Schorndorf

Darum sind Scherenschnitte und verbrannte Bäume rund um die Schorndorfer Stadtkirche zu sehen

Kunstprojektscho
Nina Joanna Bergolds Teichfolienschnitte hängen schon über der Gottlieb-Daimler-Straße und sind in Bäumen am Kirchplatz sowie an der Fassade des Kreissparkassengebäudes zu entdecken. Foto: Schneider © Gaby Schneider

Schwarze Scheren- oder genauer Teichfolienschnitte, wo sonst in der Gottlieb-Daimler-Straße in luftiger Höhe an Stahlseilen die Weihnachtsbeleuchtung hängt. Angekokelte Bäume auf von Brandspuren geschwärzten Tischen und Stühlen an der Südseite der Stadtkirche. Mit Nina Joanna Bergold und Francisco Klinger Carvalho haben zwei weitere Künstler am Montag mit der Installation ihrer Werke zum Projekt „Kunst und Kirche im Dialog“ begonnen. Ende Mai hatte der Stuttgarter Künstler Oliver Braig den Anfang gemacht – mit blauen Großbuchstaben, die seitdem an der Stadtkirchenfassade den Projekttitel „Gemeinschaft. Jetzt!“ lesbar machen. Eröffnet wird das Projekt am Sonntag, 13. Juni, 18 Uhr, im Rahmen der „Stadtkirche am Abend“; die Veranstaltung wird auch gestreamt. Die Arbeiten sind dann bis 31. Oktober zu sehen – verbunden mit einem umfangreichen Begleitprogramm (siehe www.stadtkirche-schorndorf.de.

Kunstprojekt schon im Reformationsjahr 2017

Vor vier Jahren, im Reformationsjahr 2017, war die Stadtkirche schon einmal Ort eines künstlerischen Geschehens. Damals hatten 14 Künstlerinnen und Künstler die seit der Reformation ausgeräumten Nischen bespielt. Im Corona-Jahr 2021 setzen fünf Künstler aus ganz Baden-Württemberg mit aufeinander bezogenen Arbeiten „ein Zeichen für Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt“, erklärt Pfarrerin Dorothee Eisrich, die mit Eberhard Abele und Ebba Kaynak vom Kulturforum, Dieter Feser als ehemaligem Vorsitzenden des Kirchengemeinderats und den Schorndorfer Unternehmern Doris Schäfer und Frank Krämer sowie Christian Bergmann und Nicole Amolsch von der Stadt Schorndorf verantwortlich ist für das Projekt.

Scherenschnitte und Kokelbäume

Und es nimmt Gestalt an: Nina Joanna Bergolds 21 skurrile Gestalten, alle aus einem Folienstück geschnitten, halten auf drei quer über die Straße gespannten Seilen coronakonform gemeinsam Abstand – und bieten damit ganz unterschiedliche Sichtweisen auf Kirche und Stadt. Auf dem Kirchplatz stehen auch schon Francisco Klinger Carvalhos Kokelbäume, die auf dem Stückle der Schorndorfer Künstlerin Ebba Kaynak verbrannt wurden. Die Möbel werden – auch mit Eberhard Abeles tatkräftiger Unterstützung – auf dem Kirchplatz geschwärzt. Die Werke von Helga Kellerer und Lambert Mousseka kommen im Laufe der Woche noch dazu. Außerdem soll es, kündigt Abele an, für Kunstinteressierte auf Aufstellern Erklärtexte geben.

Schwarze Scheren- oder genauer Teichfolienschnitte, wo sonst in der Gottlieb-Daimler-Straße in luftiger Höhe an Stahlseilen die Weihnachtsbeleuchtung hängt. Angekokelte Bäume auf von Brandspuren geschwärzten Tischen und Stühlen an der Südseite der Stadtkirche. Mit Nina Joanna Bergold und Francisco Klinger Carvalho haben zwei weitere Künstler am Montag mit der Installation ihrer Werke zum Projekt „Kunst und Kirche im Dialog“ begonnen. Ende Mai hatte der Stuttgarter Künstler Oliver Braig den

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