Schorndorf

Burgstraße während der Ferien dicht

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Es wird ernst: In der Burgstraße wird vom kommenden Montag an gebaut. Und dann ist für Autofahrer kein Durchkommen mehr. © Habermann/ZVW
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Umleitung für Autofahrer.
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Umleitung für Fußgänger.
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Auch die Unterführung Burgstraße wird saniert und deshalb gesperrt. Der Treppenauf- und -abgang allerdings bleibt von einer kurzen Reinigungsphase abgesehen begehbar. © Gaby Schneider

Schorndorf. Verschiedene Baumaßnahmen im Bereich Burg- und Feuerseestraße, die in drei Bauabschnitten abgewickelt werden und mit denen am Montag, 30. Juli, begonnen wird, sorgen dafür, dass die Burgstraße während der gesamten Sommerferien nicht durchgängig befahrbar ist. Die Umleitung für den Lkw- und Pkw-Verkehr verläuft von der Kreuzung Burg-/Schlichtener Straße über die Schlichtener, Krummhaar- und Uhlandstraße beziehungsweise umgekehrt. Für die Fußgänger kommt erschwerend hinzu, dass auch die Unterführung Burgstraße gesperrt wird.

Übersicht zu weiteren Baustellen unten im Artikel

Los geht’s mit dem barrierefreien Umbau der Bushaltestelle „Burg-Gymnasium“ auf Höhe des Schlossparks, die mit der Sperrung der Burgstraße zwischen den beiden Einmündungen Archiv- und Friedensstraße – Letztere bleibt offen, weil sie als Baustellenzufahrt für die Gartenschau-Baustelle Schlosspark dient – einhergeht. Voraussetzung für den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle ist, dass die durch das Wurzelwerk von auf dem angrenzenden Schlosspark-Gelände stehenden Bäumen verursachten Schäden und Unebenheiten im Bereich des Gehwegs beseitigt werden. Was die Bushaltestelle selber angeht, so soll da laut dem Fachbereichsleiter Infrastruktur, Herbert Schuck, und dem den Stadtwerken zugeordneten Planer Sören Lenz kein reines Buskap realisiert werden, sondern „eine Mischform“, die es ermöglicht, dass der haltende Bus nur so weit auf der Fahrbahn steht, dass mit einem Pkw daran vorbeigefahren werden kann. Eine weitere Maßnahme in diesem Bereich ist der Umbau der seitherigen provisorischen Querungshilfe, die durch eine feste Querungshilfe ersetzt und aller Voraussicht nach auch um einen Zebrastreifen ergänzt werden soll.

Beeinträchtigungen

Betroffen von den Baumaßnahmen ist auch die Buslinie 247. Die Bushaltestelle Burggymnasium auf Höhe des Schlossparks ist während der gesamten Bauzeit außer Betrieb. Für die Rückfahrt der Linie 247 zum Bahnhof wird die Bushaltestelle Künkelinhalle nur auf der Rückfahrt nicht angefahren.

Die Radfahrer können während der gesamten Bauzeit den Geh- und Radweg auf der Südseite der Burgstraße nutzen. Lediglich in den letzten zwei Wochen kommt es zu einer Änderung in der Querung der Aichenbachstraße während der Bauphase 3.

Das Queren für Fußgänger auf Höhe der derzeitigen provisorischen Querungshilfe ist während der ersten Bauphase an dieser Stelle nicht möglich. Stattdessen sollte die Querung an der Kreuzung Burg-/Schlichtener Straße genutzt werden.

 

Zweite Bauphase Ende August

Diese Bauphase soll bis zum 24. August abgeschlossen sein. Ihr folgt als, wenn alles gutgeht, nur zweitägiges Intermezzo am Wochenende 25./26. August auf Höhe der Einmündung Friedensstraße, die deswegen vorübergehend blockiert ist, auf der gegenüberliegenden Seite der Burgstraße der Bau einer Rampe, die Radfahrern künftig das Wechseln vom Gehweg auf die Fahrbahn im Bereich der Einmündung Aichenbach- und Feuerseestraße erleichtern soll.

