Schorndorf

Batterie-Trend: Schorndorfer Firma Akku Power mischt mit und baut neuen Hauptsitz

Firma Akku Power
Thomas Künkel, Anja Bech, Klaus Röser, Martina Krüger, David Bech, Christian Boob (von links) auf der Baustelle in der Gottlob-Bauknecht-Straße. © Benjamin Büttner

Das Schorndorfer Unternehmen „Akku Power“ baut derzeit seinen neuen Hauptsitz in der Gottlob-Bauknecht-Straße, direkt neben der Firma Emil Löffelhardt. Im Jahr 2022 soll hier der Arbeitsplatz von über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein. Bei einem symbolischen Spatenstich hat Geschäftsführer David Bech über seine Pläne und die Trend-Branche gesprochen.

Angefangen hat Akku Power 1991 mit einer Handvoll Leuten. David Bechs Vater hat das Unternehmen ursprünglich gegründet. Damals startete es als kleiner Akteur im Bereich der Elektrowerkzeuge. Die Akkus steckten hauptsächlich in Akkubohrern und anderen Elektrowerkzeugen. Heute befinden sich die Batterien des Unternehmens auch in E-Rollern, Staubsaugern, Industriemaschinen und sonstigen Gerätschaften. In den vergangenen Jahren gab es einen echten Batterie-Trend. Manch einer spricht sogar von einem Hype, der ausgebrochen sei und wohl auch noch andauern werde. Während früher in nur wenigen Produkten ein kleiner Akku steckte, sind sie heute aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken, nicht nur wegen der immer stärker werdenden E-Mobilität.

Die Batteriebranche boomt in Deutschland

Seit Jahren steigt der Umsatz der Batteriebranche. Laut Statistischem Bundesamt belief sich der Umsatz der Branche in Deutschland 2005 noch auf 1,77 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es bereits 4,65 Millionen Euro. Das Wort Hype oder Trend nimmt Bech selbst nicht in den Mund. Er drückt es so aus: „Insgesamt wachsen wir kontinuierlich.“ Der Umsatz sei nur in diesem Jahr coronabedingt wenige Prozentpunkte unter dem vorigen Jahr gewesen, so der Geschäftsführer. Insgesamt gehe es ihm vor allem um ein gesundes Wachstum.

Akkus für Elektroautos will er auch künftig nicht entwickeln und herstellen. Das Unternehmen habe sich vielmehr auf „innovative Nischenprodukte spezialisiert“, sagt Bech. Außerdem gehörten zu der Technik die entsprechenden Ladetechniken. Nicht nur der Akku allein werde von seinem Unternehmen entwickelt. Dazu gehören gleich mehrere Standorte in Europa. In Schorndorf ist nicht nur der Hauptsitz, hier werden auch Produkte in niedrigen Mengen produziert, Akkus in höherer Stückzahl werden im Werk in Tschechien gefertigt, erklärt der Geschäftsführer.

Es ist ein symbolischer Spatenstich, zu dem die Firma auf das neue Gelände, zwischen Emil Löffelhardt, Werner Formen und Anlagenbau Oesterle, geladen hat. Bereits Anfang des Jahres begannen die Arbeiten vor Ort. Schon Ende des Jahres soll hier die Schorndorfer Produktion sein, im Frühjahr kommenden Jahres soll auch der Hauptsitz umziehen.

Noch bitter in Erinnerung: Ein Großbrand mit einem Sachschaden von 1,5 Millionen Euro

In Schorndorf gab es für das Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht nur positive Momente. Im April 2019 musste das Unternehmen einen heftigen Schlag einstecken. Auf dem bisherigen Gelände gab es einen Großbrand. Über 80 Feuerwehrleute mussten damals ausrücken. Weil sich in Akkus teils giftige Inhaltsstoffe befinden, musste außerdem das Löschwasser gesichert und überprüft werden. Die Verunsicherung war entsprechend groß. Ein Gutachten kam damals schließlich aber zum Schluss, das Wasser sei kaum kontaminiert und dürfe deshalb in der Kläranlage entsorgt werden. Der Sachschaden belief sich damals auf 1,5 Millionen Euro. Die genaue Ursache des Brandes konnte abschließend aber nicht geklärt werden, so David Bech. Er gehe aber nicht davon aus, dass ein Akku das Feuer ausgelöst hat. Noch immer kann die Halle, die damals in Brand geriet, nicht genutzt werden. Sie befindet sich noch immer im Aufbau. Das zerstörte Gebäude und der derzeitige Sitz des Unternehmens in der Paul-Strähle-Straße, ganz in der Nähe der B 29, soll aber auch künftig in der Hand der Firma bleiben, so Bech.

Während er über die Pläne von Akku Power spricht, sind einige Arbeiter auf der Baustelle zugange. Der Neubau lässt sich bereits erahnen, einige Wände stehen schon. Hinter dem entstehenden Bau gibt es noch eine große freie Fläche, ein Pluspunkt für diesen Standort, so Bech. Sollte das Unternehmen weiter wachsen, so habe es hier genug Möglichkeiten, sich zu vergrößern.

Das Schorndorfer Unternehmen „Akku Power“ baut derzeit seinen neuen Hauptsitz in der Gottlob-Bauknecht-Straße, direkt neben der Firma Emil Löffelhardt. Im Jahr 2022 soll hier der Arbeitsplatz von über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein. Bei einem symbolischen Spatenstich hat Geschäftsführer David Bech über seine Pläne und die Trend-Branche gesprochen.

Angefangen hat Akku Power 1991 mit einer Handvoll Leuten. David Bechs Vater hat das Unternehmen ursprünglich gegründet. Damals

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