Schorndorf

Alarmstufe Gas: Droht eine Hallenbad-Schließung auch in Schorndorf?

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Das beheizte Außenbecken im Oskar-Frech-Bad. © Ralph Steinemann Pressefoto

Das Winnender Wunnebad hat vergangene Woche verkündet, dass das Hallenbad dort während der Sommermonate komplett geschlossen wird. Die Entscheidung resultierte aus der Ausrufung der Alarmstufe Gas durch Wirtschaftsminister Robert Habeck. Lüftung, Umwälzpumpen und Beleuchtung seien starke Verbraucher. Auch die Senkung der Temperatur des Freibadbeckens um drei Grad auf 23,5 Grad Celsius würde Energie sparen. Wären solche Maßnahmen auch in Schorndorf denkbar? Wir haben bei der Stadt nachgefragt.

Diese hält sich in ihren Antworten eher bedeckt. Auf die Frage, ob es Überlegungen gibt, auch das Schorndorfer Hallenbad zu schließen, antwortet die Pressestelle der Stadt nur: „Es wird derzeit geprüft, in welchen Bereichen wir Energie sparen können.“ Auch ob das Außenbecken im Oskar-Frech-Bad offen bleibe oder nicht, werde noch geprüft.

Könnte eine große Photovoltaikanlage helfen?

Die Energiezentrale der Bäderbetriebe unterliege einer ständigen Prüfung und werde, wo möglich, optimiert. „Die Erhöhung der Eigenproduktion über eine große PV-Anlage ist unter anderem ein Punkt, der aktuell analysiert wird“, gibt Pressesprecherin Claudia Lösler Auskunft. Bäderbetriebsleiter Jörg Bay erwähnte kürzlich im Gespräch mit unserer Zeitung die Möglichkeit, einen Teil des Parkplatzes zu überdachen und auf das neue Dach eine Photovoltaikanlage zu bauen (das schon bestehende Bad-Dach ist für die Installation einer solchen Anlage nicht geeignet) - eine Idee, von der auch die Stadtwerke schon gesprochen hatten.

Beim Thema Energiesparen hatte Jörg Bay gesagt, dass jeder einzelne Badegast mit seinem Verhalten dazu beitragen könne, den Badebetrieb langfristig aufrechtzuerhalten. Das Energiesparen fange beim Duschen an, jeder solle überdenken, wie lange oder wie viel er duscht. Wir haben deshalb noch einmal nachgefragt, wie viel Energie durch weniger Duschen tatsächlich gespart werden könnte.

Duschen eigentlich nicht kostenlos

„Im Oskar-Frech-Seebad gibt es über 50 Duschstellen“, sagt dazu die Pressestelle der Stadt. „Durch jede Dusche laufen in wenigen Sekunden einige Liter Wasser hindurch. Mit der Idee, einmal weniger auf den Duschknopf zu drücken, möchten wir die Besucher sensibilisieren, dass Duschen eben nicht kostenlos ist.“ Die vielen kleinen Maßnahmen könnten daher in der Summe auch zu einem sichtbaren Ergebnis führen.

Das Winnender Wunnebad hat vergangene Woche verkündet, dass das Hallenbad dort während der Sommermonate komplett geschlossen wird. Die Entscheidung resultierte aus der Ausrufung der Alarmstufe Gas durch Wirtschaftsminister Robert Habeck. Lüftung, Umwälzpumpen und Beleuchtung seien starke Verbraucher. Auch die Senkung der Temperatur des Freibadbeckens um drei Grad auf 23,5 Grad Celsius würde Energie sparen. Wären solche Maßnahmen auch in Schorndorf denkbar? Wir haben bei der Stadt

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