Schorndorf

Corona: Seniorenforum Schorndorf sucht Helfer für Empfangsdienst im Pflegeheim

heimempfangsdienst
Dr. Heinz-Jürgen Kopmann, Vorsitzender des Seniorenforums, und seine Stellvertreterin Michaela Salenbauch werben für den Freiwilligen-Heimempfangsdienst, den sie auch für das Karlsstift organisieren wollen. © büttner

Für Besucher gesperrte Pflegeheime: Eine solche Situation will nach den schrecklichen Erfahrungen aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie niemand mehr haben. Längst sind Besuche in den Heimen wieder möglich – für Geimpfte und Genesene nach Voranmeldung mit Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf; für Ungeimpfte mit negativem PCR-Test oder maximal sechs Stunden altem Schnelltest. Damit die Pflegeheim-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter vor allem an den Wochenenden entlastet werden und möglichst viele Besuche möglich sind, will das Seniorenforum einen Freiwilligen-Heimempfangsdienst etablieren.

Was es damit auf sich hat, erklären Vorsitzender Dr. Heinz-Jürgen Kopmann und seine Stellvertreterin Michaela Salenbauch: Freiwillige sollen am Eingang des Pflegeheims Impf-, Test- und Genesenennachweise kontrollieren, beim Ausfüllen der Kontaktformulare helfen und darauf achten, dass die AHA-Regeln eingehalten werden. Aus ihrer Zeit als Leiterin des Spittlerstifts weiß Michaela Salenbauch, die sich seit einem Jahr im Ruhestand befindet, noch gut: „Es ist wichtig, zu wissen, wer in die Heime hineingeht.“

Auf die Idee, ein solches Projekt in Schorndorf anzustoßen, hat das Seniorenforum der Landesseniorenrat gebracht, der in einer E-Mail den Freiwilligen-Heimempfangsdienst aus dem hessischen Hofgeismar vorgestellt hat. Finden sich in Schorndorf genug Freiwillige, will das Seniorenforum bereits Mitte Februar mit dem Empfangsdienst beginnen. In drei von insgesamt sechs Pflegeheimen besteht Bedarf: Das Karlsstift, das Spittlerstift und das Haus Edelberg haben auf die Anfrage positiv – „und mit großer Freude“ – reagiert.

Zwei bis drei Stunden Einsatz am Wochenende

Auf jeweils zwei bis drei Stunden am Wochenende soll der Einsatz für die Freiwilligen begrenzt sein. So wie auch das ganze Projekt befristet gedacht ist: zunächst einmal für vier, sechs Wochen. Dann soll ein erstes Fazit gezogen werden, ob sich der Dienst bewährt. Und ist die Corona-Pandemie irgendwann zu Ende und keine Kontaktbeschränkungen mehr notwendig, hat sich der Freiwilligendienst sowieso erledigt.

Für Dr. Heinz-Jürgen Kopmann, dem das Projekt im hessischen Hofgeismar auf Anhieb imponiert hat, passt ein solches Engagement perfekt zu den Anliegen des Schorndorfer Seniorenforums, das sich „für eine Pflege in Würde und Geborgenheit“ einsetzt. Mit dem Freiwilligendienst könnten mehr Besuche in den Heimen ermöglicht und die Pflege entlastet werden. Außerdem mache sich das Seniorenforum stark für ein generationenübergreifendes Miteinander: „Die Bewohner sollen nicht das Gefühl haben, ausgegrenzt oder vergessen zu werden.“ Deshalb sind für den Freiwilligendienst auch nicht nur Ältere, sondern durchaus auch jüngere Engagierte gesucht. Und nicht zuletzt geht es für Kopmann, Salenbauch und das ganze Seniorenforum auch darum: „Wir wollen mit dem Engagement ein Zeichen des Dankes senden, das über den Applaus hinausgeht, und den zusätzlichen Dienst würdigen.“

Voraussetzung: Geimpft, geboostert und aktuell getestet

Insgesamt sind pro Wochenende zehn bis zwölf Freiwillige gesucht. Es sollten sich also deutlich mehr Engagierte finden, damit sich der zeitliche Einsatz für den Einzelnen einigermaßen in Grenzen hält. Voraussetzung für diesen Dienst ist, dass die Freiwilligen selbst geimpft, geboostert und aktuell getestet sind. Außerdem sollten sie freundlich und kommunikativ sein und natürlich keine Angst vor Kontakten haben.

Wer sich vorstellen kann, beim Freiwilligen-Heimempfangsdienst mitzumachen, kann sich beim Seniorenforum melden: per E-Mail an info@seniorenforum-schorndorf.de oder telefonisch unter 0174/4600799. Und am besten zeitnah: Schließlich will das Schorndorfer Seniorenforum bereits Mitte Februar mit dem Freiwilligen-Heimempfangsdienst in den Pflegeheimen loslegen.

Für Besucher gesperrte Pflegeheime: Eine solche Situation will nach den schrecklichen Erfahrungen aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie niemand mehr haben. Längst sind Besuche in den Heimen wieder möglich – für Geimpfte und Genesene nach Voranmeldung mit Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf; für Ungeimpfte mit negativem PCR-Test oder maximal sechs Stunden altem Schnelltest. Damit die Pflegeheim-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter vor allem an den Wochenenden entlastet werden

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