Schorndorf

Blumen zum Valentinstag – gibt es die auch regional und nachhaltig?

Gärtnerei Greiner
Die rote Rose ist der Klassiker, es gibt aber auch Alternativen zum Valentinstag. © Benjamin Büttner

Am 14. Februar ist Valentinstag. An kaum einem Tag im Jahr machen die Blumengeschäfte mehr Umsatz. Doch die rote Rose für die Liebste kann schon mal aus Ecuador stammen und die lila Tulpe aus einem Gewächshaus in Südafrika. Wer lieber auf heimische Gewächse zurückgreifen möchte, hat es momentan schwer.

Momentan nur wenige einheimische Pflanzen

Auch Iris Greiner von der gleichnamigen Schorndorfer Gärtnerei ist für ihren Betrieb auf ausländische Ware angewiesen, bezieht diese aber hauptsächlich aus den Niederlanden und Italien. Nur vereinzelt gebe es im Moment heimische Schnittpflanzen wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen.

Topfpflanzen wie Primeln stammten hingegen häufiger aus Deutschland. Und wer eine heimische Schnittpflanze möchte, dem empfiehlt sie die Freesie – „die duftet, ist bunt und schön“.

Für alles andere seien im Moment Importe aus dem europäischen Ausland, Südamerika oder Afrika notwendig.

Wieso Blumen gerade teuer sind

Obendrein sind Blumen gerade recht teuer. Im Januar 2022 lag der Preis für Blumen im Schnitt 27 Prozent höher als im Vorjahr, sagte Michel van Schie, Sprecher von Royal Flora Holland, der größten Blumenauktion des Landes, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die meisten Rosen für den europäischen Markt, die dort versteigert werden, kommen übrigens aus afrikanischen Ländern wie Kenia und Äthiopien.

Greiner, die ihre Rosen aus den Niederlanden direkt bezieht, führt die hohen Preise auf die gestiegenen Preise für Transport, Strom und Gas zurück. Da Blumen im Winter hauptsächlich im Gewächshaus gezüchtet werden, schlage sich dies direkt auf den Preis nieder.

Es muss nicht immer die rote Rose sein ...

Der Kostenanstieg habe aber auch damit zu tun, dass in den Niederlanden zuletzt Subventionen für Gärtnereien gestrichen wurden. Einige hätten deshalb bereits aufgegeben, was den Preis zusätzlich antreibe.

Wer jetzt nicht fünf Euro für eine einzelne Rose zahlen möchte, könne stattdessen aber Tulpen schenken, die seien etwas günstiger. Ohnehin würden nicht alle Frauen sich ausschließlich rote Rosen zum Valentinstag wünschen. „Viele wollen einen bunten Frühlingsstrauß“ – oder anders formuliert lautet ihr Tipp an die Männerwelt: „Lieber drei schöne Ranunkeln als eine rote Rose“.

Auch Michaela Albanesi von Blumen Mächtlen in Schorndorf sagt: „Es muss nicht immer die rote Rose sein.“ Es gäbe schließlich ein prachtvolles Spektrum an Frühlingsblumen, die das Herz erblühen ließen. „Wir brauchen Farbe, brauchen Leuchten, wir sehnen uns nach Frühling“, sagt Albanesi. Ein bunter Frühlingsstrauß, das weiß sie von vielen Frauen, komme daher gut an.

... auch eine Topfpflanze kann beglücken

Wer länger etwas von den Blumen haben möchte, dem empfiehlt sie eine Topfpflanze, wie die Lenz- oder Christrose. Auch das könnte ein passendes Geschenk am Valentinstag sein. Und es sei „schön, wenn man den Zwiebelgewächsen beim Wachsen zuschauen kann“.

Überhaupt, findet sie, seien Blumen nicht nur etwas für besondere Anlässe oder diesen einen Tag im Jahr, sondern Alltagsbegleiter, etwa für Menschen, die das Haus nicht mehr alleine verlassen können. „Blumen geben viel Freude und Energie, sie sind ein Gesundheitsbrunnen“, findet Michaela Albanesi.

Fairer Handel: Auch das spielt eine Rolle

Und was das Thema Nachhaltigkeit anbelangt, gibt sie zu bedenken, dass eingeflogene Schnittblumen unter Umständen sogar klimafreundlicher sein können als Pflanzen von hier. „In Deutschland ist im Winter nämlich sehr viel Energie notwendig, damit die Pflanze wächst.“ Die Art des Anbaus sei daher entscheidend, also ob vor Ort auf die Umwelt geachtet wird und die Arbeiter fair behandelt werden. Darauf legten sie und ihre Kunden sehr viel Wert. Nicht nur am Valentinstag.

Am 14. Februar ist Valentinstag. An kaum einem Tag im Jahr machen die Blumengeschäfte mehr Umsatz. Doch die rote Rose für die Liebste kann schon mal aus Ecuador stammen und die lila Tulpe aus einem Gewächshaus in Südafrika. Wer lieber auf heimische Gewächse zurückgreifen möchte, hat es momentan schwer.

Momentan nur wenige einheimische Pflanzen

Auch Iris Greiner von der gleichnamigen Schorndorfer Gärtnerei ist für ihren Betrieb auf ausländische Ware angewiesen, bezieht diese

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