Schorndorf

Der neue OB Bernd Hornikel macht der Stadt Schorndorf ein Kompliment

Coronamarktplatz
Der neue OB fühlt sich in Schorndorf willkommen. Archivfoto. © Gaby Schneider

„Ach, du bist so ein guter Zuhörer“, „Schöne Jacke!“ oder auch mal ein „Danke dafür, dass du immer für mich da bist“ – Komplimente geben und annehmen ist wichtig für unsere zwischenmenschliche Wertschätzung. Dem zollt am heutigen Dienstag, 1. März, der Welttag der Komplimente Anerkennung. Wir haben in diesem Zuge bei Schorndorfs neuem Oberbürgermeister Bernd Hornikel nachgefragt, wem er denn regelmäßig Komplimente macht – und welches Lob er der Stadt Schorndorf einmal aussprechen möchte.

Stark durchs Ehrenamt

„Bestimmt“, sagt Bernd Hornikel auf die Frage, ob er denn heute schon jemandem ein Kompliment gemacht habe. Seine Lebensgefährtin bekomme regelmäßig welche, die seien aber eher persönlich. Gerne teilt er aber ein Kompliment an die Daimlerstadt beziehungsweise an deren Bürgerschaft. „Die Stadt Schorndorf ist eine schöne und durch ihre Bürger und Bürgerinnen eine extrem wertvolle Stadt“, so Hornikel. „Was Schorndorf für mich stark macht, sind vor allem auch die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.“ Zum Beispiel, wenn die Kinder beim Badmintonspiel den ganzen Verkauf übernehmen. „Es funktioniert alles nur, wenn Menschen mithelfen.“ Schorndorf sei hier außergewöhnlich gut aufgestellt.

„Ein anderer Punkt ist, dass die Stadt mich sehr toll aufgenommen hat“, meint der neue OB. „Ich bin wirklich super angekommen und sehe überall nur freundliche und fröhliche Gesichter. Das ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich.“ Auch zur Arbeit mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus werden Komplimente in Zukunft dazugehören, sagt Hornikel. „Ein Kompliment ist ja auch ein Stück weit ein Lob.“ Dieses solle man natürlich aussprechen, wenn etwas gut laufe, Welttag des Kompliments oder nicht - zum Beispiel in Form eines „Das haben Sie gut gemacht“.

Komplimente wichtig für Motivation

Der Schweizer Kommunikationsexperte Stefan Häseli hält Komplimente ebenso für ein relevantes Thema im betrieblichen Kontext. „Denn das Lob ist beispielsweise ein wichtiges Tool für die Mitarbeitermotivation“, schreibt er in einem Fachbeitrag. „Gerade in der Rolle als Führungskraft macht es also durchaus Sinn, mehr Anerkennung auszusprechen.“ Viele scheinen Komplimente aber zu vernachlässigen, wie er anhand einiger Zahlen zeigt.

Als die Plattform „Kraftwerk Anerkennung“ Arbeitnehmende in Deutschland und Österreich dazu befragte, wie oft sie denn im Job gelobt werden, sei ein erschreckendes Ergebnis herausgekommen: 60 Prozent der Befragten erhalten Lob nur einmal im Monat oder seltener. 81 Prozent der Vorgesetzten sind der Meinung, häufig Lob und Anerkennung auszusprechen. 67 Prozent der Arbeitnehmer ohne Führungsposition sind hingegen der Meinung, selten oder nie Anerkennung zu erhalten. Und neun von zehn Befragten wünschen sich mehr Lob.

Komplimente sind Wertschätzung

Das sind laut Häseli keine guten Zahlen, denn: „Komplimente sind gewissermaßen das Schmiermittel in der zwischenmenschlichen Kommunikation - ähnlich wie ein Lächeln.“ Und die Kommunikation sei in sich wieder der eigentliche Baustein für gelingende Beziehungen. Komplimente seien also, gut und ehrlich platziert, ein wichtiger Teil der Wertschätzung.

Wer nun seinen Mitmenschen ein Kompliment machen will, für den hat Häseli drei „goldene Regeln für Lob und Komplimente“, die zeigen, wie das am besten gelingen kann:

1. Ehrlich sein

Lob, Anerkennung oder ein Kompliment müssen vor allem ehrlich sein. Zwar lässt sich verbal so manches vortäuschen - doch die Körpersprache verrät, ob das auch ernst gemeint oder nur so dahingesagt war.

2. Konkret sein

Sagen Sie explizit, warum und wofür Sie Ihren Kollegen, Ihren Mitarbeitenden, Ihren Chef schätzen. Ein vielleicht noch gut gemeintes „Gut gemacht“ hat nicht die gleiche Wirkung wie die Aussage „diese Präsentation hast du wirklich top gehalten“.

3. Sich selbst zurücknehmen

Keine Angst, die Wertschätzung für eine andere Person bedroht nicht das eigene Ego. Es ist Zeichen von Größe, einem Kompliment nicht gleich noch einen Selbstbelobungssatz hinterherzuschieben. „Diesen Kunden hast du mit deiner Argumentation perfekt überzeugt. Gut gemacht! Es hat sich gelohnt, dass du dich an meine Argumentations-Checkliste gehalten hast!“

„Ach, du bist so ein guter Zuhörer“, „Schöne Jacke!“ oder auch mal ein „Danke dafür, dass du immer für mich da bist“ – Komplimente geben und annehmen ist wichtig für unsere zwischenmenschliche Wertschätzung. Dem zollt am heutigen Dienstag, 1. März, der Welttag der Komplimente Anerkennung. Wir haben in diesem Zuge bei Schorndorfs neuem Oberbürgermeister Bernd Hornikel nachgefragt, wem er denn regelmäßig Komplimente macht – und welches Lob er der Stadt Schorndorf einmal aussprechen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper