Schorndorf

Anwohner kämpfen um ihren Spielplatz im Schorndorfer Pappelweg

Spielplatz Pappelweg
Eltern und Kinder aus dem Pappelweg wollen ihren Spielplatz erhalten. © ALEXANDRA PALMIZI

Eltern, Großeltern und Anwohner sind empört: Der Spielplatz am Pappelweg soll geschlossen werden und dafür der nahe gelegene Spielplatz am Rehhaldenweg saniert werden. Doch der Plan der Stadt, den der Technische Ausschuss bereits gebilligt hat und der kommenden Donnerstag Thema im Gemeinderat ist, stößt auf breiten Widerstand. „Wir sind eine Gruppe von rund 25 Eltern, Großeltern und Anwohnern, die aufgrund der Presseberichterstattung „Schöner spielen in Schorndorf“ schockiert waren, dass die Stadt Schorndorf die Zerstörung unseres Spielplatzes Pappelweg plant“, sagt der Sprecher der Gruppe, Stephan Schlotz. Fassungslos seien sie gewesen, dass der Technische Ausschuss dem Vorhaben ohne jegliche Bürgerbeteiligung zugestimmt habe.

In der Zwischenzeit haben die Anwohner ein Bürgerbegehren für den Erhalt ihres Spielplatzes gestartet. In der Nachbarschaft werden Unterschriften gesammelt, auch in den Kindergärten liegen Listen aus. Fakt ist für die Gruppe, dass der seit 50 Jahren bestehende Spielplatz für das Zusammenleben in der Röhrachsiedlung unersetzlich ist. Der Spielplatz Rehhaldenweg sei aufgrund der Topografie und seiner Distanz keine adäquate Alternative und besonders für Familien mit Kleinkindern aus dem oberen Teil der Röhrachsiedlung keine akzeptable Option. Gerade kleinere Spielplätze seien Plätze der Begegnung und Integration. Trotz weniger Spielgeräte biete der Spielplatz Pappelweg mit dem Wäldchen und den großzügigen Freiflächen ein einmaliges Angebot für Kinder und Jugendliche, sei ein Treffpunkt für die Bewohner und für Kindergartengruppen aus Schorndorf. Als spaltend und gegenseitige Ausspielen von Bewohnern empfinden die Anwohner, dass der Spielplatz im Rehhaldenweg auf Kosten des Platzes im Pappelweg saniert werden soll.

Wie berichtet, hatte die Verwaltung im Technischen Ausschuss eine Konzeption für die Zukunft der Spielplätze in der Stadt vorgelegt. Alle 48 Spielplätze waren geprüft worden, wobei die Kriterien für die Spielplatz-Konzeption nicht nur die Lage und Ausstattung waren, sondern auch die Abdeckung von Spielplätzen in der Stadt. Eines der Fazits der Verwaltung war das Aus für den Platz am Pappelweg und der Erhalt des Platzes am Rehhaldenweg, weil dieser aufgrund seiner zentraleren Lage im Wohngebiet und wegen der topografischen Verhältnisse geeigneter erschien. „So ein Paket ist was Gutes“, konstatiert Stephan Schlotz, Vater zweier Kinder, die den Spielplatz fast täglich besuchen und ihn lieben. Es könne aber nicht sein, dass der eine Spielplatz plattgemacht und der andere erhalten werde. „Das ist unfair“, findet Schlotz.

Ohne Auto zum Spielplatz

So sieht es auch sein Mitstreiter Gerhard Schmid-Bleile, der seit 1999 im Pappelweg wohnt. „Ich bin ziemlich empört, dass überhaupt der Gedanke aufgekommen ist, diesen gut besuchten Spielplatz zu schließen, und in welcher Windeseile das über die Bühne gehen sollte“, sagt der ehemalige Sozialpädagoge und dreifache Opa. Schon allein deswegen engagiere er sich für den Erhalt. Um den Spielplatz kämpft auch Anna Katharina Schmid, Mutter einer dreijährigen Tochter. Der Weg zum Spielplatz sei kurz, argumentiert sie. Wer ihn mal kurz besuchen will, benötige kein Auto, was der Umwelt sehr zugutekomme. Ältere Kinder könnten auch alleine auf den Spielplatz gehen. Und Kinder gebe es viele in der Siedlung, betont sie, da gerade ein Generationswechsel stattgefunden habe. Durch diesen Spielplatz sei es möglich, die Eltern und Kinder der Siedlung kennenzulernen, was durch die momentane zentrale Kindergartenplatzvergabe sonst nicht stattfinden könnte.

Ihren Widerspruch haben die Anwohner inzwischen auch im Rathaus vorgetragen, und wie es aussieht, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bürgermeister Thorsten Englert will sich vor Ort über die Situation informieren. „Wahrscheinlich werde ich im Gemeinderat einen Vergleichsvorschlag machen“, sagt er auf Anfrage der Zeitung. „Dieser Ärger lohnt sich nicht.“

Eltern, Großeltern und Anwohner sind empört: Der Spielplatz am Pappelweg soll geschlossen werden und dafür der nahe gelegene Spielplatz am Rehhaldenweg saniert werden. Doch der Plan der Stadt, den der Technische Ausschuss bereits gebilligt hat und der kommenden Donnerstag Thema im Gemeinderat ist, stößt auf breiten Widerstand. „Wir sind eine Gruppe von rund 25 Eltern, Großeltern und Anwohnern, die aufgrund der Presseberichterstattung „Schöner spielen in Schorndorf“ schockiert waren, dass die

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper