Schorndorf

Coworking-Space in Schorndorf: Flexibel und stylisch arbeiten im Loft

Co-Workings Space der Stadtbau
Blick vom gemeinsamen Esstisch zu den Arbeitsplätzen. © Pöschko-Kopp

Menschen arbeiten im Home-Office, große Firmen bauen feste Arbeitsplätze zugunsten mobiler Arbeitsbereiche um. Die Arbeitswelt verändert sich – und das nicht erst, aber besonders, seit der Corona-Pandemie. Darauf reagiert nun auch die Stadtbau mit einem neuen Geschäftsfeld. In der Hauffstraße im ehemaligen Pfleiderer-Areal bietet sie in dem 280 Quadratmeter großen „Loft 28“ Coworking-Arbeitsplätze an. Start-ups, Freiberufler, Selbstständige oder Leute, die zeitweise in Schorndorf arbeiten, sollen dort für einen Tag, einen Monat oder auch auf Dauer einen Arbeitsplatz finden.

Die Fläche im Dachgeschoss war frei geworden, nachdem der letzte Mieter seine Büronutzung gekündigt hatte und sich kein neuer Mieter gefunden hatte. Teilbar sei das 280 Quadratmeter große Loft nicht gewesen, berichtet Stadtbau-Chef Martin Schmidt, weshalb die Stadtbau über eine andere Nutzung nachgedacht habe. „Es war mitten in der Corona-Krise. Home-Office war ein großes Thema.“ Zwischen dem Arbeitsplatz im Büro und dem Schreibtisch zu Hause bieten Coworking-Spaces eine weitere Alternative. Das Prinzip: Mehrere Menschen arbeiten nebeneinander in offenen Büros und können sich im besten Fall auch gegenseitig unterstützen.

Start ist am 1. März

Start des Coworking-Spaces in Schorndorf ist am 1. März, Anmeldungen werden per Mail (info@coworking-loft28.de) entgegengenommen. Verantwortlich bei der Stadtbau ist Robin Rodenwoldt, Ansprechpartner vor Ort ist Thorsten Sowa, der für sich und seinen Mitarbeiter im Loft 28 ebenfalls zwei Arbeitsplätze gemietet hat. Auf den Online-Formularen kann ein Lieblingsarbeitsplatz angegeben werden, ansonsten teilt Thorsten Sowa einen Platz zu. Für Leute, die nur tageweise einen Schreibtisch mieten, ist das Loft von 8 bis 19 Uhr geöffnet, Monatsmieter bekommen einen eigenen Zugang. Ein Monatsticket für einen Platz am Achter-Tisch kostet 250 Euro, ein sonstiger Arbeitsplatz 300 Euro. Angestrebt werden längerfristige Mietverhältnisse. Aber auch Tagestickets gibt es (25 Euro) und 10er-Karten für 200 Euro.

Gründe, außerhalb eines festen Büros zu arbeiten, gibt es viele. Für Dauermieter, weil ein Arbeitsplatz im Coworking-Space in zentraler Lage und nahe der S-Bahn durchaus attraktiver und günstiger sein kann als ein eigenes Büro. Weil Pendeln aus ökologischen Gründen immer zweifelhafter wird. Aber auch bei zeitlich limitierter Projektarbeit ist es eine Alternative, für Besucher in Schorndorf, die mal einen Arbeitstag einschieben wollen, für Studenten, die zusammen an einer Seminararbeit schreiben, für Leute, denen im Home-Office die Decke auf den Kopf fällt, oder auch für Menschen auf dem Sprung in die Selbstständigkeit und ins eigene Büro. Besonders leise muss es im Coworking-Space übrigens nicht zugehen. Damit Gespräche und Telefongespräche die Nachbarn nicht stören, wurden laut Schmidt die Decken schallisoliert und Raumtrennungen installiert, die den Schall schlucken sollen.

Ein Konferenzraum gehört dazu

Geboten werden im stylisch eingerichteten „Loft 28“ außer einem Schreibtisch oder einem Platz am Achtertisch (Workbench) die nötige Infrastruktur wie Drucker, Scanner, Kopierer und WLAN. Wer sich mit Kunden treffen will, kann sich in einen geschlossenen Konferenzraum zurückziehen, für kürzere Gespräche gibt es Platz auf der offenen Galerie. Im Eingangsbereich befindet sich eine Sitzecke, um auch miteinander ins Gespräch kommen zu können. Dazu kommen eine voll ausgestattete Küche, abschließbare Schränke, Fahrradabstell- und Parkplätze für Autos.

Ende vergangenen Jahres hat in der Friedensstraße in Schorndorf bereits ein anderes Coworking-Space eröffnet. Macht die Stadtbau privaten Anbietern Konkurrenz? „Wir haben die Idee schon vergangenes Jahr entwickelt“, betont Martin Schmidt und verweist in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Standbein der Stadtbau: Die voll eingerichteten Apartments auf Zeit, die bis zu sechs Monate gemietet werden können und eine Alternative zum Hotel sein sollen. „Auch da gibt es einen Markt, der weiterwachsen wird“, sagt er. Er sei fast sicher, dass auch andere Anbieter Coworking-Spaces auf dem Schirm hätten. „Das regelt der Markt.“

Das Apartment-Haus an der Rems ist ein großer Erfolg

Das Apartment-Haus an der Rems jedenfalls boomt. Vergangenes Jahr hatten sich dort unter anderem Franzosen, die ein halbes Jahr lang in Schorndorf arbeiteten, eingemietet. Auch an Weihnachten seien die Apartments ausgebucht gewesen. „Das Apartment-Haus ist ein Erfolg“, resümiert Martin Schmidt zufrieden. Klar, dass er sich dasselbe nun vom Loft 28 erhofft. Die letzten beiden Jahre hätten zu einer Veränderung geführt, sagt er, manche hätten sich vor Corona ein größeres Büro gewünscht und in der Krise gemerkt, dass das kleine reicht. Und sollte sich doch einer groß einmieten wollen: Unter dem Loft 28 gibt es eine ganze Büroetage zu mieten.

Menschen arbeiten im Home-Office, große Firmen bauen feste Arbeitsplätze zugunsten mobiler Arbeitsbereiche um. Die Arbeitswelt verändert sich – und das nicht erst, aber besonders, seit der Corona-Pandemie. Darauf reagiert nun auch die Stadtbau mit einem neuen Geschäftsfeld. In der Hauffstraße im ehemaligen Pfleiderer-Areal bietet sie in dem 280 Quadratmeter großen „Loft 28“ Coworking-Arbeitsplätze an. Start-ups, Freiberufler, Selbstständige oder Leute, die zeitweise in Schorndorf arbeiten,

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