Schorndorf

Der passende Zuschnitt für H&M

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Das Investorenehepaar Christine und Stephan Göttker hat ihm Rathaus die Planung für die neue H&M-Filiale vorgestellt. © Schlegel
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Das Gebäudeensemble Schulstraße 24/26 (von der Höllgasse her gesehen): Der historische Teil bleibt stehen, der neue wird abgerissen. © Schlegel

Schorndorf. Als Christine und Stephan Göttker vor zweieinhalb Jahren in ihrer neu erworbenen Immobilie Schulstraße 24/26, dem ehemaligen Modehaus Veil, standen, da haben sie davon geträumt, dass ihre potenziellen Mieter schon das Weihnachtsgeschäft 2014 mitnehmen könnten. Aus den damals angedachten mehreren kleinen Mietern ist – auf deutlich vergrößerter Nutz- und Verkaufsfläche – ein potenter großer Mieter, die Firma H&M, geworden, die ihre Schorndorfer Filiale voraussichtlich im Frühjahr 2018 eröffnet.

Dass das Projekt in der Schulstraße nachhaltig ist, macht Stephan Göttker daran fest, dass der Platz der richtige ist, dass der künftige Mieter in die Umgebung passt („Er zieht Kundschaft an und nicht ab“) und dass das Gebäude auch von der Optik her passt. „Wir bauen keinen nackten Betonklotz, der nur Geld bringt, sondern etwas, das städtebaulich passt“, sagt der Investor Stephan Göttker, der als Privatmann weder etwas über die Summe, die an dieser Stelle investiert wird („nicht wenig“) noch über die Miete und über die genaue Vertragslaufzeit mit H&M sagen will. „Uns war wichtig: Lieber langfristig und etwas weniger als kurzfristig und etwas mehr“, sagt Göttker grundsätzlich und versichert: „Beide, der Investor und H&M, sind vom Standort Schorndorf überzeugt.“ Und entsprechend langfristig sei ihre Beziehung angelegt.

Was nicht zuletzt auch Oberbürgermeister Klopfer freut, der unter Berufung auf einen anderen Investor weiß, was heute bei einem solchen Projekt vor allem zählt: „Lage, Lage, Lage.“ Und die sieht er in diesem Bereich, wo das Arnold funktioniert, wo Bantel schon heute ein absoluter Frequenzbringer ist, wo in unmittelbarer Nähe die Postarkaden entstehen und das Schock-Areal entwickelt werden kann und wo auch im Bereich des Bahnhofs, des unteren Marktplatzes und in der Schulstraße selber noch einiges passieren soll, ideal gegeben.

So soll der Neubau künftig aussehen

Wenn Sie den Regler nach rechts und links verschieben, sehen sie eine "Vorher - Nachher"-Animation.

Erfolgreicher Abschluss dank starker Partner

„Es war nicht nur einmal, dass wir vor Aufgaben standen, bei denen wir keinen Plan hatten, wie’s weitergeht“, sagt Stephan Göttker auf die Frage, ob er in den vergangenen fast drei Jahren auch mal ans Aufhören und Aufgeben gedacht habe. In solchen Phasen, ergänzt Christine Göttker, sei es ein großes Glück gewesen, dass sich ihr Mann ganz dieser Aufgabe habe widmen können und dass er es als gelernter Ingenieur gewohnt sei, „Probleme zu knacken“. Aber, fügt wiederum Stephan Göttker hinzu, ohne die Stadt als starken Partner – in Person vor allem von Gabriele Koch – hätte das Projekt nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden können. Ein Kompliment, das Oberbürgermeister Matthias Klopfer gerne zurückgibt.

Zumal die Anforderungen, die H&M an ein solches Projekt stelle, „gigantisch“ seien. Da habe es geholfen, dass seine Frau und er mit dem Ulmer Büro Anker Buchholz Architekten gefunden habe, die bereits mit H&M gebaut hätten.

Über weitere Projekte in Schorndorf wollen Christine und Stephan Göttker derzeit noch nicht reden, wiewohl kein Geheimnis ist, dass ihnen unter anderem auch das Eckgebäude Marktplatz/Neue Straße gehört, in dem derzeit noch die Deutsche Bank residiert. Klar ist, dass die die beiden Stuttgarter mittlerweile an Schorndorf in jeder Beziehung Gefallen gefunden haben, und dass das Projekt „Modehaus Veil“ nicht das letzte ist, dass die Göttkers in Schorndorf in Angriff nehmen werden.