Schorndorf

CDU Schorndorf warnt vor Spaltung und Demokratiefeindlichkeit

Montagsspaziergang
Montagsspaziergang in Schorndorf © Benjamin Büttner

Auch ohne Teilnahme am „Schorndorfer Appell“ rufen die CDU Schorndorf und die CDU-Fraktion die Bürger auf, sich nicht von demokratiefeindlichen Kräften instrumentalisieren zu lassen – insbesondere nicht von der AfD, die aktuell in gewohnt populistischer Manier eine Krise für eigene Zwecke missbrauche.

Corona habe Deutschland und die Welt vor die größte Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs gestellt. Die letzten beiden Jahre hätten der Gesellschaft sehr viel abverlangt, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. „Wir haben Angehörige verloren, vielleicht ohne sich von Ihnen verabschieden zu können. Wir sind selbst erkrankt oder haben miterlebt, wie im Freundes- und Familienkreis Menschen unter Covid-19 und den Langzeitfolgen gelitten haben und noch immer leiden. Wir haben tiefgreifende Einschränkungen hinnehmen müssen, durch die teilweise großer Schaden entstanden ist.“ Leidtragende seien alle – vor allem aber die Schwächsten in der Gesellschaft wie die Kinder.

Aus der Corona-Krise wurde eine Gesellschaftskrise

Nach zwei Jahren Pandemie sei aus der Corona-Krise auch eine Gesellschaftskrise geworden, in der es nur noch Schwarz oder Weiß zu geben scheint. „Diese zunehmende Spaltung können und dürfen wir nicht ignorieren. Nicht während der Pandemie und auch nicht für die Zeit danach.“ In einer Demokratie seien gesellschaftliche Debatten und die freie Meinungsäußerung nicht nur wichtig, sondern hohe Güter der Verfassung. Gleichwohl sei damit die Pflicht verbunden, verantwortungsvoll damit umzugehen und sich nicht außerhalb des grund-gesetzlichen Rahmens zu bewegen. „Unangemeldete Demonstrationen wie die Montagsspaziergänge verlassen diesen Rahmen ebenso wie Straßenblockaden der Klimaaktivisten.“

Kein moralischer Zeigefinger

Solidarität, Respekt und Demokratie seien für die CDU selbstverständliche Werte, für die sie nicht ein Stück Papier unterschreiben müsse. Die CDU lehne aber auch den moralischen Zeigefinger ab, der reflexartig und undifferenziert Menschen mit einer anderen Meinung verurteile und aus jedem Demonstranten einen Querdenker oder Reichsbürger mache. Was die Impfung betrifft, seien die Sorgen und Ängste der Menschen - ob begründet oder unbegründet - sehr vielschichtig und daher differenziert zu betrachten. Der Dialog in unserer Gesellschaft dürfe nicht zum Erliegen kommen. Die CDU Schorndorf setze sich daher für eine unvoreingenommene Debattenkultur innerhalb demokratischer Leitplanken ein, in der gemeinsam nach den besten Lösungen gesucht werde. Dies müsse auch bei der Bewältigung künftiger Aufgaben wie etwa der Klimakrise gelten.

Auch ohne Teilnahme am „Schorndorfer Appell“ rufen die CDU Schorndorf und die CDU-Fraktion die Bürger auf, sich nicht von demokratiefeindlichen Kräften instrumentalisieren zu lassen – insbesondere nicht von der AfD, die aktuell in gewohnt populistischer Manier eine Krise für eigene Zwecke missbrauche.

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Corona habe Deutschland und die Welt vor die größte Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs gestellt. Die letzten beiden Jahre hätten der Gesellschaft sehr viel

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