Schorndorf

Brühlhalle Schornbach: Erst ein Geflüchteter hat bislang eine Wohnung gefunden

Flüchtlinge
Die meisten Geflüchteten, die in der Brühlhalle leben, sind immer noch auf Wohnungssuche. © Alexandra Palmizi

Es ist relativ ruhig geworden um die Geflüchteten aus der Ukraine, die im Rems-Murr-Kreis untergekommen sind. Zum einen, weil die anfangs erwartete große Welle ausgeblieben ist, und zum anderen, weil sich nicht viel an der Situation der Geflüchteten geändert hat. Ein Ende des Krieges und somit eine Rückkehr in die Heimat ist nicht absehbar. Doch wie steht es um die Menschen, die in der Schornbacher Brühlhalle untergekommen sind?

Derzeit sind nach Angaben des Landratsamtes knapp 3000 ukrainische Geflüchtete im gesamten Landkreis von den Ausländerbehörden registriert. 48 davon leben, Stand jetzt, in der Brühlhalle. Seit der Ankunft der ersten Familien aus der Ukraine am 19. April hat sich diese Zahl kaum verändert. Das ist eine durchaus positive Nachricht für die Bewohnerinnen und Bewohner der provisorischen Unterkunft. Denn rein theoretisch wäre in der gesamten Halle Platz für 90 Personen, würde man Bett an Bett stellen.

Noch niemand aus Schornbach ist in die Ukraine zurückgekehrt

Da es aber deutlich weniger sind, können die Schlafräume einzelner Familien mit Trennwänden versehen werden. Das sorgt wenigstens für ein wenig Privatsphäre. Mit eingebauten Trennwänden würden maximal 60 Leute in die Notunterkunft passen, wie das Landratsamt mitteilt. Jedoch erklärte vor einigen Wochen die Pressesprecherin des Landratsamtes, Martina Keck, dass alle Plätze nur bei dringendem Bedarf belegt werden, „um die Privatsphäre der Bewohner bestmöglich zu wahren“.

Trotzdem soll die Brühlhalle natürlich nur eine Zwischenstation für die Geflüchteten sein. Viele haben sich bereits auf die Suche nach einer Wohnung im Kreis gemacht. Erfolg hatte dabei bisher nur einer der Bewohner. „Aus der Brühlhalle hat ein Bewohner bereits eine private Unterkunft finden können. Es handelt sich um einen ägyptischen Medizinstudenten aus der Ukraine,“ berichtet Melanie Barth, Volontärin der Pressestelle des Landratsamtes.

Des Weiteren häufen sich aktuell die Berichte von ukrainischen Frauen und Kindern, die tatsächlich in ihre Heimat zurückkehren. Wie unter anderem die Tagesschau berichtete, haben laut dem UN-Flüchtlingswerk allein in der vorvergangenen Woche 2,2 Millionen Menschen die Grenze in die Ukraine überquert.

Und das trotz der weiterhin tobenden Kämpfe und der vielen Berichte über Kriegsverbrechen und tote Zivilisten. Allerdings würden viel Ukrainerinnen und Ukrainer auch nur kurzfristig dorthin zurückreisen, um Familienmitglieder zu besuchen oder ihre Dokumente zu holen.

Aufnahmequote: Im Landkreis werden neue Unterkünfte in Betrieb genommen

Von den Familien in Schornbach ist allerdings niemand zurück in die Heimat gefahren. „Das ist bisher noch nicht passiert“, sagt Melanie Barth. Womit das Landratsamt hingegen fest rechnet, ist die Ankunft weiterer Geflüchteter in den kommenden Wochen oder Monaten. Melanie Barth erklärt: „Baden-Württembergs Landeserstaufnahmeeinrichtungen erreichen pro Woche derzeit rund 1500 Geflüchtete aus der Ukraine, davon hat der Landkreis nach seiner Aufnahmequote rund 3,85 Prozent aufzunehmen.“ Rein theoretisch kommen pro Woche also knapp 57 Flüchtlinge im Rems-Murr-Kreis hinzu.

Deshalb werden in Zukunft keinesfalls Unterkünfte schließen, auch die in der Brühlhalle wird länger bestehen bleiben. Vielmehr sollen neue hinzukommen: Die nächste soll in Fellbach eröffnen.

Es ist relativ ruhig geworden um die Geflüchteten aus der Ukraine, die im Rems-Murr-Kreis untergekommen sind. Zum einen, weil die anfangs erwartete große Welle ausgeblieben ist, und zum anderen, weil sich nicht viel an der Situation der Geflüchteten geändert hat. Ein Ende des Krieges und somit eine Rückkehr in die Heimat ist nicht absehbar. Doch wie steht es um die Menschen, die in der Schornbacher Brühlhalle untergekommen sind?

Derzeit sind nach Angaben des Landratsamtes knapp 3000

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