Schorndorf

Darum beteiligt sich  die Stadt mit 120 000 Euro an der SchoWo

SchoWo Samstag 2019
2019 war die SchoWo-Welt noch in Ordnung. © ALEXANDRA PALMIZI

Im Gartenschaujahr hat Schorndorf noch im ganz großen Stil das SchoWo-Jubiläum 50+1 gefeiert, im Corona-Sommer 2020 ist das Stadtfest zum ersten Mal in seiner 52-jährigen Geschichte ausgefallen. Wie die „Schorndorfer Woche“, die 1968 erstmals stattfand, seit 1981 unter der Regie der Vereinsgemeinschaft groß geworden ist und an der dieses Jahr acht Vereine und die Stadtkirchengemeinde teilgenommen hätten, künftig aussehen wird, ist in Zeiten der Pandemie unklar. Weichen für die Zukunft hat der Gemeinderat dennoch gestellt, den jährlichen Kostenbeitrag für die Stadt auf 120 000 Euro festgelegt – und damit auch ein Signal gesendet an die in der Corona-Krise schwer belasteten Vereine.

Infrastruktur und Sicherheit

Und so stellt die Stadt, genauer der neu gegründete Eigenbetrieb „Tourismus und Citymanagement“, vom kommenden Jahr an für 14 000 Euro die Infrastruktur, also Container, Schirme und Wasseranschlüsse, den Strom (Kostenpunkt: 35 000 Euro), sorgt für ein Sicherheitskonzept und einen Sicherheitsdienst (30 000 Euro), ist bei der SchoWo-Eröffnung dabei, übernimmt, abzüglich der Erträge, die Kosten fürs SchoWo-Bähnle, den Sonderbusverkehr, bezuschusst den Seniorennachmittag, zahlt für Bühne, Beschallung und Technik sowie Printmedien und Werbemittel jeweils 10 000 Euro.

Dass es dabei nicht bleiben wird, macht allein diese Rechnung klar: Im Jahr 2016 hat der Gemeinderat den SchoWo-Kostenbeitrag noch auf 83 000 Euro festgelegt, ein Jahr darauf lagen die tatsächlichen Kosten für die Stadt schon bei 110 000 Euro. Darum zeigte sich Oberbürgermeister Matthias Klopfer auch leicht irritiert, als CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Beutel in der Sitzung forderte, den Kostenbeitrag zeitlich zunächst auf drei Jahre zu begrenzen: Schließlich werde, so Klopfers Prophezeiung, die Verwaltung spätestens in drei Jahren sowieso eine Erhöhung des SchoWo-Beitrags vorschlagen: „Alles wird teurer.“

CDU: Kostenbeitrag zunächst auf drei Jahre

Den Antrag der CDU-Fraktion konnte der Gemeinderat bei vier Enthaltungen trotzdem mehrheitlich mittragen. War es Beutel doch nicht darum gegangen, etwas verändern zu wollen oder schlechtzureden. Angesicht der Tatsache, dass der Gemeinderat aber erst unlängst im großen Stil Kultur-Zuschüsse reduziert habe, sei, so Beutel, eine zeitliche Befristung des Kostenbeitrags „legitim“. Das war für Werner Neher von der Grünen Liste Schorndorf trotzdem kein Grund, zuzustimmen: Für ihn wolle die CDU, bereits im Wahlkampf-Modus, lediglich „zeigen, wie sparsam sie ist“. Im Landtagswahlkampf, so Nehers Prophezeiung, werden „solche nichtssagenden Anträge jetzt öfter kommen“.

Beutel plädierte in seiner Wortmeldung aber auch dafür, Jugendlichen auch weiterhin ein Angebot auf der SchoWo zu machen – auch wenn die Stadt sich einen Jugendfestplatz, wie in den Jahren 2018 und 2019 wegen der Gartenschau für jeweils 25 000 Euro unter der Arnold-Brücke eingerichtet, künftig sparen und auf das Team der (mobilen) Jugendarbeit setzen will.

Im Gartenschaujahr hat Schorndorf noch im ganz großen Stil das SchoWo-Jubiläum 50+1 gefeiert, im Corona-Sommer 2020 ist das Stadtfest zum ersten Mal in seiner 52-jährigen Geschichte ausgefallen. Wie die „Schorndorfer Woche“, die 1968 erstmals stattfand, seit 1981 unter der Regie der Vereinsgemeinschaft groß geworden ist und an der dieses Jahr acht Vereine und die Stadtkirchengemeinde teilgenommen hätten, künftig aussehen wird, ist in Zeiten der Pandemie unklar. Weichen für die Zukunft hat

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