Schorndorf

Blasmusikfestival: Das erwartet die Besucher

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Gewiss keine kleine: Die Stadtkapelle Welzheim. © Ramona Adolf
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Auch nicht schlecht: Die Unterweissacher. © Privat

Plüderhausen. Kapellen wie einst im Mai gibt es jetzt am kommenden Donnerstag beim fünften Blasmusikfestival im Zelt der Plüderhäuser Festtage. Fast ist es ein Gegenmodell zum Blech-Duell des SWR 4. Dort treten wendige, trendige Fregatten an, am Donnerstag aber obsiegen die Panzerkreuzer mit ganz viel Blech.

Archiv-Video: Impressionen von Blasmusikfestival 2014.

Wer kommt, bekommt garantiert das: einen satten, sonoren, honorigen Sound aus vollem Brass. Man schaue sich nur die Welzheimer Formation an, siehe unten, oder die Unterweissacher. Mannen und Maderl fast ohne Zahl, als ob sich ein ganzer Jahrgang im Ort des gemeinsamen Musizierens verschrieben hätte.

Heuer dabei sind außer den schon Genannten die Haubersbronner Dorfmusikanten und der Musikverein Reichenberg aus dem Blasmusikverband Rems-Murr. Aus dem Ostalb-Gäu kommt der Musikverein Leinzell, mit 40 Musikern auch kein kleiner. Aus dem Raum Göppingen dabei ist der Musikverein Ebersbach, der gleich 45 Mannen schickt. Der Musikverein Cannstatt aus dem Verband Stuttgart/Filter bringt nur 35 Leute auf die Bühne, die aber schauen alle auf den Stab einer Frau: Sophie Pope.

Mengenmäßig kann niemand mit den Welzheimern mithalten. Da sind es 55 Gezählte. Es handelt sich ja auch um den ältesten Musikverein im ganzen Kreis, er hat wahrlich Ruf, Schall und Klang zu verlieren.

Und er ist schon Stammgast beim Remstäler Gegenstück zu dem, was einst die Göppinger angefangen haben: Blasmusiker aus verschiedenen Himmelsrichtungen an einem Abend zu konzentrieren in einem Zelt. Dazu einen gescheiten Moderator zu holen, der Freundliches sagt und nicht Frivoles. Es ist in Plüderhausen mal wieder Michael Branik vom SWR.

Blech total. Mit den sieben Kapellen ist es noch nicht getan. Die Arge Plüderhäuser Festtage im Zusammenspiel mit dem Musikverband Rems-Murr holt eine internationale Nummer zudem auf eine der beiden Bühnen.

Es handelt sich um das Puhacki Okestar Lovran aus Istrien, Kroatien, das selbst Ausrichter spielt eines internationalen Festivals.

Wem dann noch nicht die Ohren klingeln, dem laufen alsbald die Augen über. Ein „prächtiges Großfeuerwerk“ verspricht Hartmut Bay zum Finale. Er, der Werber und Macher der Feststage, muss es wissen, er ordert es schließlich.

Stargast Blasorchester Lovran

Beginn ist am Donnerstag, 21. Juli, um 18 Uhr im Festzelt an der Rems in Plüderhausen. Das Festival bildet zugleich den Auftakt der Plüderhauser Festtage.

Der Stargast, das Blasorchester Lovran aus Kroatien, wurde 1912 gegründet und bietet ein vielfältiges und modernes Repertoire. Mit einer guten Kombination aus traditioneller heimischer Musik, Jazz, modernen Hits und klassischen Werken präsentiert sich das Orchester mit einem breit gefächerten Unterhaltungsprogramm. Für die Ausbildung von Nachwuchsmusikern wurde ein einzigartiges Konzept entwickelt, heißt es. Die Kroaten spielen mehrere Male im Zelt.