Schorndorf

Besucher der Schorndorfer Stadtbücherei spenden für die Tafel Schorndorf

Tafel Ukraine
Die Beteiligten freuen sich über die Spenden für die Tafel. © Gabiel Habermann

„Da ist eine ganze Menge zusammengekommen“, freut sich Renate Frank vom Schorndorfer Tafelladen. Auf einem Tisch in der Stadtbücherei stapeln sich unter anderem Mehl- und Zuckerpäckchen, Nudeln, Reis und Konservendosen, Kaffee, Bulgur, Speiseöl und Essig. Dazu noch in Kisten jede Menge Hygieneartikel. In Deutschland wirft jede Person pro Jahr durchschnittlich 57 Kilo an Lebensmitteln in den Müll.

Das sind insgesamt rund zwölf Millionen Tonnen alleine in Deutschland. Gleichzeitig sind viele Menschen von Armut betroffen und auf die Hilfe von Tafelläden angewiesen. Die Bibliotheksbesucherinnen und -besucher der Stadtbücherei haben in den vergangenen Monaten für die Tafel Schorndorf gesammelt.

Die Verantwortlichen des Nachhaltigkeitsprojekts in der Stadtbücherei, Larissa Marcuccitti und Katja Stüber (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste), erläutern, was ihnen dabei am Herzen liegt: Im Jahr 2022 stellt die Stadtbücherei die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in den Mittelpunkt. Diese werden auch „SDGs“ (Sustainable Development Goals) genannt. Die Stadtbücherei informiert mit Ausstellungen, Kooperationen und Workshops über diese Ziele, die allen Menschen ein Leben in Würde ermöglichen sollen. Die erste Ausstellung befasste sich mit den Zielen „SDG1: Keine Armut“ und „SDG2: Kein Hunger“.

Ansätze für die Nachhaltigkeit seien überall zu finden und könnten im Kleinen beginnen. In der aktuellen Ukraine-Lage sei die Hungersnot wieder greifbarer denn je. Das weiß auch Renate Frank, die den Tafelladen seit mehr als zwölf Jahren gemeinsam mit Helmut Topfstedt führt. Rund 45 Mitarbeiter, zum größten Teil ehrenamtliche, unterstützen die beiden. „Mitunter ist es stressig und die Kunden sind manchmal nicht einfach“, berichtet Renate Frank, die erstaunt ist, wie viel für die Tafel von den Lesefreunden in der Bibiliothek gespendet wurde. Sehr dankbar sei man für solche Aktionen: „Es ist toll, dass man damit auf uns zugekommen ist, sonst sind wir es, die betteln müssen“, sagt Frank.

Ukraine-Flüchtlinge im Tafelladen

Ob in den vergangenen Jahren die Bedürftigkeit in Schorndorf zugenommen hat? Renate Frank erwähnt die dramatische Flüchtlingszuwanderung 2015/2016: „Das hat man schon gemerkt.“ Natürlich gebe es auch in der Daimlerstadt Menschen, die die Hilfe der Tafel benötigen: „In dieser Zeit der Flüchtlingszuwanderung sind manche älteren Schorndorfer weggeblieben, weil sie Angst hatten, wenn mehrere Flüchtlinge im Laden standen.“ Das habe sich aber mittlerweile wieder gelegt, sagt Frank. Aktuell habe die Tafelladen-Betreiberin schon die Bundestafel angeschrieben, um den Flüchtlingen aus der Ukraine eine „Dokumentenschlacht“ zu ersparen. „Sie dürfen mit ihrem ukrainischen Pass zu uns kommen. In dieser Woche war schon eine Familie da, die wir eingekleidet haben.“

„Da ist eine ganze Menge zusammengekommen“, freut sich Renate Frank vom Schorndorfer Tafelladen. Auf einem Tisch in der Stadtbücherei stapeln sich unter anderem Mehl- und Zuckerpäckchen, Nudeln, Reis und Konservendosen, Kaffee, Bulgur, Speiseöl und Essig. Dazu noch in Kisten jede Menge Hygieneartikel. In Deutschland wirft jede Person pro Jahr durchschnittlich 57 Kilo an Lebensmitteln in den Müll.

Das sind insgesamt rund zwölf Millionen Tonnen alleine in Deutschland. Gleichzeitig sind

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper