Schorndorf

Corona-Lockerungen: Auch im Tafelladen ist wieder Betrieb

Tafel
Brigitte Bühler, Helmut Topfstedt und Renate Frank (von links) sind froh, dass es im Tafelladen wieder weitergehen kann. © Benjamin Büttner

Nach sechseinhalb Wochen Corona-Zwangspause sind nicht nur Renate Frank, Helmut Topfstedt, Brigitte Bühler und das ganze Mitarbeiterteam froh, wieder im Tafelladen stehen zu können. Erleichtert sind natürlich auch die Kunden, dass sie wieder zu günstigen Preisen an Lebensmittel, Molkereiprodukte, Backwaren, frisches Obst, Gemüse, Wurst und Käseprodukte kommen. Aktuell sind an die 700 Berechtigungsausweise der Tafel Schorndorf in Umlauf. Wie groß der Bedarf ist, wurde während der Schließzeit noch einmal deutlich: An den sechs Tagen, an denen Einkaufsgutscheine an Bedürftige ausgegeben wurden, haben sich lange Schlangen bis zur Unterführung an der Berufsschule gebildet. Eine bis eineinhalb Stunden Wartezeit inklusive.

Spuckschutz, Maskenpflicht und Sicherheitsabstände

Doch jetzt ist der Tafelladen wieder wie gewohnt montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr geöffnet – mit allen notwendigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen: Mehr als vier Kunden dürfen sich nicht gleichzeitig im Laden aufhalten, mit Klebebändern sind Sicherheitsabstände und die Laufrichtung auf dem Boden markiert. An der Kasse und der Bedientheke gibt es einen Spuckschutz aus Plexiglas. Im Laden müssen Kunden und Mitarbeiter einen Mund-Nase-Schutz tragen, an der Eingangstür ist Händedesinfektion angesagt. Nach jedem Kunden werden die Griffe der Einkaufswagen desinfiziert. Verkaufs- und Nebenräume werden häufiger gereinigt als bisher. Und beim Bezahlen kommt das Geld nicht direkt in die Hand, sondern zunächst in ein Körbchen.

Geld- und Mundschutzspenden

Renate Frank und Helmut Topfstedt sind als Leitungsteam der Schorndorfer Tafel aber nicht nur froh, dass sie sich wieder für Bedürftige engagieren können. Sie sind noch immer beeindruckt von der großen Unterstützung während der Zwangspause: So hat nach der ersten Mundschutzlieferung des Awo-Bezirksverbands nicht nur Erika Weigold dem Tafelladen 200 von der Firma Susa in Heubach genähte Stoffmasken gespendet, 1000 weitere Masken kamen vom Toom-Markt in Schorndorf. Wie überhaupt die Spendenbereitschaft in den vergangenen Wochen enorm war. Am Anfang stand die 10 000-Euro-Spende eines Privatmanns aus Schorndorf – und dann ging’s Schlag auf Schlag: Wohnbau Seibold hat 5000 Euro gespendet, die Neuapostolische Kirche 1000 Euro, von der SG-Tanzabteilung kamen 500 Euro, es gab Unterstützung vom Fachbereich Familie und Soziales der Stadt Schorndorf und sogar eine anonyme Spende in Höhe von 3000 Euro. An den Tafelladen gingen Einkaufsgutscheine für Aldi, Lidl, Netto, Marktkauf, Edeka, Metzgerei Fritz in Weiler und das Winterbacher Obst- und Gemüselädle im Wert von insgesamt 31 310 Euro. Geldspenden gingen ein vom ZVW-Hilfsverein und vom Lions Club Schorndorf, Winterbach und Welzheim. Selbst der Vermieter, die Sommer Grundstücksverwaltung, hat den Tafelladen „mit einer größeren Summe unterstützt“, sagt Renate Frank und freut sich, dass mit dem Tafelladen jetzt auch der „Querbeet“-Laden für Secondhand-Kleider und Accessoires wieder eröffnen kann.

Es geht für die Engagierten also weiter – obwohl die meisten im Rentenalter und damit Teil der Risikogruppe sind. Doch ein junges Team einzuarbeiten, das war für Frank und Topfstedt keine Option: „Die Einarbeitung hätte viel zu lange gedauert.“

Nach sechseinhalb Wochen Corona-Zwangspause sind nicht nur Renate Frank, Helmut Topfstedt, Brigitte Bühler und das ganze Mitarbeiterteam froh, wieder im Tafelladen stehen zu können. Erleichtert sind natürlich auch die Kunden, dass sie wieder zu günstigen Preisen an Lebensmittel, Molkereiprodukte, Backwaren, frisches Obst, Gemüse, Wurst und Käseprodukte kommen. Aktuell sind an die 700 Berechtigungsausweise der Tafel Schorndorf in Umlauf. Wie groß der Bedarf ist, wurde während der Schließzeit

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