Eine Einschätzung, die letztendlich auch von der SPD-Fraktion geteilt wurde.


Das sagen die Fraktionen

Marcel Kühnert (SPD) stellte fest, dass Schorndorf mit dem neuen Parkraumkonzeptes faire Parkgebühren verlange. Wichtig sei es, „dass wir die Dauerparker aus der Stadt rausbringen“.

Für Gerhard Nickel, der die 30-Minuten-Brötchentaste als „eine erhebliche städtische Leistung gegenüber dem Einzelhandel“ bezeichnete, ist wichtig, „dass sich die Menschen überlegen, ob sie für einen Euro eine Stunde in der Innenstadt oder vier Stunden im Künkelin-Parkhaus parken“.

Für die Grünen ist das Parkraumkonzept laut Fraktionschefin Andrea Sieber eine gute Ergänzung zum vom Gemeinderat bereits beschlossenen Parkleitsystem. Siebers Fraktionskollege Wilhelm Pesch gab zu bedenken, dass man die Lebensqualität einer Stadt nicht an der Anzahl der Parkplätze erkenne, sondern daran, wie viele Kinder und Senioren sich auf den Plätzen der Stadt aufhielten.