Schorndorf

Commerzbank-Filiale in Schorndorf muss schließen

Commerzbank Schorndorf
Die Commerzbank-Filiale in Schorndorf schließt im Dezember. © Christopher Czernecki

Bereits im Januar hatte die Commerzbank AG ein weitreichendes Filialschließungsprogramm angekündigt. Konkret sollen bundesweit die aktuell 790 Filialen auf 450 Standorte reduziert werden. Auch die Schorndorfer Filiale am Oberen Marktplatz ist von den insgesamt 340 Schließungen betroffen, wie die Commerzbank mitteilt.

Beratung über Telefon und Video

Wie der Konzern in einer Pressemitteilung schreibt, wird bereits im Oktober mit den ersten 240 Schließungen geplant. Die restlichen sollen 2022 folgen. Wann Schorndorf an der Reihe ist, steht derweil noch nicht fest. Ebenso soll erst noch entschieden werden, welche Kunden in Zukunft von welcher Filiale betreut werden. „Eine individuelle Kundenkommunikation mit standortbezogenen Informationen startet, sobald der Zeitplan und die Details zur Schließung der einzelnen Filialen feststehen“, teilt die Bank mit.

„Wir haben während der Pandemie festgestellt, dass Beratung "remote" - also ohne Filiale - gut funktioniert und für den Kunden schnell, einfach und bequem ist. Unsere Strategie bleibt digital und persönlich, denn das persönliche Gespräch ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kundenbetreuung“, so der für Ostwürttemberg zuständige Niederlassungsleiter Johannes Kube.

Bundesweit werden im Rahmen des Sparprogramms 9000 Stellen abgebaut. Zahlen speziell für den Rems-Murr-Kreis teilt die Bank nicht mit. „Wir bieten Abfindungen und Altersprogramme an“, sagte Commerzbank-Bereichsvorstand Mario Peric den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung am Dienstag. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern sollen demnach in Kürze beginnen.

Gleichzeitig zu den Schließungen der Filialen werde allerdings der Ausbau der persönlichen Beratung über Telefon, Video, Chat und E-Mail gestartet. „Im ersten Schritt beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden aus zentralen Standorten zunächst telefonisch“, so die Bank in einer Pressemitteilung: „Ab Ende 2022 sollen Kunden hier eine umfassende und kompetente persönliche Beratung erhalten: Per Telefon, Video, Chat und E-Mail können sie dann einfach und von jedem Ort aus ihre Bankgeschäfte erledigen und sich beraten lassen, auch zur Wertpapieranlage und Immobilienfinanzierung.“

Und nicht nur das ändert sich für die Kunden: Nur noch wer auf die Dienstleistungen in der Filiale verzichtet und ausschließlich die digitalen Angebote nutzt, bekommt in Zukunft noch ein Gratiskonto. „Das bedingungslos kostenlose Konto ist in Zeiten niedriger Zinsen einfach nicht mehr finanzierbar“, sagt Peric. Neukunden mit Erspartem von mehr als 50.000 Euro auf dem Konto müssen künftig Negativzinsen zahlen. Die Commerzbank werde überschwemmt mit Geld, begründet der Bereichsvorstand. Allein in Baden-Württemberg näherten sich die Kundeneinlagen dem Wert von zehn Milliarden Euro.

In der Region Nord-Ostwürttemberg, zu der die Filialen in Aalen und Heidenheim sowie Nördlingen gezählt werden, bleiben die Geschäftsstellen in Heilbronn, Ludwigsburg, Backnang und Fellbach perspektivisch erhalten. Schließen müssen hingegen außer Schorndorf und Heidenheim auch die Commerzbank-Filialen in Waiblingen, Neckarsulm, Schwäbisch Hall sowie Bietigheim-Bissingen. Die Bank plane insgesamt 40 Filialen in Baden-Württemberg zu erhalten.

Bereits im Januar hatte die Commerzbank AG ein weitreichendes Filialschließungsprogramm angekündigt. Konkret sollen bundesweit die aktuell 790 Filialen auf 450 Standorte reduziert werden. Auch die Schorndorfer Filiale am Oberen Marktplatz ist von den insgesamt 340 Schließungen betroffen, wie die Commerzbank mitteilt.

Beratung über Telefon und Video

Wie der Konzern in einer Pressemitteilung schreibt, wird bereits im Oktober mit den ersten 240 Schließungen geplant. Die

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