Schorndorf

Coworking-Space mit Kinderbetreuung in Schorndorf

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Karin (links) und Alicia Feig in der Lobby des „Cowirken“-Gebäudes. © Ralph Steinemann Pressefoto

Coworking ist eine sogenannte „neue Arbeitsform“. Start-ups, Freiberufler und digitale Nomaden mieten sich dabei meist in größere, offene und voll ausgestattete Büroräume ein und sollen auf diese Weise voneinander profitieren. Alicia Feig hat gemeinsam mit ihrer Mutter Karin Feig mit „Cowirken“ einen solchen Komplex in der Friedensstraße in den ehemaligen Räumlichkeiten der Flex Fonds Capital GmbH gegründet. Sogar eine vollumfängliche Kinderbetreuung ist dafür geplant. Allerdings sind sie dafür noch auf der Suche nach Unterstützung.

Arbeit flexibel und nachhaltig möglich machen

„Wir möchten das Arbeiten am dritten Arbeitsort, wohnortnah, flexibel anmietbar und bezahlbar möglich machen. In ansprechenden Räumlichkeiten, inmitten einer an Nachhaltigkeit interessierten Community, während das Kind im selben Haus liebevoll betreut wird“, erläutert Geschäftsführerin Alicia Feig. Denn die Anforderungen an Flexibilität und Klimaschutz lassen aktuell viele Berufstätige und Arbeitgeber umdenken. „Ist es wirklich nötig, Tag für Tag vom Grünen in die Großstadt zu pendeln?“ Gleichzeitig hat die Pandemie vor allem Eltern an die Grenze der Belastbarkeit im Home-Office gebracht. Deshalb setzen die beiden „Cowirken“-Gründerinnen bewusst zwei Schwerpunkte:

Zum einen ist da das Thema Nachhaltigkeit. Dafür orientieren sie sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. In dem Gebäudekomplex, der zum Teil aus der Villa am Schloss sowie dem gesamten modernen Anbau besteht, gibt es unter anderem Erdwärmesonden und eine Zisterne. Außerdem ist die Büroausstattung nicht nur sehr geschmackvoll ausgewählt, sondern vom regionalen Hersteller Moll aus Gruibingen produziert. Entsprechend richtet sich „Cowirken“ an eine Zielgruppe, die am Thema Umweltschutz interessiert ist. Der zweite Schwerpunkt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Deshalb planen wir eine Kindertagesbetreuung“, sagt Karin Feig. Allerdings sucht die Gründerin des Kinderreichs dafür noch finanzielle Unterstützung. Sie könne sich eine gemeinschaftliche Erstfinanzierung von Unternehmen, der Stadt, Stiftungen und anderen sozial Engagierten vorstellen. Ein Coworking-Space mit einer geregelten Betreuung für bis zu Dreijährige und einer flexiblen Betreuung für drei- bis zwölfjährige Kinder, das wäre ihrer Erfahrung nach ein Novum in ganz Deutschland. Und würde vermutlich auch im verhältnismäßig kleinen Schorndorf großen Anklang finden.

Doch lohnt sich ein Coworking-Space außerhalb der großen Städte tatsächlich? Der Rems-Murr-Kreis ist laut Karin Feig äußerst wirtschaftsstark. Jedoch lebe die Region von hoch qualifiziertem Personal. Entsprechend müssen sich Arbeitgeber an die Anforderungen ihrer Mitarbeiter anpassen - nicht anders herum.

Tag der offenen Tür am kommenden Samstag

„Es ist viel teurer, neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden, als seine eigenen zu halten“, sagt sie. Deshalb könne sie sich kaum vorstellen, dass der Bedarf nach einem Ort wie dem „Cowirken“ nicht vorhanden ist. „Man muss auch bedenken, dass sehr viele Menschen zu Hause einfach nicht die passenden Rahmenbedingungen, die passende Infrastruktur zum Arbeiten haben“, merkt Alicia Feig an. Ein paar Coworker und einige Anfragen gibt es bereits. Alicia und Karin Feig richten sich stets nach den Ansprüchen ihrer Kunden, wie sie erzählen. Die Palette der Büro-Auswahl ist jedenfalls breit. Vom flexiblen Arbeitsplatz im offenen Raum, über den festen Schreibtisch bis hin zum Einzelbüro ist alles möglich. Die entsprechenden Tarife sind auf der Webseite cowirken.de zu finden. Sogar eine Geschäftsadresse kann bei „Cowirken“ gemietet werden. Allerdings nur, wenn der Kunde einen Mietvertrag unterzeichnet.

Um das „Cowirken“-Netzwerk weiter aufzubauen, laden die beiden Unternehmerinnen am kommenden Samstag (13. November) zwischen 10 und 15 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Friedensstraße 13-15 ein.

Coworking ist eine sogenannte „neue Arbeitsform“. Start-ups, Freiberufler und digitale Nomaden mieten sich dabei meist in größere, offene und voll ausgestattete Büroräume ein und sollen auf diese Weise voneinander profitieren. Alicia Feig hat gemeinsam mit ihrer Mutter Karin Feig mit „Cowirken“ einen solchen Komplex in der Friedensstraße in den ehemaligen Räumlichkeiten der Flex Fonds Capital GmbH gegründet. Sogar eine vollumfängliche Kinderbetreuung ist dafür geplant. Allerdings sind sie

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