Schorndorf

Auf dem Schorndorfer Marktplatz: Hilfe für Menschen, die nicht lesen können

Vollmarschule Weinstadt
Wer nicht lesen kann, muss sich nicht genieren, denn es betrifft viele: Etwa 3000 Menschen in Schorndorf sind des Lesens nicht richtig mächtig. © Alexandra Palmizi

Rund 3000 Schorndorferinnen und Schorndorfer können nicht richtig lesen. Dabei handelt es sich um Erwachsene, die zwar mündlich sprechen können, es aber beispielsweise nie gelernt haben, Deutsch zu verschriftlichen. Um auf die Situation dieser Menschen und auf eventuelle Hilfsangebote aufmerksam zu machen, ist das Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Schorndorf am Donnerstag, 8. September, von 11 bis 13 Uhr mit einem Infostand auf dem Marktplatz zu Gast.

In diesem Rahmen werden auch die konkreten Hilfsangebote in der Stadt vorgestellt: Um Erwachsene beim Lesen- und Schreibenlernen zu unterstützen, findet so zum Beispiel mittwochs von 15 bis 17 Uhr das Lerncafé statt. Es gibt zudem einen permanenten Bestand an Büchern in einfacher Sprache, die ausgeliehen werden können. Um Kinder für das Lesen zu begeistern, bietet das MGH-Familienzentrum den Leseclub an.

Gemeinsam geht's leichter

Dort wird gemeinsam gelesen, gespielt und gebastelt, immer freitags von 15.30-17.30 Uhr. Wer Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Anträgen hat, kann die Unterstützung der ehrenamtlichen Ausfüllhilfe in Anspruch nehmen. Anmeldungen dafür werden telefonisch unter 0 71 81/88 77 00 angenommen.

Außerdem gibt es noch ein ganz spezielles Angebot in der Stadtbücherei: Es richtet sich auch an Menschen, für die das Lesen keine große oder sogar eine schwierige Rolle spielt. Anlässlich des Weltalphabetisierungstages stellt die Büchereileiterin Marianne Seidel am Dienstag, 13. September, um 18 Uhr verschiedene Angebote vor. Sie zeigt Bücher in einfacher Sprache, die für Erwachsene besonders leicht zu lesen sind. Diese eignen sich dazu, besser lesen zu lernen. Das ist interessant für Menschen mit deutscher Muttersprache und für Deutschlernende.

Bei Sehschwäche können E-Books helfen

Wenn die Sehkraft nachlässt, helfen zudem Bücher in Großdruck. Denselben Effekt kann man mit E-Books auf dem E-Book-Reader erzielen, denn hier lässt sich die Schriftgröße anpassen. Für Sehbehinderte gibt es in der Stadtbücherei ein Bildschirmlesegerät. Es verfügt über verschiedene Einstellungen, die das Erkennen von Schrift erleichtern. Das hilft beispielsweise, wenn Kleingedrucktes im Beipackzettel entziffert werden muss.

Die Führung ist kostenlos und richtet sich neben Betroffenen auch an Multiplikatoren, die die genannten Personengruppen unterstützen. Sie findet in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Schorndorf statt. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Rund 3000 Schorndorferinnen und Schorndorfer können nicht richtig lesen. Dabei handelt es sich um Erwachsene, die zwar mündlich sprechen können, es aber beispielsweise nie gelernt haben, Deutsch zu verschriftlichen. Um auf die Situation dieser Menschen und auf eventuelle Hilfsangebote aufmerksam zu machen, ist das Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Schorndorf am Donnerstag, 8. September, von 11 bis 13 Uhr mit einem Infostand auf dem Marktplatz zu Gast.

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