Schorndorf

Coworking Space mit Kinderbetreuung in Schorndorf: Auf Suche nach einem Träger

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Karin Feig (links) und Alicia Feig sind auf der Suche nach einem Träger für ihre Kinderbetreuung. © Ralph Steinemann Pressefoto

Im Herbst des vergangenen Jahres eröffneten Alicia und Karin Feig in der Friedensstraße den Coworking Space „Cowirken“. Ihr Konzept richtet sich allerdings nicht nur an der Vernetzung verschiedenster Unternehmen auf ihren Büroflächen aus, sondern vor allem auf Nachhaltigkeit und die Vereinbarung von Familie und Beruf. Doch wie bei vielen anderen Gründungen ist aller Anfang besonders schwer. Gerade bei der Planung der ganztägigen Kinderbetreuung ist weitaus mehr als nur unternehmerisches Durchhaltevermögen gefragt.

Fachkräftemangel bremst ambitionierte Pläne

„Am Anfang war es schon ziemlich schwer“, berichtet Alicia Feig über die ersten Wochen ihres Unternehmens. Vielerorts mussten sie und ihre Mutter Karin Feig erst mal erklären, was ein Coworking Space ist. Seit Anfang dieses Jahres jedoch bessere sich die Situation. Immer mehr Unternehmen halten in den modernen Räumlichkeiten Workshops ab. Und Selbstständige, aber auch Angestellte, arbeiten mittlerweile kurz- oder langfristig in den Büros.

Alicia Feig berichtet, dass das Schwerpunktthema Nachhaltigkeit mitunter dafür ausschlaggebend ist. „Unternehmen finden uns, weil sie zum Beispiel nach einem komplett veganen Catering für ihren Workshop suchen“, erklärt Alicia Feig. Um das alles am Laufen zu halten und weitere Unternehmen anzulocken, sei aber einiges an Community-Management nötig.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der beiden Unternehmerinnen soll eine ganzheitliche Kinderbetreuung sein. Bei „Cowirken“ sollen Eltern Beruf und Familie optimal verbinden können, mit einem Betreuungsangebot direkt vor Ort. So zumindest ist der Plan. Doch bei dieser Vision haben Mutter und Tochter noch das ein oder andere dicke Brett zu bohren. Karin Feig berichtet, dass sie zwar schon einen Träger für die geregelte Betreuung gefunden hatten, dieser habe allerdings selbst kein Personal zur Verfügung stellen können. „Zum einen sind die Auflagen berechtigterweise streng, zum anderen herrscht, wie in der Pflege, Fachkräftemangel“, sagt Karin Feig. Auch der Kinderschutzbund kann „Cowirken“ keine Babysitter vermitteln. Das macht der Verband nämlich nur für private Haushalte.

Ohne Partner wird das Konzept nicht aufgehen

Deshalb ist der vorläufige Plan nun, die Betreuung stundenweise anzubieten. Auch wenn das Konzept für die Ganztagesbetreuung bereits in der Schublade liegt. Dafür suchen Karin und Alicia Feig weiterhin qualifizierte Fachkräfte und natürlich einen Träger. Alicia Feig sagt: „Da ist jetzt Durchhaltevermögen gefragt.“ Denn weil sich noch kein Träger gefunden hat, kann sie interessierten Eltern noch keine Preise nennen.

Während dieses Prozesses haben Karin und Alicia Feig feststellen müssen, dass an der ein oder andere Stelle in der Gesellschaft noch mehr Vernetzung benötigt wird. „Wir sehen, wie knapp die Ressource Zeit bei allen ist und den hohen Mangel an Fachkräften. Aber genau da drehen wir uns eben im Kreis, wenn wir keine neuen Wege gehen und an alten Denkmustern festhalten“, sagt Karin Feig. Ohne Unterstützung von Partnern funktioniere das nicht.

Um ein solches Netzwerk aufzubauen, veranstaltet „Cowirken“ am Samstag (28. Mai) ab 10 Uhr den „Art Pop-up Markt“ in der Friedensstraße 13-15. Dort gibt es Kunst-Workshops für Kinder von sechs bis 15 Jahren, die pro Person 30 Euro kosten. Außerdem werden Werke der Künstlerin Gabi Lankau sowie Skulpturen von Alejandro Urrutia aus Berlin ausgestellt sein und können bei einer Versteigerung erstanden werden.

Im Herbst des vergangenen Jahres eröffneten Alicia und Karin Feig in der Friedensstraße den Coworking Space „Cowirken“. Ihr Konzept richtet sich allerdings nicht nur an der Vernetzung verschiedenster Unternehmen auf ihren Büroflächen aus, sondern vor allem auf Nachhaltigkeit und die Vereinbarung von Familie und Beruf. Doch wie bei vielen anderen Gründungen ist aller Anfang besonders schwer. Gerade bei der Planung der ganztägigen Kinderbetreuung ist weitaus mehr als nur unternehmerisches

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