Schorndorf

Blitzer-Bilanz in Schorndorf: Raser mit Tempo 112 in der 50er-Zone erwischt

BlitzerSchornbach
Der Blitzer in der Vorderweißbucher Straße © Gaby Schneider

Der Blitzer an der Weißbucher Straße in Schornbach ist für manche ein echtes Hass-Objekt. Im Januar dieses Jahres war er an der Ortseinfahrt installiert worden – aus Verkehrssicherheitsgründen wie Jörn Rieg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung bei der Stadt, damals sagte – und schon kurz darauf zweimal überpinselt worden. Gut ein halbes Jahr später lässt sich schon mal eins festhalten: Die Säule steht da nicht zu Unrecht, nicht wenige Autofahrer und Autofahrerinnen sind tatsächlich viel zu schnell unterwegs.

Den Führerschein war er für zwei Monate los

Rund 3500 Verstöße wurden in den ersten Monaten von Ende Januar bis 30. Juni registriert. Spitzenreiter war ein Autofahrer in Richtung Vorderweißbuch mit 112 Kilometer in der Stunde – 50 sind an dieser Stelle erlaubt. Die Folge: Der Fahrer musste für zwei Monate seinen Führerschein abgeben, bekam zwei Punkte und musste außerdem eine Geldbuße von 560 Euro zahlen. Und in der anderen Richtung? Richtung Schorndorf war der Schnellste mit 98 Stundenkilometern unterwegs, was ihn 400 Euro kostete und ihm zwei Punkte sowie einen Monat Fahrverbot einbrachte.

Auch nach den ersten Monaten blieben die Zahlen hoch

Kein Wunder, dass die Einnahmen der Stadt an diesem Blitzer besonders hoch sind. Rund 112.000 Euro mussten die Raser Richtung Berglen bis zum 30. Juni an Bußgeldern zahlen. Ortseinwärts waren es rund 44.000 Euro. „Die ersten Monate waren Spitzenreiter“, resümiert Jörn Rieg.

Aber auch danach habe es sich gezeigt, dass die Zahlen massiv hoch bleiben, vor allem ortsauswärts Richtung Berglen. Zum Vergleich: Beim Blitzer an der Göppinger Straße zahlten zu schnelle Fahrer im selben Zeitraum ortsauswärts rund 34.000 Euro an Bußgeldern, Richtung Stadtmitte waren es rund 9100 Euro.

Im Zuge der geplanten Bauarbeiten am Schorndorfer Krankenhaus wurde vor kurzem der Blitzer an der Schlichtener Straße versetzt. Wie berichtet, soll das Klinikum an der Schlichtener Straße einen Erweiterungsbau bekommen. Die Blitzersäule, die wegen der besonderen Gefährdung aufgrund von Lkw aufgestellt worden war, wurde auf die andere Straßenseite versetzt.

Vor allem bergab in Richtung Stadtmitte hat die Stadt einen Gefährdungsschwerpunkt durch die vielen Laster, Radfahrer zum Schulzentrum und Fußgänger zum Krankenhaus festgestellt, so Jessica Pulzer, Sachgebietsleiterin Verkehr bei der Stadt. Am 1. September soll die Geschwindigkeitsmessung wieder in Betrieb gehen. Dass die Fahrer am Krankenhaus eher Richtung Stadtmitte aufs Gas drücken, zeigen auch klar die Zahlen: Dort kamen im ersten Halbjahr Bußgelder in Höhe von rund 37.000 Euro zusammen. Ortsauswärts in Fahrtrichtung Schlichten waren es rund 8900 Euro.

Die meisten Verstöße an der B 29

Die meisten Einnahmen spülen allerdings noch immer die Blitzer an der B 29 in die Stadtkassen: Im ersten Halbjahr zahlten die schnellen Fahrer in Fahrtrichtung Aalen rund 187.000 Euro, in die Gegenrichtung 380.000 Euro. Dort verzeichnete die Geschwindigkeitsmessanlage mehr als 10.300 Verstöße – allein zwischen Januar und Juni.

Wie berichtet, hat die Stadt vergangenes Jahr mit allen Blitzern insgesamt 822.000 Euro eingenommen. Nicht jede gewünschte Stelle ist allerdings für die Einrichtung eines Säulenblitzers geeignet. Ob ein Standort aufgrund der örtlichen Gegebenheiten für die Messung passt, wird nach Angaben Riegs deshalb von einer externen Fachfirma geprüft. 

Der Blitzer an der Weißbucher Straße in Schornbach ist für manche ein echtes Hass-Objekt. Im Januar dieses Jahres war er an der Ortseinfahrt installiert worden – aus Verkehrssicherheitsgründen wie Jörn Rieg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung bei der Stadt, damals sagte – und schon kurz darauf zweimal überpinselt worden. Gut ein halbes Jahr später lässt sich schon mal eins festhalten: Die Säule steht da nicht zu Unrecht, nicht wenige Autofahrer und Autofahrerinnen sind tatsächlich

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