Schorndorf

7000 Besucher bei "Kultur am See" in Schorndorf: Bewerbungen für 2023 schon da

Kultur am See
Das war der Auftakt zur Saison im Mai, die Band hieß „September“. © Büttner

Nach zwei Jahren Pause gab es von Mai bis September freitagabends endlich wieder Kultur am See mit „Live-Musik bei Sonnenuntergang“ im Ziegeleisebad. Und nach einem sehr heißen Sommer kann Jürgen Dobler im Gegensatz zu manch verregneten Jahren ein äußerst zufriedenes Fazit ziehen. „Wir hatten schon eine Saison, in der der ganze Mai ausfiel", erinnert sich der Programm-Macher. Anders aber diesmal. Von 17 Abenden fielen nur drei wegen schlechten Wetters, und dann ausgerechnet der letzte Abend wegen Corona-Erkrankung in einer Band, ins ansonsten erfrischende Wasser des Ziegeleisees.

Im Schnitt 500 Gäste pro Abend

Immerhin, so Doblers stolze Bilanz, „haben wir an den 13 Abenden geschätzte 7000 Besucher geholt“. Durchschnittlich also pro Konzert 500 Gäste, die die Arbeitswoche entspannt mit Musik am See ausklingen und sich dabei von der mit meist melodramatischer Pracht untergehenden Sonne eine gute Nacht wünschen ließen.

Und das auch noch bei freiem Eintritt. „An ein, zwei Abenden hatten wir sogar bestimmt über 1000 Besucher“, freut sich Dobler. „Man hat gespürt, dass die Leute wie ein trockener Schwamm sind und das Erlebnis aufsaugen.“

Die Attraktivität hat wohl nicht zuletzt mit der Vielfalt der Musikrichtungen zu tun. Und das ist zusammen mit der regionalen Herkunft der Künstler auch erklärtes Programm der Reihe.

Jürgen Dobler erinnert an das Motiv von Kultur am See. Anlass war die Kritik über die 4,5 Millionen teure Sanierung des Ziegeleiseebades, die aus Teilen der Bevölkerung kam. Die Frage war, so Dobler, „wie kriegst du Leute ins Bad, die gar nicht baden wollen? Die Bevölkerung soll sehen, dass ihr Geld gut angelegt ist.“ Es wurde eine Erfolgsgeschichte daraus. „Der Funke sprang über. Alle freuen sich jetzt, dass es die Location gibt.“

"Mach' es für jeden zugänglich"

Das Seegelände als einladend öffentlicher Ort für die gesamte Stadtgesellschaft. Auch für Badebanausen, die zugleich aber Musikfreunde sind. „Mach’ es für jeden zugänglich, verlässlich, auf einem gewissen Niveau“, war das Ziel, so Dobler. „Und dass das nach zwei Jahren wieder gegriffen hat, zeigt, wie wichtig es ist.“

Für alle Altersschichten. Für Jüngere hatte man erstmals in diesem Jahr denn auch DJ-Auftritte im Köcher. Erstaunlich war für Dobler auch das Konzert von Aron Black mit seiner „Elvis“-Show, zu der dann wiederum ein reichlich „älteres Publikum erschien“, jung gebliebene Best Ager, „die Rock’n’Roll im Petticoat getanzt haben“. Dobler amüsiert über die Ü-65-Fans: „Ich dacht’, ich seh’ nicht recht!“

„Kultur am See“ auch Ort der Inklusion

Aber nicht nur generationenübergreifend, auch als Ort der Inklusion hat sich die Reihe „Kultur am See“ erwiesen. „Behinderte aus der Diakonie Weiler gehören inzwischen zu unseren Stammgästen. Das ist ideal gelebte Integration. Das finde ich an unserer Reihe auch wertvoll.“

Bewerbungen von Bands und Musikern für nächstes Jahr sind bereits eingegangen.

Nach zwei Jahren Pause gab es von Mai bis September freitagabends endlich wieder Kultur am See mit „Live-Musik bei Sonnenuntergang“ im Ziegeleisebad. Und nach einem sehr heißen Sommer kann Jürgen Dobler im Gegensatz zu manch verregneten Jahren ein äußerst zufriedenes Fazit ziehen. „Wir hatten schon eine Saison, in der der ganze Mai ausfiel", erinnert sich der Programm-Macher. Anders aber diesmal. Von 17 Abenden fielen nur drei wegen schlechten Wetters, und dann ausgerechnet der letzte Abend

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