Schorndorf

Das Freibad in Weiler sucht freiwillige Helfer für die Badesaison

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Marc Winger, Jürgen Erdmann und Ulrich Kolb (von links) opfern große Teile ihrer Freizeit für das Freibad. © Gaby Schneider

Das Freibad in Weiler soll am 26. Juni endlich wieder seine Pforten öffnen. Doch bis dahin gibt es rund um das Schwimmbecken noch einiges zu tun. Da es in Corona-Zeiten aber einen erheblichen personellen Mehraufwand gibt, sucht der Freibadverein noch händeringend nach freiwilligen Helfern. Ohne die Ehrenamtlichen kann über den Sommer nämlich kein Betrieb gewährleistet werden, wie drei Funktionäre des Vereins erklären.

Noch mindestens zehn Helfer werden gebraucht

Die Vorbereitungen im Freibad in Weiler sind noch nicht so weit fortgeschritten wie in anderen Bädern. Aktuell befindet sich noch kein Wasser im Becken. Bevor der Badespaß losgehen kann, muss es nämlich abgelassen und auf Schäden überprüft werden. Dafür klopfen die Mitglieder die Poolwände ab und bessern beschädigte Stellen aus. Wie der Technische Vorstand Jürgen Erdmann erzählt, braucht der Verein dafür vier Wochen Zeit. „Vergangenes Jahr haben wir uns dafür nur zwei Wochen genommen, das war viel zu knapp“, sagt er.

In einer normalen Freibadsaison reicht für den Betrieb des „Bädles“ eine vom Verein bezahlte Badeaufsicht. Eintrittskarten können direkt am Kiosk erworben werden. Doch aufgrund der aktuell Corona-Vorschriften werden zwei weitere Helfer pro Schicht benötigt. Bereits im vergangenen Sommer haben mehr als 20 freiwillige Helfer die Nachmittagsschichten von 14 bis 19 Uhr übernommen. Da die Besucherzahl aktuell auf 105 Leute begrenzt ist, muss auch in diesem Jahr der Zutritt extra kontrolliert werden.

Bei weiter sinkenden Inzidenzzahlen und dem damit folgenden dritten Öffnungsschritt könnten sogar bis zu 210 Gäste ins Freibad gelassen werden. Trotzdem kann es, wie schon im vergangenen Jahr, durchaus zu Schlangen vor dem Eingang kommen. Weil der Pächter des Kiosks dieses Jahr nicht zur Verfügung steht, muss der Verein auch den Verkauf von Eis und Getränken selbst stemmen. Außerdem muss ein extra Auge auf die Liegewiese, das Kinderbecken und die Spielgeräte geworfen werden, damit dort genügend Abstand gehalten wird. Auch für zusätzliche Hygienemaßnahmen wie regelmäßige Desinfektion und Reinigung der Kontaktflächen wird Personal gebraucht.

Das Freibad ist im Sommer der Ortstreff in Weiler

Aktuell haben sich zehn Leute auf den Helfer-Aufruf gemeldet. „Bislang war die Resonanz eher mau. Wir brauchen mindestens noch zehn Leute“, sagt Kassierer Marc Winger und macht nochmals deutlich darauf aufmerksam, dass die Öffnung des Bades von den freiwilligen Helfern abhängt.

Jürgen Erdmann blickt derweil trotzdem zuversichtlich in den Sommer. Immerhin seien die Vorbereitungen schon in vollem Gange. Geplant ist ein ähnlicher Betrieb wie 2020: Im Gegensatz zu anderen Bädern kann man in Weiler keine „Timeslots“ buchen. Stattdessen wird immer dann ein weiterer Gast eingelassen, wenn ein anderer das Bad verlässt.

Ob noch ein Platz frei ist, kann einfach auf der Internetseite des Vereins eingesehen werden. Dort gibt es nämlich einen Live-Zähler der ein- und ausgelassenen Leute. Der Ticketverkauf findet weiterhin nicht online, sondern direkt am Eingang statt. „Das ist für ein Bad unserer Größe einfach zu aufwenig und zu kostspielig“, sagt Marc Winger.

Normalerweise ist das Gelände mit der Liegewiese und dem großen Pool mehr als nur ein Freibad, merkt Schriftführer Ulrich Kolb an. Vielmehr ist es im Sommer der Ortstreff in Weiler, weil auch einige Veranstaltungen dort stattfinden. Die Weilermer haben einen besonderen Bezug zu ihrem Bad. Das wird deutlich, als ein älteres Ehepaar mit seinem Hund am Zaun der Anlage vorbeispaziert. „Wann macht ihr endlich wieder auf“, ruft die Frau den Verantwortlichen des Vereins zu. Es handelt sich um eine Dame, die nicht nur regelmäßig zum Schwimmen kommt, sondern auch bei Festen ehrenamtlich abspült. „Man macht das vor allem für die Familien und die Jugendlichen“, sagt Jürgen Erdmann. Auch er habe sein Engagement vor 20 Jahren wegen seiner Kinder angefangen.

Auch Badeaufsichten werden gesucht

Wie er erklärt, arbeiten seit 1929 viele Generationen zusammen, um das Freibad zu erhalten. Denn so lange gibt es das Schwimmbecken tatsächlich schon. Auch wenn die Arbeit viel Zeit in Anspruch nimmt, macht es jeden Sommer aufs neue Spaß, „etwas gemeinsam zu bewegen“. Dabei kann sich der Freibad-Verein auch immer auf die Hilfe der Stadt verlassen. Die Beziehung zu Bäderbetriebsleiter Jörg Bay ist sehr gut, erzählt Jürgen Erdmann.

Trotzdem sucht der Verein händeringend nach Nachwuchs. Gerade für die Führungsriege und ein Engagement in den verschiedenen Ausschüssen will man jüngere Mitglieder gewinnen. Jürgen Erdmann blickt dabei auch auf seine zurückliegenden Projekte zurück: Von der Planung des Kinderbeckens über das Volleyballfeld bis hin zur Renovierung der Umkleiden war einiges dabei. Auch eine Erneuerung des Beckens steht im Raum: „Wir haben relativ konkrete Planungen“, sagt Marc Winger.

Doch damit die Weilermer ab dem 26. Juni überhaupt ins kühle Nass hüpfen können, braucht es noch mehr als die ehrenamtlichen Helfer. Ein paar Badeaufsichten, die 18 Jahre oder älter sind, werden ebenfalls noch gesucht.

Voraussetzungen für den Minijob sind ein silbernes Rettungsschwimmerabzeichen, oder die Teilnahme an der kombinierten Rettungsübung im Bad selbst. Klassischerweise machen diesen Job oft Abiturientinnen und Abiturienten, die im Sommer vor ihrem Studium noch den ein oder anderen Euro dazuverdienen wollen. „Das ist ein sehr verantwortungsvoller, aber auch sehr schöner Ferienjob“, merkt Ulrich Kolb an.

Wer Interesse an einem Engagement hat, kann den Verein über die E-Mail Adresse oder telefonisch (0 71 81/48 34 43) kontaktieren.

Das Freibad in Weiler soll am 26. Juni endlich wieder seine Pforten öffnen. Doch bis dahin gibt es rund um das Schwimmbecken noch einiges zu tun. Da es in Corona-Zeiten aber einen erheblichen personellen Mehraufwand gibt, sucht der Freibadverein noch händeringend nach freiwilligen Helfern. Ohne die Ehrenamtlichen kann über den Sommer nämlich kein Betrieb gewährleistet werden, wie drei Funktionäre des Vereins erklären.

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