Schorndorf

Der Weihnachtsbaum in Schorndorf steht: Warum die Weihnachtsmütze 2022 fehlt

Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsbaum ist am Freitagmorgen aufgestellt worden. © Benjamin Büttner

Da steht er nun auf dem Schorndorfer Marktplatz – in seiner ganzen Pracht, in seinem reinen Grün: der Weihnachtsbaum. Eine Fichte, über 30 Jahre alt, mit einer stattlichen Höhe von gut 16 Metern. Sie stammt aus dem Garten der Familie Rienecker und wurde auserkoren, die diesjährige Weihnachtszeit in der Daimlerstadt zu begleiten (wir berichteten).

Die Fichte erfüllt alle erforderlichen Kriterien

Am verregneten Freitagmorgen hat so mancher Anwohner der Gottlieb-Daimler-Straße erschrocken aus dem Fenster geschaut: Lastwagen und ein Lastentransporter fuhren in Richtung Marktplatz. Mit Sicht auf die Ladung war schnell klar: Der Weihnachtsbaum wird angeliefert. Felix Bochterle von den Zentralen Diensten Schorndorf berichtet: „Wir haben gegen 7.30 Uhr begonnen, den Baum bei der Familie Reinecker zu fällen. Alles verlief problemlos.“

Beim Transport in die Innenstadt war Vorsicht geboten, denn weder die Äste sollten beschädigt noch Autos gestreift oder Hauswände berührt werden. Auf der Route wurden in besonders engen Straßen Parkverbotsschilder aufgestellt. „Behinderungen gab es keine. Wir hatten zwar Überbreite, aber unser Fahrer hat das sehr gut gemeistert und den Baum unbeschadet auf den Marktplatz transportiert“, erzählt Felix Bochterle. „Schönheitsreparaturen“ am Baum seien nicht nötig gewesen, obwohl eine Zimmerei parat gestanden wäre, die mögliche „Verletzungen“ am Baum ausgeglichen hätte.

Auch der Regen sei gar nicht so „ungeschickt gewesen“: „Da hatten wir schon weniger Zuschauer“, sagt Bochterle schmunzelnd. Der Gartenbautechniker kümmert sich seit gut fünf Jahren um die Auswahl des Baumes, der in der Advents- und Weihnachtszeit auf dem Marktplatz steht. Die diesjährige Fichte hat alle erforderlichen Kriterien erfüllt. Zu diesen zählen: Die Gattung sollte eine Fichte oder Tanne sein, der Wuchs sollte gleichmäßig sein, die Höhe sollte 15 Meter nicht unbedingt unterbieten und in der Breite sollte er schmal gewachsen sein. Und natürlich wird der Baum auch erleuchtet: Für das Erstrahlen werden die Stadtwerke sorgen, die die Lichterkette anbringen.

Trotz des stattlichen Weihnachtsbaums wird es doch den einen oder anderen Schorndorfer geben, der traurig in Richtung Rathaus blickt: Aus Sparmaßnahmen wird in diesem Jahr nämlich auf die rot-weiße Pudelmütze auf dem Rathausdach verzichtet – eigentlich das luftige Wahrzeichen für die Schorndorfer Weihnachtswelt.

Diese Pudelmütze hat der Schorndorfer Werbetechniker Clemens Bäz vor mehreren Jahren nach einer Idee der Werbeagentur Joussen-Karliczek für den Citymarketing-Verein Schorndorf-Centro entwickelt. Seitdem wurde sie eigentlich immer vor der Eröffnung der Schorndorfer Weihnachtswelt mit großem Aufwand auf dem Glockenturm des Rathauses platziert. In diesem Jahr ist aber alles anders.

Kosten für den Aufbau der Mütze: Rund 10.000 Euro

Die Weihnachtsmütze fällt dem Sparkurs der Stadt zum Opfer. Laut Eigenbetrieb Tourismus und Citymanagement würde dieser Aufbau der Mütze rund 10.000 Euro kosten. Der Betrieb, das heißt, die Beleuchtung und das Gebläse, dass die Mütze in Form bleibt, kostet bei den gegenwärtigen Strompreisen rund 400 Euro über die Dauer des gesamten Weihnachtsmarktes. Aufwendig sei die Installation der Mütze, für die ein mobiler Kran über mehrere Stunden im Einsatz ist. Die Mütze müsste natürlich so befestigt werden, dass auch ein Sturm sie nicht durch die Stadt wehen kann.

Die Adventsfreude möchte man sich dennoch in Schorndorf nicht nehmen lassen. Mit den Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt befindet man sich auf der Zielgeraden. Der Aufbau in der Innenstadt beginnt am Montag, 21. November. Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt dann am Samstag, 26. November, um 11 Uhr.

Da steht er nun auf dem Schorndorfer Marktplatz – in seiner ganzen Pracht, in seinem reinen Grün: der Weihnachtsbaum. Eine Fichte, über 30 Jahre alt, mit einer stattlichen Höhe von gut 16 Metern. Sie stammt aus dem Garten der Familie Rienecker und wurde auserkoren, die diesjährige Weihnachtszeit in der Daimlerstadt zu begleiten (wir berichteten).

Die Fichte erfüllt alle erforderlichen Kriterien

Am verregneten Freitagmorgen hat so mancher Anwohner der Gottlieb-Daimler-Straße

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