Schorndorf

Ausbau der Oskar-Frech-Straße in Schorndorf: Bekommt Weiler eine Lärmschutzwand?

WeilerFrechstrasse
Die Oskar-Frech-Straße wird ausgebaut und später an die B29 angeschlossen. © Gaby Schneider

Schorndorfs zweitgrößter Arbeitgeber, die Oskar Frech GmbH, baut in Weiler ein neues Zentrallager für Logistik und Versand. Im Zuge dieses Baus soll die Zufahrtsstraße zur Firma ausgebaut und später über die Querspange direkt an die B29 angeschlossen werden. Das sorgt für mehr Verkehrslärm im nahe gelegenen Wohngebiet. Nun will die Stadt prüfen, ob der Bau einer Lärmschutzwand mit integrierter PV-Anlage möglich ist.

Wohngebiet vor Lärm schützen und gleichzeitig Sonnenstrom ernten 

Im Zuge des Hallenbaus soll die Zufahrtsstraße zu Frech ausgebaut und in einem ersten Bauabschnitt soll die Oskar-Frech-Straße entlang der Bahnlinie weitergeführt werden. Diese Straße wird im kommenden Jahr erweitert und endet fürs Erste auf dem Frech-Grundstück. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Straße dann an die B29 angeschlossen.

Dieser Abschnitt soll zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden. Der dafür nötige Bebauungsplan wird aktuell erstellt. Den Stadträten aus der Fraktion Grüne Liste Schorndorf (GLS) fehlten im Antrag der Verwaltung allerdings wichtige Punkte. In einem Änderungsantrag brachten sie bei der Sitzung des Gemeinderats zwei neue Vorschläge ein.

„Die neue Zufahrtsstraße in der Unteren Breite ist sinnvoll, auch wenn sie einen Eingriff in die Natur darstellt“, so der GLS-Sprecher Werner Neher. Denn der Ausbau führe dazu, den Lkw-Verkehr aus der Schorndorfer Straße fernzuhalten. Außerdem könne die Straße nicht nur von Frech, sondern auch von der Firma Mucz sowie Gönnewein genutzt werden. Allerdings entstehe mit dem vielen Verkehr auch mehr Lärm im nahe gelegenen Wohngebiet. Daher sei es notwendig, entlang der Südseite der Straße eine Lärmschutzwand zu bauen.

Um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, so der Vorschlag der GLS, soll diese mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. So könne die Stadt gleichzeitig Sonnenstrom ernten. Eine Lärmschutzwand zu bauen, macht aus Sicht der Verwaltung aber erst im zweiten Abschnitt Sinn, wenn die Oskar-Frech-Straße über die Querspange an die B29 angeschlossen wird. Das erklärte Klaus Konz, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement. Da der Gemeinderat aber erst einmal über den ersten Bauabschnitt abstimmte, sei es sinnvoll, diese Diskussion erst später zu führen.

OB verspricht zu prüfen, GLS zieht Antrag zurück

GLS-Vorsitzender Werner Neher bat die Verwaltung trotzdem, im Vorfeld zu klären, ob eine PV-Lärmschutzwand gebaut werden kann. OB Bernd Hornikel versicherte ihm, das in die Planung miteinzubeziehen. Das begrüßte unter anderem auch Gerhard Nickel, Vorsitzender der FDP/FW-Fraktion, und wies auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 hin.

Außerdem soll das Abwasser an der neuen Straße, geht es nach der GLS, nicht wie geplant über eine Mischkanalisation, sondern über eine ökologisch wertvollere Grünmulde ablaufen. Das sind begrünte Gräben am Wegesrand, in denen Regenwasser auf natürlichem Weg ablaufen kann. Das Abwasser auf diese Weise ablaufen zu lassen, ist laut Klaus Konz aber nicht möglich. Das habe ein geologisches Gutachten ergeben.

Der Boden lasse schlicht keine Versickerung zu. Auch die nahe gelegene Bahnlinie erschwere ein ordentliches Ablaufen des Regenwassers. Weil OB Bernd Hornikel der Grünen Liste versprach, auch diesen Punkt erneut prüfen zu lassen, zog die Fraktion ihren Antrag zurück. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den ersten Bauabschnitt.

Schorndorfs zweitgrößter Arbeitgeber, die Oskar Frech GmbH, baut in Weiler ein neues Zentrallager für Logistik und Versand. Im Zuge dieses Baus soll die Zufahrtsstraße zur Firma ausgebaut und später über die Querspange direkt an die B29 angeschlossen werden. Das sorgt für mehr Verkehrslärm im nahe gelegenen Wohngebiet. Nun will die Stadt prüfen, ob der Bau einer Lärmschutzwand mit integrierter PV-Anlage möglich ist.

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