Anschließend beginnt die dritte Bauphase, während der zwar die Burgstraße zwischen Archiv- und Friedensstraße wieder offen, sie dafür aber von der anderen Seite, also von der Feuerssee- und der Aichenbachstraße her nicht befahrbar ist. Weil nämlich dann in der Feuerseestraße gebaut und für die Radfahrer die Lücke zwischen Burgstraße und Schillerplatz geschlossen wird. Dazu muss in der Feuerseestraße zunächst einmal die Asphaltoberfläche mit den Bestandsmarkierungen abgeschliffen werden, damit anschließend zum einen die Linksabbiegespur zur Aichenbachstraße hin verlängert werden kann, und zum andern die beidseitigen Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden können. Und zwar in Form von gestrichelten Linien, die, so sagt’s Schuck, gegebenenfalls mit dem Pkw und auch mit dem Lkw – Stichwort: Schleppkurve – überfahren werden dürfen, dem Autofahrer aber immerhin signalisieren, dass er aufpassen und auf Radler Rücksicht nehmen muss. Rot markiert wird der Radfahrstreifen im Kurvenbereich der Einmündung Aichenbachstraße.

Unterführung Burgstraße: Kein Austausch des Bodenbelags

Veranschlagt sind diese Maßnahmen insgesamt mit knapp 400 000 Euro. Und abgeschlossen sein sollen sie auf jeden Fall bis zum Ende der Sommerferien. Das gilt mit Blick vor allem aufs neue Burg-Gymnasium natürlich auch und erst recht für die Fußgängerunterführung Burgstraße, die nach den Plänen von Architekt Felix Stammler so umgestaltet werden soll, dass sie künftig einen hellen, freundlichen und einladenden Eindruck macht – und keinen so düsteren und abschreckenden mehr, wie das bislang der Fall ist. Die dafür veranschlagten 250 000 Euro werden wohl nicht ganz benötigt, weil im Gegensatz zur ursprünglichen Planung aus technischen Gründen darauf verzichtet wird, den Steinbodenbelag auszutauschen. Da muss es jetzt eine gründliche Reinigung tun. Vor allem bei diesem Projekt gilt, dass bei den beteiligten Firmen ein Rädchen ins andere greifen muss. „Wenn uns da einer hängenlässt, haben wir ein Problem“, sagt Herbert Schuck.

Weitere Baustellen

Aktuell gearbeitet wird – außer an den großen Gartenschauprojekten Schlosspark, Stadtpark und Baurenwasen – am Ausbau des Remsradweges im Bereich der Erlensiedlung und auf der anderen Seite im Bereich des Bauhofareals. Die Fortführung im Bereich Baurenwasen erfolgt im Zuge der kürzlich im Hinblick auf die Gartenschau 2019 begonnenen Remsrenaturierungsmaßnahme.

Ende August in Angriff genommen werden mit dem Ringschluss zur Schulstraße die restlichen Pflasterarbeiten in der Höllgasse. Abgeschlossen sein soll die mit den Häusern Bantel und H&M abgestimmte Maßnahme bis Ende September.

Am 6. August begonnen werden soll mit der Sanierung des nördlich der Bahn beim Lidl-Markt stehenden Treppenturms der Brücke, die die Arnold-Galerie mit der Heinkelstraße verbindet. Nachdem der Verbindungssteg selber schon saniert worden ist, geht es jetzt darum, den ziemlich verrosteten Turm mit den teilweise nicht mehr standsicheren Betonstufen wieder ahnsehnlich und sicher zu gestalten. Für diese Sanierungsmaßnahme ist ein Zeitraum bis zum 25. September veranschlagt.

Und auch im Herbst geht dem Fachbereich Gebäudemanagement die Arbeit nicht aus. Dann sollen zum einem und ebenfalls mit Blick auf die Remstal-Gartenschau 2019 die zehn Wohnmobilstellplätze samt Versorgungseinrichtungen auf der dem Sportpark Rems gegenüberliegenden Remsseite angelegt werden. Und zum andern wird damit begonnen, das neue Parkleitsystem zu installieren, das ebenfalls spätestens zum Beginn der Gartenschau voll funktionsfähig sein soll.