Schorndorf

Die wichtigste Botschaft der katholischen Kirche: „Wir sind da für euch“

Heilig-Geist-Kirche Weihnachten
Pfarrer Wolfgang Kessler, Sabine Laitenberger als Vorsitzende des Kirchengemeinderats und Vikar Clemens Knorpp (von links) sind froh, allen Gemeindemitgliedern mit dem Magazin „Zusammen“ ein Geschenk machen zu können. © Gabriel Habermann

In Zeiten, in denen Gemeindearbeit kaum möglich ist und Gottesdienste nur mit Sicherheitsabstand, Maske, mit Teilnehmerliste und ohne Gemeindegesang gefeiert werden können, ist die Sehnsucht nach Begegnung und Verbundenheit groß. Für die Menschen da zu sein, ihnen Zeichen des Lichtes und der Hoffnung zu geben, das ist Wolfgang Kessler als Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Geist in diesen harten Zeiten besonders wichtig – und nicht nur ihm: Im Kirchengemeinderat ist gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr die Idee entstanden, „ein Heft zu machen“, sagt Vorsitzende Sabine Laitenberger. Und für das achtköpfige Redaktionsteam, das Ende September erstmals zusammenkam, stand diese Frage über allem: „Wie können wir den Menschen eine Freude machen?“

"Zusammen - ein geistreiches Magazin"

Als Antwort ist – als Geschenk zur Vorweihnachtszeit – ein 19-seitiges Magazin mit dem Titel „Zusammen“ entstanden, mit persönlichen Erinnerungen an Weihnachten, wie es früher einmal war, mit Lieblings-Gutsle-Rezepten und Weihnachtsliedern mit persönlichem Bezug. Außerdem enthält das Magazin Wandertipps für graue Wintertage, Spiel- und Bastelideen, einen geistigen Impuls und bemerkenswerte Fotografien von Vikar Clemens Knorpp sowie eine Anleitung, wie die Heilige Nacht zu Hause gefeiert werden kann – mit Liedern, Gebeten, der Weihnachtsgeschichte und Fürbitten. Dass in dem „geistreichen Magazin“, wie es im Untertitel heißt, Gesichter, die man von der Straße oder aus dem Gottesdienst kennt, zu Wort kommen, war Teil der Konzeption: „Wir wollten den lokalen Bezug“, sagt Laitenberger. Und damit das Magazin alle Gemeindemitglieder erreicht und nicht nur die Abonnenten der kirchlichen Mitteilungen, haben 50 Ehrenamtliche innerhalb von drei Tagen 5500 Exemplare in Briefkästen in Schorndorf und den Teilorten gesteckt. Für Pfarrer Kessler ein beeindruckendes Engagement. Wie überhaupt das Redaktionsteam Erstaunliches geleistet hat: Dass das Magazin – von den ersten Ideen Ende September bis zur Druckfreigabe Mitte November – innerhalb von sechs Wochen fertig war, „hat nur geklappt, weil alle an einem Strang gezogen haben“, sagt Sabine Laitenberger und findet den Titel „Zusammen“ darum besonders passend.

Krippenspiel als Video

Auch Pfarrer Kessler findet in diesen schwierigen Zeiten Symbole besonders wichtig: Und so ist der Altarraum jede Woche zu einem anderen adventlichen Thema geschmückt. Im Eingangsbereich gibt es Weihnachtstüten zum Mitnehmen. Auf der Internetseite steht seit dieser Woche das 15-minütige Video eines Krippenspiels mit Schorndorfer Stationen, das Pastoralreferentin Simone Dobler mit Darstellern aus dem vergangenen Jahr aufgenommen hat. Es ging ein besonderer Weihnachtsgruß an alle Schüler heraus und an die Senioren. Zwischen den Feiertagen sind die Seelsorger über das Pfarrbüro an einem Sorgentelefon erreichbar, in Notfällen auch übers Handy. Das Signal, das die Kirchengemeinde damit senden will, ist eindeutig: „Wir denken an euch und sind für euch da.“

Angesichts dramatischer Infektionszahlen wird Weihnachten dieses Jahr, sagt Pfarrer Kessler, auch im Herzen und zu Hause stattfinden – aber nicht nur: An Heiligabend sind eine ganze Reihe zusätzlicher Gottesdienste geplant, allein am Nachmittag wird es drei Kinderkrippenfeiern im Freien geben, dazu vier Christmetten: um 18 Uhr in Heilig-Geist und St. Markus, um 21.30 Uhr in Winterbach (mit Live-Stream) und um 22 Uhr in Heilig-Geist. Außerdem gibt es mit Pfarrer Kessler zwei ökumenische Kurzgottesdienste in der Stadt.

In Zeiten, in denen Gemeindearbeit kaum möglich ist und Gottesdienste nur mit Sicherheitsabstand, Maske, mit Teilnehmerliste und ohne Gemeindegesang gefeiert werden können, ist die Sehnsucht nach Begegnung und Verbundenheit groß. Für die Menschen da zu sein, ihnen Zeichen des Lichtes und der Hoffnung zu geben, das ist Wolfgang Kessler als Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Geist in diesen harten Zeiten besonders wichtig – und nicht nur ihm: Im Kirchengemeinderat ist gleich zu

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