Schorndorf

Die neuapostolische Kirche soll gemütlich werden

Neuapostolische Kirche
Samuel Simmerling (links) und Werner Waiblinger vor der Baustelle. © Gabriel Habermann

Der Umbau der neuapostolischen Kirche in der Hohenstaufenstraße hat begonnen. Das Gebäude soll zukünftig nicht nur den modernsten technischen Standards entsprechen, sondern auch barrierefrei werden. Dabei sollte das Gebäude ursprünglich abgerissen werden.

Umbau statt Abriss

Die neuapostolische Kirche in Schorndorf ist eine der größten in der Region. Da auch sie nicht vom Mitgliederschwund verschont bleibt, wurde ursprünglich mit einem Abriss geplant. „Die Idee war, dass wir die alte Kirche abreißen und ein neues, kleineres Gebäude bauen“, erzählt der Gemeindevorsteher Werner Waiblinger. Die Fusionen mit den Gemeinden aus Haubersbronn und Winterbach in den vergangenen Jahren bescherten der Gemeinde dann einen Mitgliederzuwachs, wie Waiblinger erzählt: „Knapp 150 Personen nehmen seitdem im Schnitt an unseren Gottesdiensten teil. Ein Umbau des großen Gebäudes lohnt sich also.“ Die Planung und Umsetzung übernimmt jedoch nicht die Schorndorfer Gemeinde selbst, sondern die süddeutsche Kirchenzentrale in Stuttgart.

Drei Millionen Euro Budget

Das 1958 errichtete Gebäude wurde zuletzt 1980 renoviert und entspricht nicht mehr den nötigen Brandschutzanforderungen. „Ursprünglich war die Kirche für 600 Sitzplätze ausgelegt, das ist nach heutigen Sicherheitsregeln nicht mehr möglich“, gibt Waiblinger zu Protokoll. Nach dem Umbau sollen 360 Menschen im Gottesdienstraum Platz finden. Deshalb wird unter anderem mit einer Außentreppe ein zweiter Fluchtweg geschaffen. Außerdem muss die Bausubstanz erneuert werden. Die Elektrik und die Heizung sind nicht mehr voll funktionsfähig. Damit sich körperlich eingeschränkte Menschen barrierefrei bewegen können, wird ein Aufzug eingebaut. Auch eine Luftfilteranlage wird installiert. Diese soll die Räume nicht nur keimfrei halten, sondern auch als Klimaanlage fungieren. „Lüften ist in einer Kirche eher schwierig und außerdem wollen wir unsere Nachbarn nicht mit Gesang bei offenen Fenstern stören“, sagt Werner Waiblinger.

Rund drei Millionen Euro lässt sich die Neuapostolische Kirche Süddeutschland den Umbau kosten. Dieses Geld bezieht sie unter anderem durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder. Werner Waiblinger sagt: „Die Nutzung einer Kirche ist anders als noch vor 60 Jahren.“ Deshalb solle die Kirche sowohl von außen, als auch von innen ein schönes Erscheinungsbild abgeben. Gerade im Inneren der Kirche solle sich jedes Mitglied wohlfühlen. „Wir wollen den gewissen Wohlfühlfaktor schaffen und keine kahlen Steinwände haben, wie in einer südenglischen Kathedrale“, merkt der Vorsteher an. Denn neben den üblichen Gottesdiensten finden viele andere Aktivitäten, wie der Religionsunterricht für Kinder, in der Kirche statt. Insgesamt 15 Monate soll die Renovierung dauern. Am Ende wird im Gebäude Platz für rund 400 Personen sein. „Wir hoffen, das Gebäude nächstes Jahr zu Pfingsten einweihen zu können“, sagt Werner Waiblinger. Bis dahin sollen die Gottesdienste und weitere Veranstaltungen im Gewerbepark Vorstadtstraße stattfinden. Während des Lockdowns bietet die Kirche Video- und Telefonübertragungen der Feierlichkeiten an.

Samuel Simmerling von der Öffentlichkeitsarbeit der neuapostolischen Kirche weist darauf hin, dass die Kirche im Zuge des Umbaus eine neue Orgel erhalten wird: „Die alte elektrische Orgel wird durch eine Pfeifenorgel ersetzt. Das sorgt für einen deutlich schöneren Klang beim Musizieren in der Kirche.“

Der Umbau der neuapostolischen Kirche in der Hohenstaufenstraße hat begonnen. Das Gebäude soll zukünftig nicht nur den modernsten technischen Standards entsprechen, sondern auch barrierefrei werden. Dabei sollte das Gebäude ursprünglich abgerissen werden.

Umbau statt Abriss

Die neuapostolische Kirche in Schorndorf ist eine der größten in der Region. Da auch sie nicht vom Mitgliederschwund verschont bleibt, wurde ursprünglich mit einem Abriss geplant. „Die Idee war, dass wir

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